Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sächsische Brennstoffzellen- und Energietechnik auf der Hannover Messe 2012

10.04.2012
Sächsische Unternehmen und Forschungseinrichtungen präsentieren auf dem Gemeinschaftsstand der »Brennstoffzellen Initiative Sachsen e.V.« portable und stationäre Brennstoffzellen sowie Gas- und Batterietechnologien von wenigen Watt bis mehreren Kilowatt für Anwendungen in Industrie, Freizeit und Haushalt.

Die sunfire GmbH stellt ein Konzept für die zukünftige effiziente Energieversorgung im geschlossenen Kohlenstoffkreislauf vor. Angestrebt wird die Industrialisierung eines Verfahrens zur klimaneutralen Produktion von synthetischen Brenn- und Kraftstoffen wie z. B. Benzin, Diesel, Kerosin, Methan und Methanol aus Kohlendioxid und Wasser.

Dabei wird unter Einsatz von erneuerbarem Strom in einer Hochtemperatur-Dampfelektrolyse (SOEC) Wasserstoff besonders effizient erzeugt und anschließend mit Kohlendioxid zu Kohlenwasserstoffen umgewandelt. Zur Entwicklung der Hochtemperaturelektrolyse hat SunFire bereits 2011 die staxera GmbH - einen Hersteller von Stacks und Modulen aus Hochtemperaturbrennstoffzellen (SOFC) - akquiriert.

Die bewährten Lösungen zur Strom- und Wärmegewinnung auf Basis der staxera-Brennstoffzellentechnologie können damit auch für die klimaneutrale Verstromung der synthetischen Brenn- und Kraftstoffe verwendet werden.

Die Steckdose zum Mitnehmen präsentiert die eZelleron GmbH. Mit der Gasbatterie go::batt125 wird dem Anwender dieser mobilen Brennstoffzellenapplikation ein kleines und leichtes Akku-Ladegerät mit einer Dauerleistung von 25 W zur Verfügung gestellt , welches sich besonders gut für Handys und Laptops eignet. Betrieben werden die eZelleron-Gasbatterien, die mit unterschiedlicher Dauerleistung angeboten werden, mit handelsüblichem Campinggas. OEM-Lösungen, die auf spezielle Kundenanforderungen adaptiert werden, sind möglich und befinden sich derzeit in der Entwicklung. Zusätzlich zum Vertrieb von Kunden- und OEM-Systemen unterstützt die eZelleron GmbH ihre Partner und Kunden mit der Lieferung von mikrotubularen Einzelzellen und einbaufertigen Stacks, die sich vor allem durch hohe Leistungsdichten und Schnellstartfähigkeit auszeichnen.

Das Fraunhofer IKTS präsentiert seine Kompetenzen entlang der gesamten Prozesskette zur Technologieentwicklung von der Nutzung biogener und fossiler Energieträger bis zur Bereitstellung von Strom und Wärme mit der Brennstoffzelle. Im Einzelnen beinhaltet dies die Gasaufbereitung und Gasreinigung, das Reforming zur Erzeugung von Synthesegas, die Herstellung und Entwicklung von Brennstoffzellen und Stacks sowie den Aufbau von kompletten Systemen. Im Bereich der portablen Stromerzeugung wird das eneramic®-Brennstoffzellensystem, ein 100 W-Gerät auf Basis einer SOFC für Camping- und Industrieanwendungen in weiteren Details vorgestellt und mit den Kunden diskutiert. Für die stationäre Stromerzeugung wird ein Biogas-SOFC-System in einem Film präsentiert. Das System erreicht ohne Wasserdampfzufuhr mit der trockenen Reformierung einen Wirkungsgrad von mehr als 50%.

Die »Energiezentrale« inhouse5000 – ein Brennstoffzellen-Mini-BHKW mit 5 kW elektrischer und 10 kW thermischer Leistung für Mehrfamilienhäuser und Gewerbe – wird durch RBZ – Riesaer Brennstoffzellentechnik GmbH vorgestellt. Die Anlage wird seit 2009 an mehreren Standorten in Italien und in Deutschland im Feld erprobt. Für das Jahr 2012 gibt es die Möglichkeit, als Partner an weiteren Feldtests teilzunehmen. Auf dem Messestand werden die bisherigen Betriebsergebnisse aufgezeigt und die gewonnen Erfahrungen und die erzielten Fortschritte auf dem Weg zum Serienprodukt dargestellt.

Als Mitglied des Entwicklungskonsortiums inhouse5000 präsentiert sich die DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH (DBI GUT), welche für die Entwicklung des Dampfreformers und Mehrstoffbrenners dieses Brennstoffzellenheizgerätes verantwortlich ist. Die DBI GUT ist in den vergangenen Jahren zu einem in Europa einzigartigen Engineering und Forschungsunternehmen der Gaswirtschaft avanciert, welches die gesamte Wertschöpfungskette gasförmiger Energieträger von der Förderung und Produktion über den Transport bis zur Verwendung abdeckt. Innovative Forschungsthemen sind Smart Gas Grids, Wind-Energiespeicherung mit Wasserstoff, Bereitstellung von Biogas im Erdgasnetz sowie Entwicklung von Brennstoffzellenheizgeräten.

Seit nunmehr zehn Jahren hat sich die EBZ GmbH als weltweiter Lieferant für SOFC-Teststände und Hochtemperaturkomponenten etabliert. Bei der diesjährigen Hannover Messe legt die EBZ den Schwerpunkt auf ihre aktuellen Produktentwicklungen im Bereich der elektrischen Gaserhitzer. Die Produktpalette reicht von großen Gaserhitzern mit bis zu 18 kW Heizleistung bis hin zu kleinen Hochleistungsgeräten mit Aufheizraten von 600 K/min. Wie zuverlässig und gut regelbar sich mit den EBZ-Gaserhitzern »heiße Luft« produzieren lässt, kann auf dem Messestand live erlebt werden.

Die FLEXIVA automation & Robotik GmbH präsentiert verschiedene Produkte und Konzepte für die effiziente Kombination von Energiequellen und –speichern. Flexibel einsetzbare, bi-direktional arbeitende DC/DC-Wandler- und Wechselrichter-Module, ergänzt mit einem hochdynamischen Steuerungskonzept, bilden eine solide Grundlage für die Realisierung zeitgemäßer Energieversorgungslösungen. Dieser »Energie-Baukasten« schafft hervorragende Voraussetzungen für den Einsatz der Brennstoffzellensysteme in verschiedenen Energieversorgungs- und Speicherkonzepten, die im Rahmen der Energiewende an Bedeutung gewinnen. Schwerpunkte der Präsentation werden die Testung und Prüfung von elektrischen Speicherkomponenten sowie die verstärkte Eigennutzung von Energie aus regenerativen Quellen und Kraft-Wärme-Kopplung sein.

Das Fraunhofer IFAM Dresden zeigt seine neuesten Entwicklungen aus den Bereichen Wasserstofftechnologie und Energiespeicherung. Präsentiert werden neuartige Nanomaterialien zur effizienteren Wasserstofferzeugung aus Wasser auf Basis erneuerbarer Energien. Weiterhin werden Werkstoffe und Systeme zur sicheren, kompakten und schnellen Speicherung von Wasserstoff mittels Chemisorption und Kryoadsorption vorgestellt. Die Experten stehen ebenfalls Rede und Antwort zu Fragen des Wärmemanagements sowie der Systemintegration von Wasserstoffspeichertanks mit Brennstoffzellen oder Gasmotoren.

Die Exponate zeigen eindrucksvoll, wie in Sachsen mit industrieller Kompetenz, soliden wissenschaftlichen Grundlagen und der sprichwörtlichen Kreativität und Beharrlichkeit Technologien und Produkte erarbeitet werden, die die Aufgaben unserer Zeit zu lösen helfen: Effiziente Energieversorgung, Energiespeicherung und mobile Energiesysteme.

Standinfo: Halle 27, Stand B50

Katrin Schwarz | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.ikts.fraunhofer.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Rittal mit neuer Push-in-Leiteranschlussklemme - Kontakte im Handumdrehen
26.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Neuer Blue e+ Chiller von Rittal - Exakt regeln und effizient kühlen
25.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

EUROSTARS-Projekt gestartet - mHealth-Lösung: time4you Forschungs- und Entwicklungspartner bei IMPACHS

28.06.2017 | Unternehmensmeldung

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive