Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Russische Wissenschaftler enthüllen neuartiges Brennstoffzellenprojekt auf der Hannover Messe 2012

20.04.2012
Durch Wasser betriebene Brennstoffzellentechnologie, die umweltfreundliche Energie zur Gebäudeerwärmung produzieren kann, wird Zukunft der Energie entscheidend beeinflussen

Ein hochmodernes gemeinschaftliches Projekt unter der Leitung der Tomsker Polytechnischen Universität und dem isländischen Professor, Herr Horsteinn I. Sigfusson, der den ‚Global Energy International Prize’ des Jahres 2007 erhielt, wird im Rahmen des Russischen Wirtschaftstags der bevorstehenden Internationalen Hannover Messe 2012 vorgestellt.

Die Wissenschaftler werden ein Projekt für eine umweltfreundliche Brennstoffzelle präsentieren, die als Ergebnis eines Elektrolyseprozesses Sauerstoff von Wasserstoff trennen kann. Das Projekt wird im Rahmen des Runden Tischs mit dem Titel "The role of hydrogen in the energy sector: Russian research and innovations," der am Dienstag, den 24. April 2012, um 13.30 Uhr als Programmpunkt des Technischen Forums der Hannover Messe in Halle 27 vorgestellt.

Wasserstoff-Brennstoffzellen sind umweltfreundlich und verursachen keine Emissionen. Sie sind zudem enorm effizient bei einem niedrigen Energieverbrauch im Arbeitsprozess und hoher Leistung, denn 60 bis 70 Prozent der Energie wird direkt in Elektrizität umgewandelt.

Laut dem führenden Wissenschaftler der Tomsker Polytechnischen Universität, Herrn Juri Tjurin, „besteht die Hauptidee des Projekts in der Notwendigkeit, von fossilen Energiequellen wegzukommen, die teuer und umweltschädlich sind, und in den nächsten 20 bis 30 Jahren erschöpft sein werden.“

Brennstoffzellentechnologie kann in Fahrzeugen eingesetzt werden, um den CO2-Gehalt zu reduzieren und auch als Antriebsquelle für dezentrale Energieeinheiten. Brennstoffzellen mit hoher Kapazität können als Notstrom-Generatoren verwendet werden und eignen sich aufgrund der hohen Betriebstemperatur (800-1000 Grad Celsius) zur Anwendung in der Kraft-Wärme-Kopplung.

Diese saubere und grüne Energie kann in Unterseebooten, Flugzeugen und auch zur Erwärmung von Flachbauten eingesetzt werden.

“Bei unserem Projekt in Tomsk sind wir in der Lage gewesen, eine hochentwickelte experimentelle Ausstattung zur Herstellung von Brennstoffzellenkomponenten zu nutzen, die zum Beispiel Erdgas in Wärme und Elektrizität in der gleichen Einheit umwandeln,“ erläutert Dr. Horsteinn I. Sigfusson. „Die russische Technologie ist sehr tiefreichend und basiert auf einem profunden theoretischen Wissen in Bezug auf die physikalischen und chemischen Zusammenhänge bei der Energieumwandlung.“

Das Projekt der Wasserstoff-Brennstoffzelle hat bereits erste Anwendung in der Transportindustrie gefunden. Ein deutscher Automobilkonzern, der diese Technologie im Einsatz hat, hat drei Busse speziell für den Einsatz in Island entwickelt. Weitere Busse wurden bereits für Portugal, Grossbritannien und andere europäische Länder in Auftrag gegeben.

Die Technologie ist sehr vielversprechend, und das derzeitige gemeinschaftliche Forschungsprojekt ist eine weitere Bestätigung ihres Erfolgs. Um jedoch Brennstoffzellentechnologie auf das nächste Entwicklungsniveau zu heben, bedarf es der breiten Unterstützung durch öffentliche Organisationen und der Wirtschaft gleichermassen. Die Umsetzung dieses Projekts hat die Unterstützung durch das ‚Global Energy Non-Profit Partnership’ als auch von Seiten des russischen Ministeriums für Bildung und Wissenschaft.

Am Runden Tisch werden zudem Präsentationen von führenden russischen Experten auf dem Gebiet des Wasserstoffantriebs vorgetragen, die dem Publikum und anwesenden Medienvertretern Einsichten in innovative Industrietrends gewähren.

Bei Interesse an weiteren Informationen, wenden Sie sich bitte an Katja Feick, Corporate Communications (katja.feick@frost.com).

Über den ‘Global Energy Prize’
Der Global Energy Prize verleiht jedes Jahr ein Preisgeld von einer Million US-Dollar und wurde bisher an 24 Wissenschaftler weltweit vergeben, u.a. an Preisträger aus den USA, Grossbritannien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Island, Russland, Ukraine und Japan. Der Präsident der russischen Föderation nimmt an der jährlichen offiziellen Preisverleihung teil, die im Anschluss an eine Festwoche zur Ehrung der Leistungen des Preisträgers stattfindet. Zu weiteren weltweit bekannten Persönlichkeiten, die den Preis bisher unterstützt haben, gehören der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten George W. Bush, die früheren britischen Premierminister Tony Blair und Gordon Brown, der vormalige französische Präsident Jacques Chirac sowie der derzeitige kanadische Premierminister Steven Harper.

Der Preis honoriert besondere Forschungsleistungen auf dem Gebiet der globalen Energietechnik und –wirtschaft und den damit verbundenen Umwelt-Herausforderungen. Der Grad, inwieweit eine Entwicklung der Menschheit von Nutzen ist, ist dabei ein wesentlicher Entscheidungsfaktor für den jeweiligen Preisträger.

Kontakt:
Katja Feick
Corporate Communications – Europe
Tel.: +49 (0) 69 7703343
E-Mail: katja.feick@frost.com
http://www.frost.com
http://www.globalenergyprize.org/en
http://twitter.com/#!/ge_prize

Eine Non-profit Partnerschaft mit Fokus auf der Entwicklung internationaler Forschung und Projekte in der Energietechnik und –wirtschaft.

Katja Feick | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://www.frost.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Rittal mit neuer Push-in-Leiteranschlussklemme - Kontakte im Handumdrehen
26.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Neuer Blue e+ Chiller von Rittal - Exakt regeln und effizient kühlen
25.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

Forschung zu Stressbewältigung wird diskutiert

21.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Der Form eine Funktion verleihen

23.06.2017 | Informationstechnologie

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Rudolf-Virchow-Preis 2017 – wegweisende Forschung zu einer seltenen Form des Hodgkin-Lymphoms

23.06.2017 | Förderungen Preise