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UDE auf der Hannover Messe - Innovative Exponate

13.04.2010
Sie ist die weltgrößte Industriemesse, auf ihr werden Branchentrends, neue Technologien und Materialien präsentiert: Wenn am 19. April die Hannover Messe für fünf Tage ihre Tore öffnet, ist auch die Universität Duisburg-Essen (UDE) vertreten. Sie zeigt verschiedene Entwicklungen, die bestens zum diesjährigen Messemotto 'Effizienter -- Innovativer -- Nachhaltiger' passen.

So stellt der Lehrstuhl für Kommunikationstechnik einen digitalen Empfänger für das DVB-T2, ein Verfahren zur Klangsynthese für die Musikproduktion sowie einen neuen Alkohol-Sensor für Autos oder motorisierte Maschinen vor.

Am Fahrsimulator Drivassist des Lehrstuhls für Mechatronik können Besucher eine virtuelle Autobahnfahrt mit dem Elektroauto unternehmen. Drivassist wird auch im Großprojekt zur Elektromobilität "colognE-mobil", an dem die UDE beteiligt ist, eingesetzt. Das Center for Nano-Integration Duisburg-Essen (CeNIDE) gibt mit zwei Exponaten Einblick in den industriellen Nutzen der Nanotechnologie, etwa für die Elektronik oder für innovative Leuchtmittel. Und das Zentrum für BrennstoffzellenTechnik (ZBT), An-Institut der Uni, zeigt Brennstoffzellen-Systemmodule und deren Prüftechnik.

Die Exponate im Einzelnen:

Kommunikationstechnik:

In Zusammenarbeit mit zwei externen Partnern ist der Prototyp eines neuartigen digitalen Empfängers für die zweite Generation des digitalen terrestrischen Fernsehens, dem DVB-T2, entstanden. Er hat ein Multitasking-Betriebssystem, das auf einem digitalen Signalprozessor abgearbeitet wird und die Funktionsweise des Empfängers bestimmt.

Das neuartige Verfahren zur Klangsynthese basiert auf der nichtlinearen Frequenzmodulationssynthese. Mit ihr können Klänge einfach kombiniert, nachbearbeitet oder dramatisch verfremdet werden. Weil das Verfahren echtzeitfähig ist, lässt es sich ohne Aufwand mit der drahtlosen Audioübertragungstechnik verbinden.

Der innovative Alkoholsensor ist eine Weiterentwicklung bestehender Messgeräte. Über Gewichts- und andere Sensoren wird der Fahrer identifiziert und ggf. die Wegfahrsperre aktiviert, wenn er nicht verkehrstauglich ist und auch selbst am Steuer sitzt. Die Erfindung lässt sich für alle motorbetriebenen Geräte wie Drehmaschinen oder Bagger nutzen.

Alle drei Entwicklungen sind bereits zum Patent angemeldet.

Weitere Informationen
http://www.kommunikationstechnik.org
Prof. Dr. Peter Jung, Tel. 0203/379-2590 Dr. Guido Bruck, Tel. 0203/379-2757, guido.bruck@kommunikationstechnik.org

Hannover Messe: Halle 27, Stand F21

Mechatronik

Der Fahrsimulator Drivassist kann bereits im frühen Entwicklungsstadium die Fahrversuche mit realen Prototypen ersetzen. Er wird im gemeinsamen colognE-mobil-Projekt von Uni Duisburg-Essen, Ford und Rheinenergie eingesetzt, um neben den technischen Funktionalitäten auch das subjektive Fahrempfinden zu testen. Die Datenbasis des Fahrsimulators bilden Messungen aus den Testfahrten mit den Ford-Elektroprototypen.

Messebesucher können eine virtuelle Fahrt mit dem E-Mobil auf der Ruhrgebiets-Autobahn A40 unternehmen. Energieverbrauch, Energiefluss, Kosten sowie Reichweite werden dabei im interaktiven Cockpit überwacht.

Weitere Informationen:
http://www.drivassist.de/
Gregor Hiesgen, Tel. 0203/379-1656,gregor.hiesgen@uni-due.de Benjamin Hesse, Tel. 0203/379-1604, benjamin.hesse@uni-due.de Hannover Messe: Halle 27, Stand F21

Center for Nanointegration Duisburg-Essen (CeNIDE)

Das erste Exponat ist ein Ferrofluid-Brunnen. Ferrofluide werden zum
Beispiel in Lautsprechern oder in Computerfestplatten verwendet. Mit
Hilfe des Brunnens zeigt CeNIDE, wie sich die winzigen (10 Nanometer
großen) magnetischen Partikel der Ferrofluide durch einen
Elektromagneten beeinflussen lassen. Bei hohen Feldstärken kommt es zur
Bildung igelartiger Strukturen (siehe Foto Ferrofluid-Brunnen
http://www.uni-due.de/de/presse/pi_fotos.php).
Das zweite CeNIDE-Exponat ist ein Demonstrator, der zeigt, was künftig
im Bereich der druckbaren Elektronik möglich ist. So lassen sich mit
Hilfe der Nanotechnologie Feststoffe verflüssigen und anschließend zu
elektrisch funktionalen Dünnschichten verdrucken, zum Beispiel für
Displays oder Funketiketten. Der Demonstrator enthält einen
nanopartikulären Feldeffekttransistor, mit dem man Leuchtdioden
anschalten kann.
Auf der Messe hält Dr. Alina Leson außerdem einen Vortrag zu "Nano for
Energy and Mobility" (20.4., 15.30 Uhr; Halle 2, Tech Transfer-Stand).
Weitere Informationen:
http://www.uni-due.de/cenide/
Dr. Kirsten Dunkhorst, T. 0203/379-2345, dunkhorst@cenide.de
Hannover Messe: Halle 2, Stand C32
Zentrum für BrennstoffzellenTechnik
Das ZBT stellt Brennstoffzellen-Systemmodule und die notwendige
Prüftechnik zur Zertifizierung vor. Bislang müssen Brennstoffzellen an
ihre jeweilige Anwendung angepasst werden. Das ist es technisch sehr
aufwändig. Um diesen Aufwand zu minimieren, hat das ZBT ein System-Modul
entwickelt, das standardisierte Schnittstellen und Gehäuseformen
besitzt. Die 19-Zoll-Gehäuse erlauben beispielsweise den Einbau in
Schaltschränke in der Telekommunikation oder in der Gebäudetechnik. Der
Leistungsbereich von 500 Watt im Dauerbetrieb bei 24 Volt ist aber auch
für zahlreiche andere Anwendungen geeignet.
Die akkreditierte Prüfstelle "PBT" des ZBT demonstriert außerdem auf der
Messe die notwendigen Prüfverfahren zur Zertifizierung von
Brennstoffzellen und -systemen.
Weitere Informationen:
http://www.zbt-duisburg.de/de/Aktuell/
Dr. Peter Beckhaus, Tel. 0203/7598-3020, p.beckhaus@zbt-duisburg.de,
Joachim Jungsbluth, Tel. 0203/7598-2719, pruefstelle@zbt-duisburg.de
Hannover Messe: Halle 27, Stand F21
Redaktion: Ulrike Bohnsack, Tel.: 0203/379-2429

Ulrike Bohnsack | Universitaet Duisburg-Essen
Weitere Informationen:
http://www.uni-due.de/

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