Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siemens zeigt Stromversorgungslösungen für Megacities auf der Hannover Messe

22.02.2011
Siemens Energy präsentiert vom 4. bis 8. April im Rahmen des Ausstellungsschwerpunktes „Metropolitan Solutions“ in der Halle 8 der Hannover Messe vier ausgewählte Projekte mit energieeffizienten und umweltfreundlichen Stromversorgungslösungen für Megacities.

Siemens zeigt, wie sich Hunderttausende von Haushalten im Großraum London über einen Offshore-Windpark in der Themsemündung nachhaltig mit Strom versorgen lassen, und informiert über eine umfassende Smart-Grid-Lösung bei einem texanischen Energieversorger.

Ein weiteres Beispiel ist ein Heizkraftwerk mit höchster Brennstoffausbeute, das Moskaus neues internationales Geschäftszentrum, Moscow City, umweltverträglich mit Strom und Wärme versorgt. Zudem präsentiert Siemens ein hocheffizientes Gas- und Dampfturbinenkraftwerk für Singapur, das dazu beiträgt, den wachsenden Strombedarf der asiatischen Metropole zu decken.

Der Offshore-Windpark London Array, den Siemens in der Themsemündung, rund 20 Kilometer vor der Küste von Kent und Essex errichtet und an das britische Stromversorgungsnetz anbindet, wird ausreichen, um rund 750.000 britische Haushalte nachhaltig mit umweltfreundlichem Strom zu versorgen. Dies entspricht etwa einem Viertel der Einwohner des Großraums Londons. Pro Jahr können durch den Windpark 1,9 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Siemens liefert für das Offshore-Windkraftwerk 175 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 630 Megawatt (MW). Geplant ist, den Windpark bis auf eine Leistung von 1000 MW auszubauen. Damit wird der Windpark nicht nur der erste der 1-Gigawatt-Klasse sein, sondern zum Zeitpunkt seiner Fertigstellung im nächsten Jahr auch der größte Offshore-Windpark der Welt.

Am Beispiel einer erfolgreich umgesetzten Smart-Grid-Lösung bei einem texanischen Stromversorger zeigt Siemens, wie sich die Zuverlässigkeit von dessen Stromversorgungsnetz und die Kosteneffizienz verbessern lassen. Das Versorgungsgebiet des Stromversorgers mit 3,1 Millionen Haushalten und Unternehmen schließt mit Dallas-Fort Worth die fünftgrößte Stadt in Texas ein. Zusammen mit einem Partner entwickelte und lieferte Siemens ein umfassendes Verteilungsmanagementsystem (Distribution Management System, DMS), das es dem Stromversorger ermöglicht, riesige Mengen an Informationen aus einer Vielzahl von Systemen im Netz zu bearbeiten. Dazu werden die Daten automatisch zusammengeführt, gefiltert und in eine Struktur zur Unterstützung konkreter Maßnahmen überführt, so dass der Netzbetreiber die richtigen Entscheidungen treffen kann, um die Stromversorgung ohne großen Verzug zu optimieren.

Bei einem weiteren Projekt geht es um ein Heizkraftwerk, das Moscow City, das neue internationale Moskauer Geschäftszentrum, mit Energie versorgt. Siemens hat für das Kraftwerk zwei Industriegasturbinen und eine Industriedampfturbine geliefert. Miteinander kombiniert, versorgen die Turbinen Moscow City nicht nur energieeffizient mit Strom, sondern per Kraft-Wärme-Kopplung auch mit Fernwärme. Die Gasturbinen leisten zusammen 121 MW; die Dampfturbine liefert eine Wärmeenergie von 92 Megajoule pro Sekunde. Das Geschäftszentrum in der Stadtmitte Moskaus umfasst Bürohochhäuser, Restaurants, Einkaufszentren, Hotels und Wohnhäuser mit einer Gesamtfläche von mehr als 2,5 Millionen Quadratmetern für rund eine halbe Million Menschen.

Außerdem informiert Siemens in Hannover über ein hocheffizientes Gas- und Dampfturbinenkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung in Singapur. Mit einer hohen Brennstoffnutzung von über 75 Prozent trägt es dazu bei, den wachsenden Strombedarf der asiatischen Metropole umweltfreundlich und wirtschaftlich zu decken. Siemens hat für zwei neue Blöcke dieses Kraftwerks die Gasturbinen, die Dampfturbinen, die Generatoren, die Abhitzekessel sowie die elektrotechnische Ausrüstung und die Leittechnik geliefert. Das Kraftwerk speist seit Oktober 2010 Strom in das öffentliche Netz ein und versorgt gleichzeitig eine angrenzende Raffinerie der Petrochemical Corporation of Singapore mit Prozessdampf.

Nicht zuletzt trug auch das GuD-Kraftwerk dazu bei, dass Singapur im Februar zur umweltfreundlichsten Großstadt Asiens gekürt wurde. Das ist das Ergebnis des Asian Green City Index – einer Studie, die Siemens beim unabhängigen Forschungsinstitut Economist Intelligence Unit (EIU) in Auftrag gegeben hatte. Die EIU untersuchte dazu 22 asiatische Metropolen hinsichtlich ihrer Ziele und Leistungen beim Umwelt- und Klimaschutz. Die Megacity Singapur zeichnet sich besonders durch ihre ambitionierten Umweltziele und die effiziente Vorgehensweise aus, diese Ziele zu erreichen.

Siemens ist mit seinem Umweltportfolio der ideale Partner für eine nachhaltige Stadtentwicklung, die Energie- und Ressourceneffizienz in den Mittelpunkt stellt. Der Konzern hat das größte und breiteste Angebot an Technologien für einen umweltfreundlichen Ausbau der Infrastruktur – von effizienter und sauberer Energieversorgung, -übertragung und -nutzung bis hin zu öffentlichen Verkehrsmitteln und Wasseraufbereitungsanlagen. Allein im Geschäftsjahr 2010 erwirtschaftete Siemens mit seinem Umweltportfolio rund 28 Milliarden Euro Umsatz. Kunden haben mit entsprechenden Produkten und Lösungen des Unternehmens im selben Zeitraum 270 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) eingespart, das ist so viel wie Hongkong, London, New York, Tokio, Delhi und Singapur in Summe an CO2 jährlich ausstoßen.

Der Siemens-Sektor Energy ist auf der Hannover Messe außer in der Halle 8 auch in der Halle 27, Stand E56, vertreten.

Der Siemens-Sektor Energy ist der weltweit führende Anbieter des kompletten Spektrums an Produkten, Dienstleistungen und Lösungen für die Energieerzeugung, -übertragung und -verteilung sowie für die Gewinnung, die Umwandlung und den Transport von Öl und Gas. Im Geschäftsjahr 2010 (30. September) erwirtschaftete der Sektor Energy einen Umsatz von rund 25,5 Mrd. EUR und erhielt Aufträge in einem Umfang von über 30,1 Mrd. EUR. Das Ergebnis betrug über 3,3 Mrd. EUR. Im Sektor Energy arbeiteten zum 30. September 2010 über 88.000 Mitarbeiter. Weitere Informationen unter: www.siemens.de/energy

Siemens AG
Corporate Communications and Government Affairs
Wittelsbacherplatz 2, 80333 München
Deutschland
Informationsnummer: E201102044
Media Relations: Dietrich Biester
Telefon: +49 9131 18-4974
E-Mail: dietrich.biester@siemens.com
Siemens AG
Energy Sector – Power Distribution Division
Freyeslebenstr. 1, 91058 Erlangen

Dietrich Biester | Siemens Energy
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/energy

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Prüfvorgänge servicefreundlich gestalten
20.04.2016 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

nachricht Modulare Steckverbinder in Snap-in-Rahmen
20.04.2016 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Das Universum enthält weniger Materie als gedacht

07.12.2016 | Physik Astronomie

Partnerschaft auf Abstand: tiefgekühlte Helium-Moleküle

07.12.2016 | Physik Astronomie

Bakterien aus dem Blut «ziehen»

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie