Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Stahl: Mit Materialeffizienz zu mehr Nachhaltigkeit

20.04.2012
Nicht nur das Gewicht zählt beim Leichtbau / Elektromobilität für viele Branchen von Bedeutung

Die Entwicklung und der Einsatz umweltgerechter Produkte und grüner Technologien stehen im Mittelpunkt der diesjährigen HANNOVER MESSE vom 23. bis 27. April. Das Leitthema der Veranstaltung 2012 heißt deshalb auch "greentelligence". Ein Technologieverfahren, das in diesen Zusammenhang gehört und auf der Industrial Supply eine große Rolle spielt, ist der Leichtbau. Dass aber nicht nur das tatsächliche Gewicht eines Werkstoffs über die Umweltfreundlichkeit ganzer Bauteile oder sogar Endprodukte entscheidet, zeigt das Beispiel Stahl auf der Industrial Supply, die internationale Leitmesse für industrielle Zulieferlösungen und Leichtbau.

Im Bereich der Automobilproduktion sind sowohl Hersteller als auch Zulieferer gefordert, mit ihren Innovationen die CO2-Emissionen von Kraftfahrzeugen weiter zu reduzieren. Eine technische Maßnahme ist hier der Leichtbau, der seit vielen Jahren einen Schwerpunkt auf der Industrial Supply bildet. Auch in diesem Jahr stellen Leichtbautechnologien und -verfahren sowohl im Themenpark Massivumformung als auch im Themenpark Gegossene Technik einen Mehrwert für Besucher dar. Hinzu kommen der Themenpark Leichtbau sowie das Werkstoff-Forum Intelligenter Leichtbau mit der Solutions Area. Dort wird anhand von Live-Demonstrationen und mit Anwendungs-Exponaten das Potenzial verschiedener Leichtbaulösungen anschaulich dargestellt.

Stahl als Basis vieler Innovationen in zahlreichen Wertschöpfungsketten Zu den Ausstellern im Themenpark Leichtbau gehört auch das Stahl-Informations-Zentrum, das gemeinsam mit ArcelorMittal, Salzgitter, ThyssenKrupp Steel Europe und Wickeder Westfalenstahl das Leichtbaupotenzial und die Wirtschaftlichkeit des Werkstoffs Stahl verdeutlicht. "Mit Stahl lassen sich leichte, sichere und kostengünstige Autos herstellen", sagt Dr. Reinhard Winkelgrund, Geschäftsführer des Stahl-Informations-Zentrums. "Basis für viele Innovationen in zahlreichen Wertschöpfungsketten ist Stahl, weil der Werkstoff eine große Bandbreite an Möglichkeiten zur Realisierung neuer Ideen bietet, die sich langlebig, wirtschaftlich und nachhaltig umsetzen lassen."

Dass Stahl im Bereich Leichtbau richtig aufgehoben ist, kann zunächst verwundern. Schließlich sind Werkstoffe wie Aluminium, Magnesium oder Faserverbundkunststoffe deutlich leichter. Dennoch: Ein leichterer Werkstoff macht noch nicht unbedingt ein leichteres Bauteil, da etwa die geringere Festigkeit einiger Leichtbauwerkstoffe eine veränderte Konstruktion oder teilweise auch eine Erhöhung von Wanddicken erfordert.

Das Stahl-Informations-Zentrum weist außerdem darauf hin, dass - wenn es um Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit geht - zur Ökobilanz eines Fahrzeugs auch gehört, die Werkstofferzeugung, den Herstellungsprozess sowie später das Recycling mit einzubeziehen.

Beispielweise benötigt ein Karosserieblech aus Aluminium im Vergleich zu einem entsprechenden Blech aus hochfestem Stahl die vierfache Menge an Energie in der Herstellung. Auch beim Recycling sei Stahl im Vorteil, weil der Stoffkreislauf des Stahls zum einen vollständig geschlossen sei, zum anderen Stahl beliebig oft ohne Qualitätsverlust recycelt werden könne.

Bei den auf der Industrial Supply gezeigten Stahl-Leichtbaulösungen geht es nicht allein um das Einsparen von Gewicht. Neben den zu erfüllenden Bauteileigenschaften wie Beulfestigkeit, Crashsicherheit und Steifigkeit zeichnen sich die Lösungen auch durch eine hohe Material- und Energieeffizienz aus.

Elektromobilität auf der HANNOVER MESSE

Gewichtsreduktion ist aber ohnehin nur eine von vielen Möglichkeiten, um die CO2-Emissionen eines Fahrzeugs zu verringern. Eine bedeutende Chance besteht in alternativen Antriebskonzepten wie etwa der Elektromobilität. Auch hier spielt Stahl als Werkstoff eine Rolle: "Es gilt, neue Antriebskonzepte in leichte Fahrzeugstrukturen zu integrieren, die für die Konsumenten erschwinglich sind", sagt Winkelgrund. "Solche Konstruktionen sind bereits heute mit modernen Stählen in Großserie umsetzbar."

Elektromobile Lösungen bilden einen großen Themenblock auf der HANNOVER MESSE. Sie sind in verschiedenen Branchen und damit auch in den unterschiedlichen Teilbereichen der HANNOVER MESSE präsent. Dies gilt bei der Elektromobilität für die Industrial Supply, die Industrial Automation, die CoilTechnica, die Plattform Metropolitan Solutions sowie nicht zuletzt für die Energy. Das Zentrum dieses Themas auf der HANNOVER MESSE ist seit drei Jahren jedoch die internationale Leitmesse MobiliTec mit ihren Lösungen und Technologien rund um Elektromobilität.

Über die HANNOVER MESSE

Das weltweit bedeutendste Technologieereignis wird vom 23. bis 27.
April 2012 in Hannover ausgerichtet. Die HANNOVER MESSE 2012 vereint acht Leitmessen an einem Ort: Industrial Automation, Energy, MobiliTec, Digital Factory, Industrial Supply, CoilTechnica, IndustrialGreenTec und Research & Technology. Die zentralen Themen der HANNOVER MESSE 2012 sind Industrieautomation und IT, Energie- und Umwelttechnologien, Industrielle Zulieferung, Produktionstechnologien und Dienstleistungen sowie Forschung und Entwicklung. China ist das Partnerland der HANNOVER MESSE 2012.
Pressekontakt:
Ansprechpartnerin für die Redaktion:
Silke Tatge
Tel.: +49 511 89-31614
E-Mail: silke.tatge@messe.de

Silke Tatge | Deutsche Messe Hannover
Weitere Informationen:
http://www.hannovermesse.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Rittal mit neuer Push-in-Leiteranschlussklemme - Kontakte im Handumdrehen
26.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Neuer Blue e+ Chiller von Rittal - Exakt regeln und effizient kühlen
25.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bakterien als Schrittmacher des Darms

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Ozeanversauerung schädigt Miesmuscheln im Frühstadium

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die gefrorenen Küsten der Arktis: Ein Lebensraum schmilzt davon

22.11.2017 | Geowissenschaften