Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Speicherlösungen für grünen Strom

03.03.2015

HANNOVER MESSE zeigt effiziente Vernetzung von Strom, Wärme, Mobilität, Netzen und Speichern

"Wir setzen künftig auf die Erzeugung von Wasserstoff", sagt Bernd Bartels von Beba H2 Speichersysteme GmbH aus Hemmingstedt, die PEM-Elektrolyseure mit einer Leistung von zwei Megawatt installiert.

"Mit dem stets zunehmenden Anteil von erneuerbaren Energien brauchen wir mehr und mehr die Umwandlung des grünen Stroms in Wasserstoff, der entweder in der Industrie oder in der Mobilität verwertet wird", betrachtet Bartels die Wasserstoffwirtschaft als einen wichtigen Baustein beim Umbau der Energiewirtschaft.

Das mittelständische Unternehmen ist einer von über 150 nationalen und internationalen Ausstellern, die auf der diesjährigen HANNOVER MESSE im Bereich Hydrogen + Fuel Cells + Batteries in Halle 27 ihre Dienstleistungen und innovativen Produkte präsentieren.

Dabei befinden sich die Schleswig-Holsteiner auf Europas größter Messeplattform rund um das Thema Energiespeicher & Wasserstoff in guter Gesellschaft und direkter Nähe zur MobiliTec, die Leitmesse für Elektromobilität.

In der Halle 27 ist das "Who is who?" der Branche anzutreffen. Die Liste der ausstellenden Unternehmen reicht von Global Playern wie AIR Liquide und The Linde Group über die französischen Unternehmen Saft S.A. und Forsee Power, Nilar Battery aus Schweden, DTU aus Dänemark und Greenlight Innovation aus Kanada bis hin zur ads-tec GmbH aus Baden-Württemberg, die für den Gewerbe- und Privatbereich Speichermodule mit einer Kapazität von 100 Kilowattstunden offerieren.

Während Batteriehersteller wie die Saft S.A., die mit mehr als 4 000 Mitarbeitern weltweit in der elektrochemischen Energiespeicherung aktiv ist, ihre Lithium-Ionen-Technologie für die großtechnische Anwendung mit erneuerbaren Energien bereitstellt, kümmert sich ein Unternehmen wie Forsee Power um maßgeschneiderte Speicherkonzepte, bei denen Batterie, Umrichter und das komplette Energiemanagement auf die spezifischen Anforderungen der jeweiligen Kunden abgestimmt werden.

Unterdessen bietet die Gildemeister energy solutions zur Einsparung, Erzeugung und Speicherung von Energie ihren Auftraggebern aus der Industrie und Energiewirtschaft ganzheitliche Lösungen an.
Gildemeister energy solutions setzt dabei auf die eigens entwickelte Vanadium-Redox-Flow-Batterie, so will man das Modell CellCube FB 30-130 in Hannover präsentieren.

"Vanadium hat den Vorteil, dass es beim Laden und Entladen nicht an Kapazität verliert und so der Energieträger praktisch unbegrenzt haltbar ist", hebt Lars Möllenhoff, Geschäftsführer der Speichersparte, hervor. Er geht davon aus, dass bei anhaltendem Ausbau der erneuerbaren Energien die Nachfrage nach dieser Batterietechnologie weiter steigen werde.

Gildemeister energy solutions ist erstmals als Aussteller auf der HANNOVER MESSE präsent.

Die Stimmung ist in der Speicherbranche derzeit rundherum gut. Das gilt auch für die Akteure, die sich mit dem Thema Wasserstoff beschäftigen. "In der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologie tut sich momentan richtig viel. Die Markteinführung des Toyota Mirai und ähnliche Pläne anderer Autohersteller haben das Thema Wasserstoffmobilität auf die Titelseiten gebracht. Linde treibt mit seiner Serienfertigung von Wasserstofftankstellen den Aufbau der dazugehörigen Infrastruktur voran", unterstreicht Markus Bachmeier, Leiter Hydrogen Solutions bei Linde. "Wir werden vorne mit dabei sein, wenn sich die Anzahl an Fahrzeugen und Tankstellen in Europa, den USA und Japan in den kommenden Jahren deutlich erhöht."

Wobei Wasserstoff weit mehr als nur Autos antreiben kann. Das Energiespeicherprojekt "Energiepark Mainz", an dem sich Linde zusammen mit den Stadtwerken Mainz, Siemens und der Hochschule RheinMain beteiligt, zeigt dies exemplarisch. In dem im Mai 2014 gestarteten Pilotvorhaben werden mit einer gemeinsam entwickelten Anlage künftig größere Mengen Wasserstoff durch Strom aus in der Region erzeugten erneuerbaren Energien (Wind, Solar) hergestellt.

Anschließend wird der Wasserstoff vor Ort gelagert, in Tankwagen gefüllt oder zur späteren Strom- oder Wärmeerzeugung direkt ins Erdgasnetz eingespeist. Wenngleich im Fall "Energiepark Mainz" die weitere Umformung des Wasserstoffs mit Kohlendioxid zu Methan nicht angewandt wird, ist dies, falls größere Mengen ins Gasnetz eingespeist werden sollen, ebenfalls eine durchaus denkbare Speichervariante. Darüber hinaus könnte das erzeugte Methan alternativ auch als Kraftstoff für gasbetriebene Autos verwendet werden.

Welche Speichertechnologie am Ende die Nase vorne haben wird, hängt letztlich sehr von den Kostenreduktionspotenzialen ab.

Wahrscheinlich wird es mittelfristig eine Vielfalt von Lösungen geben, je nach Standort und Art des Einsatzes. Sicher ist dagegen schon heute, dass die gegenwärtige Energiewirtschaft im Zuge der Energiewende einen tiefgreifenden Wandel meistern muss: Der nicht nur in Deutschland eingeläutete Ausstieg aus der fossilen Energiewirtschaftsära läßt die smarte Integration und zugleich effiziente Vernetzung von Strom, Wärme, Mobilität, Netze und Speicher dringend erforderlich werden.

HANNOVER MESSE - Get new technology first!

Die weltweit wichtigste Industriemesse wird vom 13. bis 17. April 2015 in Hannover ausgerichtet. Die HANNOVER MESSE 2015 vereint zehn Leitmessen an einem Ort: Industrial Automation, Motion, Drive & Automation (MDA), Energy, Wind, MobiliTec, Digital Factory, ComVac, Industrial Supply, SurfaceTechnology und Research & Technology. Die fünf zentralen Themen der HANNOVER MESSE 2015 sind Industrieautomation und IT, Antriebs- und Fluidtechnik, Energie- und Umwelttechnologien, Industrielle Zulieferung, Produktionstechnologien und Dienstleistungen sowie Forschung und Entwicklung. Indien ist das Partnerland der HANNOVER MESSE 2015.

Deutsche Messe AG

Die Deutsche Messe AG ist mit einem Umsatzvolumen von 312 Millionen Euro im Jahr 2013 eine der zehn größten Messegesellschaften weltweit und betreibt das größte Messegelände der Welt. Sie entwickelte, plante und realisierte im Jahr 2013 insgesamt 119 Messen und Kongresse im In- und Ausland mit 41 000 Ausstellern und vier Millionen Besuchern. Zu ihrem Eventportfolio gehören internationale Leitmessen wie die CeBIT (Informations- und Kommunikationstechnologien), die HANNOVER MESSE (industrielle Technologien), die BIOTECHNICA (Biotechnologie), die CeMAT (Intralogistik), die didacta (Bildung), die DOMOTEX (Bodenbeläge), die INTERSCHUTZ (Brandschutz und Rettung) und die LIGNA (Holz- und Forstwirtschaft). Mit mehr als 1 000 Beschäftigten und 66 Repräsentanzen, Tochtergesellschaften und Niederlassungen ist sie in mehr als 100 Ländern präsent.

Ansprechpartnerin für die Redaktion:

Brigitte Mahnken
Tel.: +49 511 89-31024
E-Mail: brigitte.mahnken@messe.de

Brigitte Mahnken | Deutsche Messe AG Hannover
Weitere Informationen:
http://www.hannovermesse.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Prüfvorgänge servicefreundlich gestalten
20.04.2016 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

nachricht Modulare Steckverbinder in Snap-in-Rahmen
20.04.2016 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise