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RapidX 2009: Mechatronik in der Prozesskette

27.01.2009
EPLAN und Rittal zeigen interdisziplinäre Entwicklung mechatronischer Produkte

Die Digital Factory präsentiert zum zweiten Mal die Sonderschau RapidX im Rahmen der HANNOVER MESSE 2009 (20. bis 24. April). Der Untertitel - Mechatronik in der Prozesskette - deutet bereits an, dass in diesem Jahr nicht die üblichen Schritte von Design, Modellierung, NC-Programmierung und Fertigung einer vorwiegend mechanischen Produktentwicklung im Vordergrund stehen. RapidX betritt vielmehr ein Feld, das derzeit in aller Munde ist: die interdisziplinäre Entwicklung mechatronischer Produkte.

EPLAN Software & Service sowie die Muttergesellschaft, der Schaltschrankhersteller Rittal, zeigen gemeinsam mit Partnern wie KOMAX Kabelverarbeitungssysteme und der Steinhauer Elektromaschinen AG die Entstehung moderner Produkte live in Halle 17. Gegenstand der Vorführung sind die Entwicklung eines Schaltschranks und seines Innenlebens für eine Werkzeugmaschine sowie die Fertigung der Verkabelung und des Gehäuses.

Entwicklung, Simulation, Berechnung, virtueller Test und schließlich die Fertigung ohne physikalische Prototypen - in der Digital Factory wird gezeigt, was Stand der Technik ist:

Die erste Station in der Prozesskette ist das EPLAN Engineering Center (EEC), die Steuerzentrale für die Konzeption und Entwicklung von Anlagen, die alle Aspekte der Fachbereiche Mechanik, Elektrotechnik und Steuerungstechnik integriert. Hier wird die Steuerungstechnik einer Werkzeugmaschine entwickelt. Auf Basis mechatronischer Komponenten und unter Verwendung von Produktdaten aus dem Data Portal werden unter anderem die komplette Hardwaredokumentation und das SPS-Programm generiert. Die zweite Station zeigt die herkömmliche Art der Entwicklung: EPLAN P8 dient der Hardwarekonstruktion, EPLAN Fluid der Entwicklung von Pneumatik, Hydraulik, Kühlung und Schmierung. Die Modellierung des Schaltschrankgehäuses ist Inhalt der Vorführung an Station drei. Standardteile von Rittal werden als 3D-Objekte virtuell zusammengesetzt, die Montageplatte virtuell bestückt und mit den nötigen Durchbrüchen und Befestigungselementen versehen. Ergebnis sind Fertigungsunterlagen für die Ader- und Kabelfertigung sowie die Blechbearbeitung.

Mit Software aus dem Hause Rittal lässt sich an Station vier testen, wie die verbaute Elektrik optimal zu kühlen ist. Simulation sichert Energieeffizienz statt überdimensionierter Kühlung. Je nach erkannter Hauptströmungsrichtung können nun beispielsweise Luftleitbleche ad hoc gefertigt und eingebaut werden. Zwei weitere Stationen nutzen die aus den beteiligten Systemen abgeleiteten NC-Daten einerseits zur automatisierten Kabelkonfektionierung, andererseits zur computerunterstützten Bearbeitung einer Montageplatte auf einer Flachbettfräsmaschine. Diese Maschine, ausgestattet mit CNC/SPS-Steuerung von Beckhoff, wird über einen Schaltschrank gesteuert, dessen Entwicklung die vorherigen Stationen gezeigt haben.

Wie im vergangenen Jahr gibt es wieder regelmäßige Führungen durch die neutralen Fachleute Thomas Pflug, Geschäftsführer der NC Gesellschaft e.V., und Ulrich Sendler, Leiter des sendlercircle it-forum. Und natürlich stehen an den Stationen der Prozesskette während der ganzen Messe Spezialisten, die die Fragen der Besucher beantworten.

Tanja Gerhardt | Deutsche Messe AG
Weitere Informationen:
http://www.hannovermesse.de

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