Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schadhaftes schadlos aufspüren

23.04.2012
(BAM-Pressemitteilung 4/2012)
Auf der Hannover Messe 2012 (Halle 2, Stand A18) präsentiert die BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung ihre neusten physikalischen Verfahren und Sensoren zur zerstörungsfreien Prüfung.

Risse im Stahl und Korrosion in Stahlbeton aufspüren oder gefährliche Substanzen auf Fernabfrage melden: Diese und andere sicherheitstechnisch relevanten Zustände von Materialien, Anlagen oder Systemen ermittelt die BAM mit der zerstörungsfreien Prüfung.

Für die zerstörungsfreie Prüfung, also Prüfung ohne Beeinträchtigung des zu untersuchenden Systems und Probenahme, setzt die BAM konventionelle physikalische Verfahren wie Röntgen und Ultraschall sowie eigens entwickelte Methoden ein. Insbesondere die hohen Qualitätsanforderungen beim Einsatz neuer Werkstoffe in Leichtbau, Luftfahrt, Energietechnik und Elektronik stellen enorme Ansprüche an die Messtechnik.
Rund 180 Wissenschaftler und Ingenieure der BAM forschen – oft gemeinsam mit Herstellern und Anwendern – auf dem Gebiet der zerstörungsfreien Prüfung für die Sicherheit in Technik und Chemie.

So wird BetoScan auf dem Messestand vorgestellt – eine selbstfahrende und selbstnavigierende Roboterplattform für Sensoren und Messgeräte. Damit lässt sich der Zustand von horizontalen Betonflächen in Parkhäusern, Tiefgaragen, Brücken oder Industriegebäuden genau, schnell und kostengünstig erfassen. BetoScan kann Sensoren tragen für Messungen mit Ultraschall, Radar sowie zur Messungen des Potentialfelds, der Feuchte, der Betondeckung und des Klimas. Dieses Prüf- und Bewertungssystem ist in der Lage, mehrere hundert Quadratmeter Stahlbeton pro Tag in hoher Flächenmessdichte zu untersuchen.

Mit TomoCAR zeigt die BAM ein weiteres zerstörungsfrei arbeitendes Messsystem, mit dem große Bauteile aus faserverstärktem Kunststoff auf Materialfehler untersucht werden können. Besonders für im Mehrschicht-Aufbau gefertigte Bauteile, wie sie im Flugzeugbau Anwendung finden, sind diese computergestützten Röntgenmessungen geeignet. Die elektronische Auswertung der Messdaten ersetzt dabei den bislang üblichen Röntgenfilm. TomoCAR ermöglicht eine sehr gute Bildgebung und lässt sich zudem auch mobil einsetzen.

Und mit SIGRID (Sicherung von Gefahrguttransporten durch RFID-Tags mit Sensorfunktionalität und integrierter Datenbank-GEFAHRGUT Information) stellt die BAM eine Messtechnik zur kontaktlosen Identifikation von gefährlichen Stoffen mit Hilfe elektromagnetischer Wellen vor. An Gefahrgutbehälter angebrachte RFIDs, die mit Sensoren bestückt sind, gestatten eine ganzheitliche Transportüberwachung. Sie können Temperaturveränderungen, Schwankungen der Feuchtigkeit oder des Drucks registrieren. SIGRIDs Messtechnik erkennt aber auch mittels Kippsensoren unzulässige Lageveränderungen der Fracht. Sollte es zu Beschädigungen an den Behältern kommen, melden sie die Konzentrationen unterschiedlicher Gase und gegebenenfalls den Austritt ionisierender Strahlung.

Darüber hinaus präsentiert die BAM ihren Technologietransfer in Ausgründungen. Die Themen dreier junger Unternehmen, die aus der BAM hervorgegangen sind, werden auf dem Stand vorgestellt.
Kontakt: Dr. Ulrike Rockland
Pressesprecherin
Telefon: +49 30 8104-1003
E-Mail: presse@bam.de

Dr. Ulrike Rockland | idw
Weitere Informationen:
http://www.bam.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Praxisnah: Rittal zeigt umfassende Lösungskompetenz für Industrie und IT
24.03.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Key Enabling Technologies auf der HANNOVER MESSE 2017
08.03.2017 | IVAM Fachverband für Mikrotechnik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise