Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Technologien für die Morgenstadt

02.04.2012
Mit dem Ziel, den nachhaltigen Umbau der Städte von morgen mitzugestalten und zu unterstützen, präsentiert das Fraunhofer IAO gemeinsam mit sechs weiteren Fraunhofer-Instituten auf der Hannover Messe Industrie (HMI) von 23. bis 27. April in Halle 26, Stand C 08 neue Technologien und Lösungen in den Bereichen »Metropolitan Solutions« und »Industrial Green«.

Die weltweit fortschreitende Urbanisierung hat zur Folge, dass schon heute mehr als die Hälfte aller Menschen in Städten leben; bis 2030 werden es bereits 60 Prozent sein. Gleichzeitig müssen Städte verstärkt mit globalen Megatrends wie Klimawandel, Ressourcenknappheit, demographischem Wandel, aber auch mit steigendem Wohlstand umgehen lernen.

Städte stellen daher das wichtigste Feld für innovative Technologien und intelligente Konzepte nachhaltiger Entwicklung dar – und damit einen der größten zukünftigen Märkte überhaupt. Aufgrund ihrer hohen Dynamik und den unterschiedlichen Innovationszyklen interagierender Sektoren stellen Städte Unternehmen, Politik und Forschung aber auch vor große Herausforderungen, wenn es um ihre nachhaltige Gestaltung geht.

Fraunhofer greift diese Herausforderungen in Form verschiedener Forschungsvorhaben und -projekte auf und bündelt diese in der Fraunhofer-Initiative Morgenstadt. Einen umfassenden Einblick, wie und in welchen Bereichen Fraunhofer die Umgestaltung der Städte von morgen unterstützen kann, zeigen die unterschiedlichen Exponate von sieben Fraunhofer-Instituten im Rahmen der Hannover Messe im April auf dem Fraunhofer-Gemeinschaftsstand »Technologien für die Morgenstadt« in Halle 26, Stand C 08. Vorgestellt wird das Fraunhofer-Innovationsnetzwerk Morgenstadt: City Insights sowie Projekte aus den Forschungsfeldern Energie, Mobilität, Planen/Bauen, Sicherheit und Produktion. Ziel des internationalen Innovationsnetzwerks, in dem zahlreiche Fraunhofer-Institute gemeinsam forschen, ist die Analyse heutiger Transformationsprozesse von Städten in den genannten Forschungsfeldern und die Ableitung von Erfolgsfaktoren und Zukunftskonzepten für nachhaltige, lebenswerte und zukunftsfähige Städte der Zukunft.

Der Schwerpunkt des Fraunhofer IAO auf dem Messestand liegt dabei in den Bereichen »Planen und Bauen« sowie Mobilität: Das 3D-Planungstool »Virtual Cityscapes« zeigt die Möglichkeiten der immersiven und interaktiven Planung in den Maßstäben »Stadtplanung«, »Gebäudeplanung« und »Verkehrsplanung« in den Städten von morgen auf. Der Städteplaner bewegt sich computergestützt virtuell durch eine dreidimensionale Ansicht der Stadt, er »läuft« also durch die Straßen. Die entsprechenden Werte aus der Simulation »schweben« an den zugehörigen Positionen in der 3D-Karte – bei Lärmdaten könnten sie etwa durch rote, gelbe oder grüne Kästen dargestellt sein. Probleme wie Regionen mit zu hoher Lärmbelastung lassen sich somit schnell eingrenzen. Entwickelt wurde die 3D-Karte von Forschern an den Fraunhofer-Instituten für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO und für Bauphysik IBP. »Für die Simulationen haben wir Standardprogramme verwendet, die sich an EU-Richtlinien zum Lärmschutz orientieren«, sagt Roland Blach, Abteilungsleiter am IAO. »Die Herausforderung lag vor allem darin, unterschiedliche Simulationsergebnisse nutzerfreundlich darzustellen.« Weitere Anwendungsszenarien liegen dabei auch im Baubereich: Der FUCON-Planungsdemonstrator zeigt auf, wie in Zukunft Gebäude und Stadtstrukturen mittels parametrischer Planungsprozesse in der Morgenstadt virtuell geplant werden können.

Mit einem weiteren Exponat, einer Ladesäule für urbane Elektromobilität, veranschaulicht das Fraunhofer IAO seine Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Wandel hin zur Elektromobilität. Die Ladesäule stellt das Siegerkonzeptals realisierter Prototyp eines deutschlandweiten Wettbewerbs für Designhochschulen, den das Fraunhofer IAO gemeinsam mit dem Projektpartner Langmatz initiiert und durch Begleitforschung unterstützt hat. Im Mittelpunkt standen hier Fragen der elektromobilen Stadtgestaltung z.B. in Bezug auf Infrastruktur, kommunale Fahrzeugflotten, Nutzeranforderungen und -akzeptanz sowie Rahmenbedingungen für stadtintegrierte Ladeinfrastrukturen der Zukunft.

In Halle 2, Stand D22 präsentiert das Fraunhofer IAO darüber hinaus im Fraunhofer-Haus der Nachhaltigkeit wichtige Forschungsergebnisse aus der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Europäischen Sozialfonds für Deutschland (ESF) geförderten Strategischen Partnerschaft »Fit für Innovation«. Die Partnerschaft erarbeitet in sechs Arbeitskreisen transferierbare Lösungsansätze, um die Innovationsfähigkeit von Unternehmen zu stärken. Im Fokus der HMI stehen die Themen:

- Nachhaltige betriebliche Innovationsfähigkeit
- Zukunftsfähige Personal- und Organisationsentwicklung
- Gesundheit und Unternehmenskultur als Treiber für Innovationen
- Interaktive Best Practice Vermittlung
Nähere Informationen zu den Exponaten und Forschungsaktivitäten des Fraunhofer IAO sowie der anderen Fraunhofer-Institute sind über die angegebenen Internetseiten zu finden.
Ansprechpartner:
Fraunhofer IAO, Steffen Braun
Telefon +49 711 970-2022
steffen.braun@iao.fraunhofer.de

Claudia Garád | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.iao.fraunhofer.de
http://www.fitfuerinnovation.de/

Weitere Berichte zu: 3D-Karte Elektromobilität Exponat HMI Ladesäule Mobilität Morgenstadt Simulation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Prüfvorgänge servicefreundlich gestalten
20.04.2016 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

nachricht Modulare Steckverbinder in Snap-in-Rahmen
20.04.2016 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie