Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neuestes zum Anfassen und Ausprobieren – aus der Logistikforschung auf der Hannover Messe

18.04.2012
Bremer Wissenschaftler und ihre Entwicklungspartner setzen auf Transfer und zeigen Großes und Griffiges zum weltweit größten Technologieereignis vom 23. bis 27. April in Hannover

BIBA mit drei Forschungsprojekten an zwei Gemeinschaftsständen vertreten:

- flexibler durch intuitive Roboterprogrammierung
- für leicht verderbliche Waren: Container mit Köpfchen
- IuK-Technik unterstützt KFZ-Umschlag im Hafen

Von der Produktion bis zur Auslieferung beim Kunden: Logistische Prozessketten sind hochkomplex. Es gilt, zahlreiche Arbeitsschritte, technische Module und Datenströme aufeinander abzustimmen. Hinzu kommen der stetig steigende Zeit- und Kostendruck sowie der verstärkte Fokus auf Arbeits- und Umweltschutz.
Neue Informations- und Kommunikationstechniken (IuK) sowie Robotersysteme bieten hier Lösungen. Einige davon präsentiert das Bremer Institut für Produktion und Logistik (BIBA) an der Universität Bremen gemeinsam mit seinen Entwicklungspartnern auf der Hannover Messe vom 23. bis 27. April: an dem Gemeinschaftsstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (Halle 2, Stand D30) und dem Gemeinschaftsstand "Logistikfabrik – Automatisierung in der Logistik" (Halle 7, Stand A48).

Ob Auto, Banane oder Paket - schnellstmöglich soll es beim Käufer sein, und das so günstig wie es eben geht. Der Transport soll auch die Umwelt möglichst wenig belasten. Waren dürfen nicht verderben und sollen unbeschadet sowie zuverlässig ihr Ziel erreichen. Dafür müssen Logistikprozesse heute dynamisch und flexibel ablaufen. Das stellt besondere Anforderungen an die Gestaltung der technischen Module und der Informationsflüsse in der Kette. Genau damit beschäftigen sich das BIBA und seine Projektpartner. Auf der Hannover Messe bieten sie nicht nur Einblicke in ihre Arbeit, sondern sie präsentieren sie auch recht plastisch mithilfe von Demonstratoren, und sie laden zum Ausprobieren ein.

Einen Roboter steuern? Das kann jeder – auch ohne Programmierkenntnisse

Stand A48 in Halle 7 ist eine gute Adresse nicht nur für Logistiker. Auch wer einmal selbst Hand anlegen und ausprobieren will, ist hier gut aufgehoben. Auf dem Gemeinschaftsstand "Logistikfabrik – Automatisierung in der Logistik" präsentiert das BIBA ein mit dem Frankfurter Robotersimulationshersteller Easy-Rob gemeinsam entwickeltes Robotersystem zur einfachen und flexiblen Roboterprogrammierung, für das der Bediener oder die Bedienerin keine Fachkenntnisse braucht. Damit haben die Forschungspartner eine Strategie zur kooperativen und flexiblen Roboterprogrammierung und -steuerung umgesetzt, mit der Roboter flexibler werden und sich besser anpassen lassen. Dank der "intuitiven Programmiermöglichkeit" lässt sich das System nahezu vom jedermann höchst einfach handhaben. Der Roboter vollzieht die mit einem kleinen Gerät im Raum vollzogenen Handbewegungen nach. In diesem Fall ist es das Entladen einer Palette mit Paketen. Messebesucherinnen und -besucher können selbst ausprobieren und erfahren, wie einfach es ist.

Wenn das Transportsystem mitdenkt, kommen Banane & Co. besser beim Kunden an

Ebenfalls auf dem Gemeinschaftsstand "Logistikfabrik – Automatisierung in der Logistik" (Stand A48, Halle 7) zeigt das BIBA zusammen mit dem Institut für Mikrosensoren, -aktuatoren und -systeme (IMSAS) und dem Forschungsverbund "LogDynamics – Bremen Research Cluster for Dynamics in Logistics" der Universität Bremen den "Intelligenten Container". Verderbliche Waren sollen damit künftig auf Straße, Schiene, See oder in der Luft so transportiert werden können, dass unterwegs möglichst keine Schäden durch unzureichende Kühlung, Fäulnis oder Schimmel entstehen. Der Container ist mit neuester Iuk- und Sensortechnik ausgestattet, die automatisch die wichtigsten Umgebungsbedingungen aufnimmt, verarbeitet, die gesammelten Daten selbstständig auswertet und die Qualitätsentwicklung der Ware abschätzt. So kann zum Beispiel bei Bedarf der Reifeprozess von Früchten noch während des Transportes durch Verändern der Temperatur automatisch beeinflusst oder der gesamte Transport umgeplant werden. Das zeigen auf der Messe die insgesamt 23 an dem Projekt beteiligten Forschungspartner. Sie haben tatsächlich einen Modell-Container nach Hannover transportiert, um das plastisch darstellen zu können.

"RAN" ist, wenn Autos klug und effizient durch den Hafen gelotst werden

Zu sehen ist am Gemeinschaftsstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie – BMWi (Halle 2, Stand D30) zunächst das Modell eines Hafenterminals. Erstellt wurde es im Rahmen der Forschungen in dem Projekt RAN (RFID-based Automotive Network), das vom BMWi im Technologieprogramm Autonomik (Autonome und simulationsbasierte Systeme für den Mittelstand) gefördert wird. Das Modell – in der Forschung heißt es "Demonstrator" – zeigt quasi "selbstfahrende" Autos im Umschlagsprozess von der Schiffsrampe bis zur Verladung auf den LKW. Während des gesamten Prozesses werden die Fahrzeuge mit RFID-Technik verfolgt und Ereignismeldungen an ein IT-System gesendet, vom dem aus Meldungen an Partner in der Prozesskette verteilt werden. Unterstützt wird dieses Vorgehen durch das easyTracing-System: In die Kleidung integrierte IuK-Technik unterstützt die Hafen-Mitarbeiterinnen und -arbeiter bei ihrer Arbeit und wird auf Dauer die Handlesegeräte ersetzen können. So wird Erfassung automatisiert und die Arbeit leichter. Beide Demonstratoren entstanden im BIBA. Ziel des Projektes ist es, die Informationstransparenz in Produktions- und Logistiknetzwerken der Automobilindustrie zu erhöhen.

Ihre Ansprechpartnerin:

Dipl.-Ing. Ann-Kathrin Pallasch
(BIBA, Logistikfabrik - Automatisierung in der Logistik)
Telefon: 0421 218-50-132
E-Mail: pal@biba.uni-bremen.de

Sabine Nollmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.biba.uni-bremen.de/
http://www.hannovermesse.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Rittal mit neuer Push-in-Leiteranschlussklemme - Kontakte im Handumdrehen
26.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Neuer Blue e+ Chiller von Rittal - Exakt regeln und effizient kühlen
25.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften