Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Optimierte Prozesse in der Produktion

26.03.2014

Eine nachhaltige, Ressourcen schonende Produktion wird für Unternehmen zunehmend zur entscheidenden Wettbewerbskomponente. Voraussetzung dafür ist eine detaillierte Prozessdatenerfassung, die Auslastung und Energieverbrauch sowie den Zustand von Anlagen pro Prozessschritt auswertet. Fraunhofer FIT hat ein solches System entwickelt. Dank seiner service-orientierten Architektur in Kombination mit heterogener Sensorik kann es leicht in Anlagen integriert werden. Auf der HANNOVER MESSE, 7. – 11. April 2014, Halle 17 / Stand F14, zeigt Fraunhofer FIT das System am Beispiel einer Fertigungsstraße in der Automobilindustrie.

Die meisten Unternehmen haben heute bereits die Standardoptionen zur Optimierung von Material, Maschinenlaufzeit, Energie und ähnliches in weitem Maße ausgereizt.


Produktionsstraße

Foto: Fraunhofer FIT

Neue Potentiale zur Effizienzsteigerung in der Produktion lassen sich jetzt nur noch eröffnen, in dem die gesamte Produktion prozessorientiert detailliert betrachtet und pro Prozessschritt ausgewertet wird. Möglich macht dies eine Lösung des Fraunhofer FIT, die in verschiedenen europäischen Großprojekten entwickelt wurde und dort auch mit großem Erfolg eingesetzt wird.

Kern des Systems ist eine Middleware-Plattform auf Basis einer service-orientierten Architektur, mit der bestehende Geräte und Sensoren einfach eingebunden und zusätzlich notwendige Messtechnik effizient integriert werden kann. Die flexibel erweiterbare Software-Plattform erlaubt ein pragmatisches Nutzungskonzept. Zuerst integriert man lediglich die bereits existierenden Datenquellen.

Später kommen schrittweise dort zusätzliche Sensoren hinzu, wo diese benötigt werden. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Neben den Sensoren zur reinen Datenerhebung können auch Aktuatoren integriert werden, die je nach Datenlage angesteuert werden, um spezifische Anpassungen in der Produktion durchzuführen. Die besondere Herausforderung die Vielzahl an beteiligten Geräte mit unterschiedlichen Protokollen und Schnittstellen in ein Gesamtsystem zu integrieren, wurde durch die Flexibilität der Middleware-Plattform erfolgreich gelöst.

Zunächst wird definiert, welche Maschinen und Sensoren an einem bestimmten Prozessschritt beteiligt sind und welche Aktionen Start und das Ende des Verarbeitungsschritts bedeuten. Das Ganze wird basierend auf einem BPMN-Prozessmodell ausgeführt. Dadurch wird es möglich, die Datenmessung für jeden Arbeitsschritt getrennt und optimal angepasst an die Aufgabenstellung durchzuführen.

Die Daten werden bei Bedarf verdichtet und in bestehende Geschäftssysteme wie ERP oder MES integriert. Dadurch ist man in der Lage, Produktionsprozesse zu optimieren oder Maschinen zu identifizieren, die nicht optimal genutzt werden.

"Für die reibungslose Interaktion zwischen Bediener, dem System aus Software und Sensorik sowie den einzelnen Maschinen stehen verschiedene Bedienoberflächen zur Verfügung, wahlweise auf stationären Computern aber auch speziell angepasst an mobile Endgeräte wie Tablets. So können auch direkt an der Anlage verschiedene Situationen analysiert und optimiert werden", kommentiert Dr. Markus Eisenhauer, Leiter des Forschungsbereichs User-Centered Computing des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik FIT.

Auf der HANNOVER MESSE vom 7. – 11. April 2014 führt Fraunhofer FIT das System am Beispiel einer Fertigungsstraße in der Automobilindustrie vor. Halle 17, Stand F14.

Weitere Informationen:

http://www.fit.fraunhofer.de

Alex Deeg | Fraunhofer-Institut

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Flexibel und skalierbar: MES für den Mittelstand auf der HM
13.04.2018 | gbo datacomp GmbH

nachricht Vernetzt und digital: gbo-Kunden sind fit für die Zukunft
20.04.2018 | gbo datacomp GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Software mit Grips

Ein computergestütztes Netzwerk zeigt, wie die Ionenkanäle in der Membran von Nervenzellen so verschiedenartige Fähigkeiten wie Kurzzeitgedächtnis und Hirnwellen steuern können

Nervenzellen, die auch dann aktiv sind, wenn der auslösende Reiz verstummt ist, sind die Grundlage für ein Kurzzeitgedächtnis. Durch rhythmisch aktive...

Im Focus: Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

Von einer einzigen Stammzelle zur Vielzahl hochdifferenzierter Körperzellen: Den vollständigen Stammbaum eines ausgewachsenen Organismus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und München in „Science“ publiziert. Entscheidend war der kombinierte Einsatz von RNA- und computerbasierten Technologien.

Wie werden aus einheitlichen Stammzellen komplexe Körperzellen mit sehr unterschiedlichen Funktionen? Die Differenzierung von Stammzellen in verschiedenste...

Im Focus: Spider silk key to new bone-fixing composite

University of Connecticut researchers have created a biodegradable composite made of silk fibers that can be used to repair broken load-bearing bones without the complications sometimes presented by other materials.

Repairing major load-bearing bones such as those in the leg can be a long and uncomfortable process.

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Grösster Elektrolaster der Welt nimmt Arbeit auf

20.04.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Bilder magnetischer Strukturen auf der Nano-Skala

20.04.2018 | Physik Astronomie

Kieler Forschende entschlüsseln neuen Baustein in der Entwicklung des globalen Klimas

20.04.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics