Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schleudertrauma für Seepocken - Neue Bewuchsschutzoberflächen im Dauertest auf der Hannover Messe

25.04.2012
Auf der diesjährigen Hannover Messe präsentiert das Bionik-Innovations-Centrum B-I-C der Hochschule Bremen u. a. eine innovative Testapparatur. Die Antifouling-Eigenschaften neuartiger Oberflächen lassen sich so im Dauereinsatz prüfen.

Noch bis zum Freitag, dem 27. April 2012, ist das Modell eines Dauerteststandes für Antifoulingbeschichtungen auf dem Themenstand Bionik in Aktion. Der Teststand simuliert die Strömungsbedingungen an der Oberfläche eines fahrenden Schiffes. Computergesteuert drehen sich Testrahmen mit neuartigen Oberflächenbeschichtungen, die auf einen Zylinder gespannt sind.

Damit werden Geschwindigkeiten bis zu 22 Knoten/h (ca. 40 km/h) erreicht, was der mittleren Reisegeschwindigkeit eines Frachters entspricht. Bis zu 36 unterschiedliche Proben können so über Wochen unter definierten Bedingungen geprüft werden.

„Diese Anlage erleichtert uns die Arbeit immens“, erläutert Prof. Dr. Antonia B. Kesel, Leiterin des Bionik-Innovations-Centrum B-I-C der Hochschule Bremen. „Innerhalb des Forschungsprojekts wurde in den vergangenen beiden Jahren eine Vielzahl an bioinspirierten Oberflächen entwickelt, die gute Aussichten auf eine Antifoulingwirkung zeigen. Stellen Sie sich vor, wir müssten immer ein Schiff losschicken, wenn wir einige Testproben haben! Mit dem Teststand können wir quasi in Echtzeit, unter Normbedingungen, beobachten, ob eine Beschichtung etwas taugt oder nicht, beziehungsweise wir sehen, wo es noch hakt.“

Angestrebt ist die Entwicklung einer umweltverträglichen innovativen Oberfläche mit effektiver Antifoulingwirkung, also ein Bewuchsschutz, z. B. gegen Seepocken bei Schiffsrümpfen, die in der Schifffahrt seit jeher für Probleme sorgen. Konventionelle Antifoulingfarben oder -beschichtungen enthalten Gifte, die sich im Meerwasser anreichern können.

Zur Realisierung des anspruchsvollen Forschungsvorhabens ist ein enger interdisziplinärer Zusammenschluss von Projektpartnern aus Wissenschaft und Industrie erforderlich, um biologisches, biochemisches, materialkundliches sowie fertigungsprozessorientiertes Know-How zu bündeln. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Forschung BMBF im Rahmen der BIONA-Maßnahme gefördert.

Bei seinem Besuch am Montag auf dem Bionik-Messestand zeigte sich Martin Günther, Bremer Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, beeindruckt von den nachhaltigen Ideen für die maritime Wirtschaft, die an der Hochschule entwickelt werden und über den Bionik-Studiengang der Hochschule Bremen direkten Eingang in die Bildung finden.

Hinweise für Redaktionen:
Unter: https://dataexchange.hs-bremen.de/exchange?g=d684pc ist bis zum 22. Mai 2012 ein Foto zum Herunterladen hinterlegt, das im Zusammenhang mit der Berichterstattung in den Medien kostenfrei verwendet werden darf.
Vorschlag Bildunterschrift: Prof. Dr. Antonia B. Kesel (Hochschule Bremen) demonstriert dem Bremer Wirtschaftssenator Martin Günther das Modell des Antifouling-Teststands.

Weitere Informationen:
Bionik-Innovations-Centrum B-I-C
Prof. Dr. Antonia B. Kesel
Hochschule Bremen
Fachrichtung Bionik
Neustadtswall 30
Tel.: 0421-5905-2525
E-Mail: B-I-C@hs-bremen.de
http://www.bionik-bremen.de

BIONA - Bionische Innovationen für nachhaltige Produkte und Technologien:
http://www.bionische-innovationen.de

Bionik-Themenstand auf der Hannover Messe, Halle 2 / D14:
http://www.hannovermesse.de/de/ueber-die-messe/programm/leitmessen/research-technology/programm/bionics

Ulrich Berlin | idw
Weitere Informationen:
http://www.bionik-bremen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Rittal mit neuer Push-in-Leiteranschlussklemme - Kontakte im Handumdrehen
26.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Neuer Blue e+ Chiller von Rittal - Exakt regeln und effizient kühlen
25.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften