Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

SafeAssistance auf Hannover Messe

13.04.2015

Das Augsburger Institut für Software & Systems Engineering (ISSE) präsentiert eine intelligente Hinderniserkennung für eine sichere Mensch-Roboter-Interaktion.

Das Institut für Software & Systems Engineering (ISSE) der Universität Augsburg präsentiert auf der Hannover Messe am Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) Ergebnisse aus dem Projekt SafeAssistance.


Mit "SafeAssistance" erkennt der Roboter zuverlässig Menschen in seiner Umgebung, um durch kontextabhängige Reaktionen die Mensch-Roboter-Interaktion sicher zu machen.

© Universität Augsburg - ISSE

Projektziel ist ein intelligentes System zur Erkennung von Personen im Arbeitsraum von Industrierobotern. Mittels kapazitiver Sensoren werden - unabhängig von sonstigen Hindernissen und Störeinflüssen - Menschen in der Umgebung des Roboters zuverlässig erkannt, sodass dieser geeignet reagieren kann. Das macht eine sichere Zusammenarbeit von Mensch und Roboter möglich - ohne trennende Schutzwände, wie sie derzeit noch notwendig sind.

Die Bevölkerung in Deutschland wird immer älter. Das führt zu durchschnittlich älter werdenden Arbeitskräften, gleichzeitig mangelt es an neuen Fachkräften in der Industrie. Durch Roboter, die den Menschen bei der Arbeit unterstützen, können ältere Mitarbeiter körperlich entlastet werden und länger ihre gewohnten Tätigkeiten ausführen.

Gleichzeitig kann durch die längere Beschäftigung älterer Mitarbeiter der Mangel an neuen Fachkräften kompensiert werden. Bislang dürfen Industrieroboter in der Regel jedoch nur innerhalb trennender Schutzzäune fern von Menschen betrieben werden.

Am Augsburger Institut für Software & Systems Engineering arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler daran, dass Roboter und Arbeiter sicherer zusammenarbeiten können. Im Projekt SafeAssistance wird ein auf kapazitiven Sensoren basierendes Sicherheitssystem erforscht, das in einer Umgebung mit Störeinflüssen und Hindernissen zuverlässig Menschen im Arbeitsraum erkennen kann.

Durch ein von den Sensoren gebildetes elektrisches Feld, das den Roboter umgibt, können Menschen von ihm gezielt erkannt werden. Zudem werden auch kontextabhängig geeignete Strategien, mit denen der Roboter dann entsprechend reagiert, im Rahmen von SafeAssistance erarbeitet.

Unter Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten wichtig ist, dass herkömmliche Industrieroboter mit SafeAssistance im Sinne einer sichereren Mensch-Roboter-Interaktion, die ohne trennende Schutzeinrichtungen auskommt, nachgerüstet werden können.

Im weiteren Projektverlauf soll das System so konzipiert werden, dass es bestehenden gesetzlichen Rahmenbedingungen genügt und von der Berufsgenossenschaft zugelassen werden kann.

SafeAssistance in Aktion auf der Hannover Messe in Halle 2

SafeAssistance wird vom BMBF im Rahmen der Fördermaßnahme „KMU-innovativ: Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT)“ gefördert. Projektpartner des Augsburger ISSE sind die Firmen MRK Systeme GmbH und SD Hirsch automotive. Zusätzlich unterstützt die Audi AG das Projekt als assoziierter Partner.

Auf der Hannover Messe 2015 wird am Stand des BMBF (Halle 2 B22) anhand eines Exponats gezeigt, wie eine sichere Zusammenarbeit von Mensch und Roboter ohne trennende Schutzeinrichtung möglich ist.

Weitere Informationen:

http://www.isse.de/safeassistance
http://www.bmbf.de/de/26341.php

Klaus P. Prem | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Prüfvorgänge servicefreundlich gestalten
20.04.2016 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

nachricht Modulare Steckverbinder in Snap-in-Rahmen
20.04.2016 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wie der Nordatlantik zum Wärmepirat wurde

23.01.2017 | Geowissenschaften

Immunabwehr ohne Kollateralschaden

23.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

23.01.2017 | Physik Astronomie