Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Auch ohne Leitmesse ‚Wind‘: Offshore-Windenergie ist Thema auf der Hannover Messe 2012

29.02.2012
Forscher aus Niedersachsen möchten Offshore-Windenergiegewinnung effizienter machen

Unter dem Leitthema ‚greentelligence‘ werden vom 23. bis 27. April 2012 auf der Hannover Messe effiziente, nachhaltige und umweltverträgliche Technologien vorgestellt. Obwohl die Fachmesse ‚Wind‘ pausiert, ist Windenergie auch in diesem Jahr ein Thema. In Halle 2 zeigt beispielsweise das IPH – Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH, wie sich Offshore-Windkraftanlagen durch neue Materialien, Leichtbauweisen und Data Mining verbessern lassen.

Höher, leichter und intelligenter – so sollen die Offshore-Windenergieanlagen der Zukunft sein. Zumindest, wenn es nach Ingenieuren aus dem Wissenschaftspark Marienwerder im Nordwesten von Hannover geht. Sie tüfteln derzeit daran, wie die Effizienz von Windkraftanlagen weiter gesteigert werden kann. Welche Technologien schon morgen die Windenergiebranche verändern könnten, zeigen sie auf der Hannover Messe anhand eines Miniatur-Offshore-Windparks. Besucher können bei der weltgrößten Industriemesse sogar selbst Hand an dem Exponat anlegen: Als ‚Wettergott‘ können sie testen, was passiert, wenn aus dem Schönwetterbetrieb ein Sturm wird oder eine Anlage gewartet werden muss.

Hinter dem spielerischen Ansatz stecken gleich zwei Forschungsprojekte des IPH. In einem Projekt geht es um die Frage, wie mehr Windenergie gewonnen werden kann, um den steigenden Bedarf zu decken. Die Antwort der Ingenieure lautet: Durch höhere Anlagen. Denn je höher sich die Rotorblätter einer Anlage befinden, desto größer ist der Energiegewinn. Allerdings werden die Türme ab einer bestimmten Höhe zu schwer und brechen unter ihrem eigenen Gewicht zusammen. Am IPH werden derzeit neuartige Materialkombinationen und Leichtbaukonzepte untersucht, durch die die Türme an Gewicht, nicht aber an Stabilität verlieren sollen.

In einem weiteren Forschungsprojekt erforschen Ingenieure des IPH den Einsatz von Data Mining-Algorithmen. Aus den Daten, die bei dem Betrieb einer Anlage erfasst werden, sollen in Zukunft wichtige Erkenntnisse gewonnen werden. Die Betreiber von Windparks wüssten dadurch zum Beispiel schon frühzeitig, wann ein Bauteil ausgetauscht werden muss und könnten die teuren Instandhaltungseinsätze entsprechend planen. Der Betrieb der Anlagen könnte dadurch bald kostengünstiger werden.

Offshore-Windkraftanlagen sind nicht die einzige umweltschonende und nachhaltige Technologie, die am Niedersächsischen Gemeinschaftsstand in Halle 2 vorstellt wird. Unter dem Motto ‚Maritime Technologien‘ präsentieren die Aussteller aus Forschung und Industrie gemeinsam ein breites Spektrum an Entwicklungen: Neben effizienteren Offshore-Windkraftanlagen gehören dazu beispielsweise auch Schiff- und Wasserbau, maritime Dienstleistungen und Sicherheits- und Umweltschutztechnologien. Gefördert wird der Gemeinschaftsstand von dem Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.

Die Leitmesse ‚Research & Technology‘ findet traditionell im Rahmen der Hannover Messe statt. Jahr für Jahr werden in Halle 2 neueste Forschungsergebnisse, aber auch industrielle Entwicklungen präsentiert. Im vergangenen Jahr zeigten mehr als 400 Aussteller aus 23 Nationen neue Entwicklungen und Technologien. Ziel der Forschungsmesse ist es, Technologietransfer und Kooperationen zu ermöglichen.

Meike Wiegand | idw
Weitere Informationen:
http://www.iph-hannover.de/
http://www.leitu.xxl-produkte.net/
http://www.steigprog.xxl-produkte.net/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Rittal mit neuer Push-in-Leiteranschlussklemme - Kontakte im Handumdrehen
26.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Neuer Blue e+ Chiller von Rittal - Exakt regeln und effizient kühlen
25.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vollmond-Dreierlei am 31. Januar 2018

Am 31. Januar 2018 fallen zum ersten Mal seit dem 30. Dezember 1982 "Supermond" (ein Vollmond in Erdnähe), "Blutmond" (eine totale Mondfinsternis) und "Blue Moon" (ein zweiter Vollmond im Kalendermonat) zusammen - Beobachter im deutschen Sprachraum verpassen allerdings die sichtbaren Phasen der Mondfinsternis.

Nach den letzten drei Vollmonden am 4. November 2017, 3. Dezember 2017 und 2. Januar 2018 ist auch der bevorstehende Vollmond am 31. Januar 2018 ein...

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

Veranstaltungen

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungen

Transferkonferenz Digitalisierung und Innovation

22.01.2018 | Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Forschungsteam schafft neue Möglichkeiten für Medizin und Materialwissenschaft

22.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

Ein Haus mit zwei Gesichtern

22.01.2018 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics