Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Optimierung des Energieverbrauchs durch Prozesstransparenz in der Produktion

12.03.2013
Energiesparen wird für produzierende Unternehmen zunehmend wichtiger. Voraussetzung dafür ist eine detaillierte Energiedatenerfassung, die den Verbrauch der Maschinen pro Prozessschritt aufschlüsselt.

Möglich macht dies ein System des Fraunhofer FIT, das aufgrund seiner service-orientierten Architektur und der Integration heterogener Sensorik leicht in bestehende Anlagen integriert werden kann. Auf der HANNOVER MESSE, 8. – 12. April 2013, Halle 17 / Stand F14, demonstriert Fraunhofer FIT das System am Beispiel einer Fertigungsstraße in der Automobilindustrie.

Mittlerweile haben die meisten produzierenden Unternehmen die "einfachen" Möglichkeiten zur Verbrauchsoptimierung weitgehend ausgeschöpft. Etwa indem sie bei Neuinvestitionen alte, stromfressende Anlagen gegen effizientere Maschinen ersetzt haben. Ein anderes Beispiel ist der Bereich Druckluft. Hier führen vergleichsweise leicht realisierbare Optimierungen zu einer Energieersparnis im zweistelligen Prozentbereich.

Weitere Potentiale zur Effizienzsteigerung in der Produktion, lassen sich jedoch nur erschließen, wenn die gesamte Produktion prozessorientiert unter die Lupe genommen wird. Dafür hat Fraunhofer FIT eine Lösung entwickelt. Kern des Systems ist eine Middleware-Plattform auf Basis einer service-orientierten Architektur, mit der bestehende Geräte und Sensoren einfach eingebunden und zusätzlich notwendige Messtechnik effizient integriert werden können. Dabei wird durch die flexibel erweiterbare Software-Plattform ein pragmatisches Vorgehen unterstützt. Am Anfang nutzt man die bereits existierenden Datenquellen. Später nimmt man Schritt für Schritt zusätzliche Sensoren hinzu, wo es Sinn macht.

Zunächst wird ein Produktionsprozess in einem BPMN-Prozessmodell abgebildet. Es wird definiert, welche Maschinen und Sensoren an einem bestimmten Prozessschritt beteiligt sind und wodurch Start und das Ende des Verarbeitungsschritts identifiziert werden. So wird es möglich, die Datenmessung für jeden Arbeitsschritt getrennt und optimal angepasst an die Aufgabenstellung durchzuführen.

Diese erfassten Daten werden je nach Bedarf verdichtet und an bestehende Geschäftssysteme wie ERP oder MES übertragen. Dadurch ist man in der Lage, Produktionsprozesse zu optimieren oder Maschinen zu identifizieren, die nicht optimal genutzt werden. Während der Erfassung werden die Daten analysiert und Situationen identifiziert, auf die reagiert werden muss. Dann werden Mitarbeiter oder andere Systeme ad hoc benachrichtigt.

"Eine besondere Herausforderung ist es, die Vielzahl der beteiligten Geräte von verschiedenen Herstellern mit unterschiedlichen Protokollen und Schnittstellen in ein Gesamtsystem zu integrieren und gleichzeitig diese Datenfülle zur Weiterverarbeitung mit den Geschäftssystemen eines Unternehmens nutzbar zu machen. Mit unserer Software-Plattform ist dies umsetzbar.", so Dr. Markus Eisenhauer, Leiter des Forschungsbereichs User-Centered Computing des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik FIT.

Die Möglichkeiten des Systems sind vielfältig. Neben den Sensoren zur reinen Datenerhebung können auch Aktuatoren integriert werden, die je nach Datenlage angesteuert werden, um spezifische Anpassungen in der Produktion durchzuführen. Beispielsweise kann eine Benachrichtigung gesendet werden, wenn Vibrationen in einer Maschine erkannt werden und möglicherweise ein Defekt bevorsteht. Die Warnung wird dann auf einem mobilen Gerät dem direkten Benutzer angezeigt oder wahlweise auch in die Schaltzentrale geschickt. Durch die Prozesstransparenz in Verbindung mit bereits im Unternehmen vorhandenen Geschäftsanwendungen oder speziellen Analyseprogrammen können Optimierungspotentiale identifiziert und gehoben werden, die vorher nicht ersichtlich waren.

Auf der HANNOVER MESSE vom 8. – 12. April 2013 demonstriert Fraunhofer FIT das System am Beispiel einer Fertigungsstraße in der Automobilindustrie. Besuchen Sie uns in Halle 17, Stand F14.

Kontakt:
Alex Deeg
pr@fit.fraunhofer.de
Telefon +49 2241 14-2208

Alex Deeg | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.fit.fraunhofer.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Rittal mit neuer Push-in-Leiteranschlussklemme - Kontakte im Handumdrehen
26.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Neuer Blue e+ Chiller von Rittal - Exakt regeln und effizient kühlen
25.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

23. Baltic Sea Forum am 11. und 12. Oktober nimmt Wirtschaftspartner Finnland in den Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

6. Stralsunder IT-Sicherheitskonferenz im Zeichen von Smart Home

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

OLED auf hauchdünnem Edelstahl

21.09.2017 | Messenachrichten

Weniger (Flug-)Lärm dank Mathematik

21.09.2017 | Physik Astronomie

In Zeiten des Klimawandels: Was die Farbe eines Sees über seinen Zustand verrät

21.09.2017 | Geowissenschaften