Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Testfahrt im Fahrsimulator - Bitte einsteigen - ausländische Gäste und Senioren zuerst!

23.03.2009
Arbeitswissenschaftler der TU Chemnitz laden auf der Hannover Messe 2009 zur Testfahrt im Fahrsimulator ein - Forscher untersuchen künftig insbesondere Ergonomiebedürfnisse von älteren Fahrern und Kunden in fernen Märkten

Autofahrer stellen heute immer höhere Ansprüche an Sicherheit und Komfort. Um diese zu erfüllen, hilft auch die ergonomische Gestaltung von Fahrzeugen.

"Jedoch werden in der deutschen Automobilindustrie dabei die Bedürfnisse einiger Käuferschichten - beispielsweise älterer Menschen oder Käufer in anderen Kulturen - noch zu wenig berücksichtigt", sagt Prof. Dr. Birgit Spanner-Ulmer, Inhaberin der Professur Arbeitswissenschaft an der Technischen Universität Chemnitz.

In Untersuchungen habe sich herausgestellt, dass sich deren Anforderungen teilweise erheblich von denen bisher analysierter Fahrer unterscheiden. Die Chemnitzer Arbeitswissenschaftler wollen deshalb in umfangreichen Tests feststellen, welche ergonomischen Besonderheiten bei den bisher etwas vernachlässigten Autofahrern bestehen.

Zur Überprüfung der Ergonomie setzen die Wissenschaftler unter anderem den so genannten "Usability Research Simulator for Automobiles" (kurz: URSA) ein, der vom 20. bis 24. April 2009 erstmals auf der Hannover Messe präsentiert wird. Der Fahrersitzplatz und dessen Umfeld wurden im URSA realistisch nachgebildet. Anzeige- und Bedienelemente wie Displays oder Drehknöpfe können im Cockpit beliebig gestaltet und positioniert werden. Die Anbindung von Lenkrad und Pedalerie an den mobilen Fahrsimulator ermöglicht zudem eine realitätsnahe Ergonomie-Untersuchung. Ergänzt durch Video- und Audiotechnik, Blickbewegungsmessung und verschiedene Auswertungssoftware lassen sich künftig mit dem Simulator vielfältige Untersuchungen im und am Automobil durchführen.

Der Fahrsimulator kann während der Hannover Messe auf dem mitteldeutschen Gemeinschaftsstand "Forschung für die Zukunft" (Halle 2, Stand C 37) nicht nur besichtigt werden - er ist auch selbst zu (er)fahren. "Einsteigen ist nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich gewünscht", sagt Projektmitarbeiter Paul Leiber und meint damit insbesondere ältere Messegäste und Besucher aus dem Ausland. Es sei das Ziel der Chemnitzer Wissenschaftler, für bisher wenig beachtete Zielgruppen einen Anforderungskatalog für die ergonomische Gestaltung von Anzeige- und Bedienelementen zu entwickeln. "Moderne Fahrzeugelektronik muss von allen Fahrern intuitiv bedienbar sein, damit der Komfort für den Nutzer steigt und er seine Aufmerksamkeit dorthin richten kann, wo sie wichtig ist - nämlich auf die Straße", sagt Spanner- Ulmer.

Weitere Informationen gibt Paul Leiber, Telefon 0371 531-35383, E-Mail Paul.Leiber@mb.tu-chemnitz.de

Katharina Thehos | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Rittal mit neuer Push-in-Leiteranschlussklemme - Kontakte im Handumdrehen
26.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Neuer Blue e+ Chiller von Rittal - Exakt regeln und effizient kühlen
25.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher untersuchen Pflanzenkohle als Basis für umweltfreundlichen Langzeitdünger

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

„Antilopen-Parfüm“ hält Fliegen von Kühen fern

20.10.2017 | Agrar- Forstwissenschaften

Aus der Moosfabrik

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie