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Siemens bringt Mittelspannungsschaltanlage speziell für Windturbinen auf den Markt

21.04.2009
Mit immer größer werdenden Windparks und leistungsstärkeren Windenergieanlagen wird auch die Betriebsspannung im Netz der Windparks erhöht, um die Stromübertragungsverluste möglichst gering zu halten.

Für diese Anforderung hat Siemens Energy die neue gasisolierte Mittelspannungsschaltanlage NX Plus C Wind entwickelt. Anders als die gasisolierte 24-kV-Schaltanlage, die Siemens bisher für Windenergieanlagen einsetzte, arbeitet die NX Plus C Wind mit einer Spannung von 36 Kilovolt (kV). Darüber hinaus ist sie kompakter gebaut als die bisherigen 36-kV-Schaltanlagen von Siemens und lässt sich platzsparend im Turm einer Windenergieanlage unterbringen.

Siemens hat seine neue Mittelspannungsschaltanlage NX Plus C Wind vor allem für den Einsatz in Windenergieanlagen entwickelt. Sie wird in der Regel in den Fuß des Turms der Windenergieanlage eingebaut und muss also durch die Tür passen. Da im Turm nur ein begrenzter Raum zur Verfügung steht, ist die 36-kV-Schaltanlage sehr kompakt konstruiert worden: Im Vergleich zu einer herkömmlichen 24-kV-Schaltanlage hat die neue Anlage mit 1000 mm eine 250 mm geringere Einbautiefe. Darüber hinaus wurden an die Zuverlässigkeit der Schaltanlage hohe Anforderungen gestellt. Denn aufgrund widriger Witterungsbedingungen sind die Schaltanlagen in den Türmen der Windenergieanlagen oft tage- oder wochenlang nicht zugänglich.

Die Windenergieanlage mit ihrem Generator liefert in den meisten Fällen elektrische Energie mit einer Spannung von 690 V. Ein nachgeschalteter Umrichter passt die Frequenz an das Windparknetz an und sorgt für eine stabile Spannung. Diese spannt ein Transformator auf 30 kV oder 33 kV hoch, um die Übertragungsverluste gering zu halten. Über das Leistungsschalterfeld der Schaltanlage wird die Windenergieanlage schließlich mit dem Netz des Windparks verbunden.

Bei der Entwicklung der Mittelspannungsschaltanlage NX Plus C Wind konnte Siemens auf eine große Erfahrung aus bereits realisierten Windparkprojekten zurückgreifen. Gefertigt wird die Anlage im Siemens-Schaltanlagenwerk Frankfurt-Fechenheim. Das Unternehmen setzt seine gasisolierten Mittelspannungsschaltanlagen seit vielen Jahren erfolgreich in Windparks ein. Dazu wurden in Zusammenarbeit mit Windturbinenherstellern und Planern von Windparks immer wieder maßgeschneiderte Schaltanlagen konzipiert. In den vergangenen Jahren hat Siemens bereits mehr als 5000 Mittelspannungsschaltanlagen für Windparkanwendungen geliefert – nicht nur für zahlreiche Onshore-Projekte, sondern auch für die ersten größeren Offshore-Windparks in Dänemark wie Middelgrunden, Horns Rev und Rødsand. Mittelspannungsschaltanlagen für Windturbinen sind Teil des Siemens-Umweltportfolios, mit dem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2008 einen Umsatz von knapp 19 Mrd. EUR erwirtschaftete. Das entspricht rund einem Viertel des gesamten Siemens-Umsatzes.

Der Siemens-Sektor Energy ist der weltweit führende Anbieter des kompletten Spektrums an Produkten, Dienstleistun¬gen und Lösungen für die Energieerzeugung, -übertragung und -verteilung sowie für die Gewinnung, die Umwandlung und den Transport von Öl und Gas. Im Geschäftsjahr 2008 (30. September) erwirtschaftete der Sektor Energy einen Umsatz von rund 22,6 Mrd. EUR und erhielt Aufträge in einem Umfang von rund 33,4 Mrd. EUR. Das Ergebnis betrug 1,4 Mrd. EUR. Im Sektor Energy arbeiteten zum 30. September 2008 rund 83.500 Mitarbeiter.

Siemens AG
Presseabteilung Energy
Dietrich Biester
Tel. +49 9131/7-33559
mailto:dietrich.biester@siemens.com
Informationsnummer: EPD 200904.037 d

Dietrich Biester | Siemens Energy
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/energy

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