Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

RFID-Sensoren für sichere Brücken und Bauwerke

18.04.2017

Auf der Hannover Messe 2017 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), wie neue Sensoren die kontinuierliche Zustandsüberwachung von Brücken und anderen Bauwerken in Zukunft entscheidend verbessern können. Ein Beispiel für die Forschungsstärke der BAM im Themenfeld Analytical Sciences.

Wie wäre es, wenn Brücken und Bauwerke künftig mit uns „sprechen“ würden? Sie hätten einiges zu erzählen: Welche Feuchtigkeit im Stahlbetonbauteil herrscht, welche Temperatur und auch, wie stark der Sanierungsbedarf durch Korrosionsschäden ist. Eine wichtige Information für den zielgerichteten Einsatz von Ressourcen, um die bauliche Infrastruktur sicher instand zu halten.


RFID-Sensoren lassen sich drahtlos auslesen, wie dieser Prototyp in einer Stahlbetonschalung zeigt.

Quelle: BAM

BAM-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler arbeiten daran, dass das technische Monitoring von Infrastruktureinrichtungen in Zukunft möglicherweise einfacher und zuverlässiger durchgeführt werden kann als bisher.

„Sprechen“ können die Bauteile im übertragenen Sinne mit so genannten RFID-Sensoren (RFID - Radio Frequency Identification). Durch eine vollständige, dauerhafte Einbettung von RFID-Sensoren in Stahlbetonkomponenten sollen zukünftig Korrosionsschäden und Sanierungsbedarfe schneller und kostengünstiger ermittelt werden.

Keine Batterien dank RFID

Die RFID-Technologie hat den Vorteil, dass sie nicht nur Daten übertragen kann, sondern auch Energie. Das Messen und Auslesen des Sensors wird ausschließlich mit der Energie des vom Lesegerät erzeugten elektromagnetischen Feldes durchgeführt. Das ist Voraussetzung für das Funktionieren der Technologie, da eine einbetonierte Batterie nach Entladung nicht einfach ausgetauscht werden kann.

„Solche dauerhaft eingebettete Sensorik kann über die gesamte Lebensdauer eines Bauwerks in der Bausubstanz bleiben“, so der Projektleiter Dr. Matthias Bartholmai. „RFID-Sensoren messen Werte wie Feuchtigkeit, Temperatur oder Indikatoren für Korrosion und geben diese an ein Handlesegerät des Kontrolleurs weiter.“

Mit vorbeifahrenden Autos die Messdaten leichter auslesen

Im Projekt Kommunizierende Sensorsysteme für die Bauteil- und Umweltüberwachung (KonSens) untersucht ein Team um Matthias Bartholmai die Einbettung von Sensoren direkt in Brücken. In einem Szenario prüft die BAM auch, ob Messgeräte, die an vorbeifahrenden Autos angebracht sind, die Sensoren auslesen können. So könnten Kontrolleure die Arbeit ohne Einschränkungen des Straßenverkehrs ausführen.

Die BAM auf der Hannover Messe 2017

Am BAM-Stand auf der internationalen Leitmesse Research & Technology, Halle 2, Stand A02, können sich Besucherinnen und Besucher umfassend über das KonSens Projekt informieren. Weitere Informationen zum BAM-Auftritt auf der Hannover Messe finden Sie auf www.bam.de/hannovermesse.

Kontakt:
Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)
Venio Quinque, M.A., LL.M./LL.B.
Leiter Referat Unternehmenskommunikation
T: + 49 30 8104-1002
presse@bam.de

www.bam.de 

Über die BAM

Die BAM gewährleistet Sicherheit in Technik und Chemie.
Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Die BAM forscht, prüft und berät zum Schutz von Mensch, Umwelt und Sachgütern. Im Fokus aller Tätigkeiten in der Materialwissenschaft, der Werkstofftechnik und der Chemie steht dabei die technische Sicherheit von Produkten und Prozessen. Dazu werden Substanzen, Werkstoffe, Bauteile, Komponenten und Anlagen sowie natürliche und technische Systeme von volkswirtschaftlicher Dimension und gesellschaftlicher Relevanz erforscht und auf sicheren Umgang oder Betrieb geprüft und bewertet. Die BAM entwickelt und validiert Analyseverfahren und Bewertungsmethoden, Modelle und erforderliche Standards und erbringt wissenschaftsbasierte Dienstleistungen für die deutsche Wirtschaft im europäischen und internationalen Rahmen.

Sicherheit macht Märkte.
Die BAM setzt und vertritt für Deutschland und seine globalen Märkte hohe Standards für Sicherheit in Technik und Chemie zur Weiterentwicklung der erfolgreichen deutschen Qualitätskultur „Made in Germany“.

Weitere Informationen finden Sie auf www.bam.de

M.A., LL.M./LL.B. Venio Quinque | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Flexibel und skalierbar: MES für den Mittelstand auf der HM
13.04.2018 | gbo datacomp GmbH

nachricht Vernetzt und digital: gbo-Kunden sind fit für die Zukunft
20.04.2018 | gbo datacomp GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Software mit Grips

Ein computergestütztes Netzwerk zeigt, wie die Ionenkanäle in der Membran von Nervenzellen so verschiedenartige Fähigkeiten wie Kurzzeitgedächtnis und Hirnwellen steuern können

Nervenzellen, die auch dann aktiv sind, wenn der auslösende Reiz verstummt ist, sind die Grundlage für ein Kurzzeitgedächtnis. Durch rhythmisch aktive...

Im Focus: Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

Von einer einzigen Stammzelle zur Vielzahl hochdifferenzierter Körperzellen: Den vollständigen Stammbaum eines ausgewachsenen Organismus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und München in „Science“ publiziert. Entscheidend war der kombinierte Einsatz von RNA- und computerbasierten Technologien.

Wie werden aus einheitlichen Stammzellen komplexe Körperzellen mit sehr unterschiedlichen Funktionen? Die Differenzierung von Stammzellen in verschiedenste...

Im Focus: Spider silk key to new bone-fixing composite

University of Connecticut researchers have created a biodegradable composite made of silk fibers that can be used to repair broken load-bearing bones without the complications sometimes presented by other materials.

Repairing major load-bearing bones such as those in the leg can be a long and uncomfortable process.

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Grösster Elektrolaster der Welt nimmt Arbeit auf

20.04.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Bilder magnetischer Strukturen auf der Nano-Skala

20.04.2018 | Physik Astronomie

Kieler Forschende entschlüsseln neuen Baustein in der Entwicklung des globalen Klimas

20.04.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics