Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Selbstkonfigurierende Netzwerke für die Zukunft der industriellen Kommunikation

16.03.2015

Siemens auf der Hannover Messe 2015, Halle 9, Stand D35

  • Innovationsprojekt optimiert Aufbau, Test und Erweiterung von Maschinen- und Anlagennetzwerken
  • Geräte weisen sich selbstständig Netzwerkadressen zu
  • Flexible Netzwerkanpassung über alle Phasen des Anlagenlebenszyklus
  • Vereinfachung von typischen Anwendungen wie Baugruppentausch oder Integration von Serienmaschinen
  • Remote Services werden einfacher und sicherer


Siemens präsentiert mit "Effortless Communciation" auf der Hannover Messe 2015 ein frühes Innovationsprojekt: Ziel ist es, den Aufbau, Test und die Erweiterung von Maschinen- und Anlagennetzwerken zu vereinfachen. Hierzu wird die Vergabe von Adressen aus dem Engineering in die Automatisierungsgeräte verlagert. Dadurch können sich Geräte selbst eindeutige Adressen automatisch zuweisen ohne dass eine zentrale Instanz wie ein Adress-Server erforderlich ist. Darüber hinaus vereinfacht das System den Einsatz von Fernwartungsservices (Remote Service) und erhöht deren Sicherheit. Die Ergebnisse des Projekts könnten beim Aufbau und Betrieb von zukünftigen Produktionsnetzwerken eingesetzt werden.


Kennzeichnend für Automatisierungsnetzwerke ist die, im Vergleich zu Büroanwendungen, hohe Anzahl von Servern. So stellt beispielsweise bereits jede vernetzte E/A-Baugruppe einen eigener Server dar, der sowohl Prozessdaten liefert und annimmt als auch permanent Diagnoseinformationen bereitstellt. Hier setzt das Projekt "Effortless Communication" an: Anwender können damit für Netzteilnehmer wie Steuerungen und IO-Geräte technologische Gerätenamen verwenden – anstelle schwer zu merkender Netzwerkadressen und -routen. Die Adressvergabe erfolgt automatisch und dezentral durch die Automatisierungsgeräte selbst. Die Fähigkeit zur automatischen Selbstkonfiguration der Netzwerkeinstellungen ermöglicht es Anwendern, im Sinne von "plug & produce" jederzeit Geräte auszutauschen oder zu ergänzen – und das ohne Vor-Ort-Engineering und Netzwerk-Fachkenntnisse. Selbst ganze Anlagenteile lassen sich flexibel in eine Fertigungslandschaft einbetten. So ist während der Inbetriebsetzung und Abnahme neuer Anlagenteile ein Inselbetrieb ohne zusätzliche Netzwerk-Infrastruktur möglich. Das Runtime-System der Geräte ermöglicht dann einen automatischen Umzug des Inselnetzes in das Fabriknetzwerk.

Entscheidende Vorteile ergeben sich auch für Anlagenbetreiber oder Systemintegratoren: Durch die automatische Adressvergabe können sie sogenannte Serienmaschinen beliebig oft in Netzwerke integrieren, ohne die Netzwerkeinstellung für jede ausgelieferte Serienmaschine einzeln einstellen zu müssen. Die Automatik sorgt dabei für einen sicheren Parallelbetrieb der Serienmaschinen, indem sie doppelte Adressen zuverlässig vermeidet.

Die automatische fehlerfreie Vergabe von Netzwerkadressen vereinfacht auch den Einsatz von Fernwartungsservices und erhöht deren Sicherheit: So unterstützt die Systematik der Adressvergabe das automatisierte Einstellen von Sicherheitseinrichtungen wie Remote-Service-Zugängen oder Firewalls. Die Firewall-Regeln lassen sich dabei übersichtlich, systematisch und möglichst restriktiv auslegen.


Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein führender internationaler Technologiekonzern, der seit mehr als 165 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität steht. Das Unternehmen ist in mehr als 200 Ländern aktiv, und zwar schwerpunktmäßig auf den Gebieten Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung. Siemens ist weltweit einer der größten Hersteller energieeffizienter ressourcenschonender Technologien. Das Unternehmen ist Nummer eins im Offshore-Windanlagenbau, einer der führenden Anbieter von Gas- und Dampfturbinen für die Energieerzeugung sowie von Energieübertragungslösungen, Pionier bei Infrastrukturlösungen sowie bei Automatisierungs-, Antriebs- und Softwarelösungen für die Industrie. Darüber hinaus ist das Unternehmen ein führender Anbieter bildgebender medizinischer Geräte wie Computertomographen und Magnetresonanztomographen sowie in der Labordiagnostik und klinischer IT. Im Geschäftsjahr 2014, das am 30. September 2014 endete, erzielte Siemens einen Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten von 71,9 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 5,5 Milliarden Euro. Ende September 2014 hatte das Unternehmen weltweit rund 357.000 Beschäftigte.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.siemens.com

Reference Number: PR2015020126PDDE


Ansprechpartner


Herr Dr. David Petry
Division Process Industries and Drives
Siemens AG

Schuhstr. 60

91052 Erlangen

Tel: +49 (9131) 7-26616

david.petry​@siemens.com

Dr. David Petry | Siemens Process Industries and Drives

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Rittal mit neuer Push-in-Leiteranschlussklemme - Kontakte im Handumdrehen
26.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Neuer Blue e+ Chiller von Rittal - Exakt regeln und effizient kühlen
25.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Future Security Conference 2017 in Nürnberg - Call for Papers bis 31. Juli

26.06.2017 | Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einblick ins geschlossene Enzym

26.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Laser – World of Photonics: Offene und flexible Montageplattform für optische Systeme

26.06.2017 | Messenachrichten

Biophotonische Innovationen auf der LASER World of PHOTONICS 2017

26.06.2017 | Messenachrichten