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Wüstenschlitten, Rekord-Solarzelle und EEG-Haube: TU Ilmenau präsentiert Spitzentechnologie auf Hannover Messe

10.04.2015

Wüstenschlitten, Rekord-Solarzelle und EEG-Haube haben zunächst nur zwei Dinge gemeinsam: sie sind technologisch hoch komplex und sie wurden an der TU Ilmenau (mit)entwickelt. Diese und weitere Exponate aus der aktuellen Forschung präsentiert die Universität vom 13. bis 17. April auf der Hannover Messe.

Wir wollen die internationale Sichtbarkeit des Technologiestandorts Thüringen in Forschung und Lehre weiter stärken“, so Professor Klaus Augsburg, Prorektor für Wissenschaft an der TU Ilmenau. Die Hannover Messe, die als die weltweit wichtigste Industriemesse gilt, ist für die einzige technische Universität Thüringens seit vielen Jahren eine wichtige Plattform dafür.


Blick in die VISTA – Virtuelle Straße Simulations- und Testanlage am ThIMo der TU Ilmenau.

Foto: TU Ilmenau


Die Solarzelle mit dem weltweit höchsten Wirkungsgrad wurde an der TU Ilmernau mitenwickelt.

Foto: TU Ilmenau

„Die Technische Universität Ilmenau besetzt auf ausgewählten Kompetenzfeldern sowohl in der Grundlagenforschung als auch in der angewandten Forschung national und international Spitzenplätze“, so der Prorektor. Aus diesen Kompetenzfeldern werden Exponate auf der Messe vorgestellt.

Erstmals stellt das Thüringer Innovationszentrum Mobilität (ThIMo) seine neue Infrastruktur in Form von 3D-Modellen auf der Messe vor. Der Großprüfstand MaSTeR („Multivalent anwendbare Simulations- und Testumgebung – Vier-Rollenprüfstand“) ist eine hochkomplexe Prüf- und Testanlage, in der moderne Konzepte für den Antriebsstrang und für Fahrsicherheits- sowie Fahrerassistenzsysteme entwickelt werden. Der zweite Großprüfstand „VISTA – Virtuelle Straße Simulations- und Testanlage“ ist eine Testanlage für die drahtlose Fahrzeugkommunikation im intelligenten Auto der Zukunft.

Ein weiteres Exponat aus dem Schwerpunkt Energie-, Antriebs- und Umweltsystemtechnik ist der „Wüstenschlitten“. Die innovative Entwicklung ermöglicht Schlittenfahren auf Sand. Das ist mit herkömmlichen Schlitten nicht möglich, sie geraten ins Trudeln.

Das Besondere am Wüstenschlitten ist das am Fachgebiet Kunststofftechnik entwickelte Material: Die Kufen des Schlittens bestehen aus einem besonders abriebfesten Material, das trotzdem exzellente Gleiteigenschaften aufweist. Das Projekt wurde ebenfalls unter dem Dach des ThIMo bearbeitet.

Auch im Bereich Nanoengineering präsentiert die TU Ilmenau Spitzentechnologie. Eine Teilzelle der Weltrekord-Solarzelle wurde am Institut für Mikro- und Nanotechnologien im Fachgebiet Photovoltaik entwickelt. Diese hat einen Wirkungsgrad von 46 Prozent.

Abgerundet wird der Auftritt der TU Ilmenau durch die Präsentation der Multipin-Elektrodenhaube, entwickelt am Institut für Biomedizinische Technik und Informatik. Die Haube ermöglicht die Durchführung von EEG-Aufzeichnungen ohne die zeitaufwendige Vorbereitung, die bei herkömmlichen Messungen notwendig ist.

Im Rahmen des Gemeinschaftsstands „Forschung für die Zukunft“ präsentiert sich die Technische Universität Ilmenau neben anderen Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Kontakt:
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Klaus Augsburg
Prorektor für Wissenschaft
Technische Universität Ilmenau
Tel.: 03677 / 69-3843
E-Mail: klaus.ausgsburg@tu-ilmenau.de

Bettina Wegner | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.tu-ilmenau.de

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