Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues Industrie-Assistenzsystem leitet bei der Montage an

02.04.2014

Universität Bielefeld präsentiert Entwicklung auf der Hannover Messe

Die Universität Bielefeld stellt auf der Hannover Messe ein neues Assistenzsystem für die industrielle Fertigung vor. Das Gerät erkennt Werkstücke und zeigt durch eine Projektion auf der Arbeitsfläche an, wie sie montiert werden müssen.

Auch bei der Prüfung von Bauteilen unterstützt das System. Zu sehen ist es vom 7. bis 11. April auf dem Stand der Universität Bielefeld in Halle 16 (Stand A04). Der Stand ist Teil der gemeinschaftlichen Ausstellungsfläche des Spitzenclusters it's OWL (Intelligente Technische Systeme in Ostwestfalen-Lippe).

Die Universität präsentiert sich auf der Hannover Messe 2014 mit ihren Einrichtungen CITEC (Exzellenzcluster Kognitive Interaktionstechnologie) und dem CoR-Lab (Forschungsinstitut für Kognition und Robotik). Auch ein Projekt der Fakultät für Physik ist auf der Messe zu sehen.

Das neue Assistenzsystem heißt „PROMIMO“ (Prozessintegrierte Mitarbeiter-Unterstützung in der Montage). Auf der Messe wird gezeigt, wie das Gerät bei der Montage eines Getriebemotors unterstützt. So zeigt es mit der Projektion auf seiner Arbeitsfläche an, an welchen Stellen zusätzliche Teile angebracht werden müssen und es weist auf häufige Montagefehler hin. „Eine Besonderheit des Gerätes ist, dass die Mitarbeiter direkt während der Arbeit selbst Hinweise und Fehler eingeben können“, erklärt Professor Dr. Jochen Steil, Geschäftsführer des CoR-Lab.

„Durch die Eingabe von Reklamationen und Instruktionen lassen sich Fehlerquellen des Montageprozesses aufdecken. Mit gezielten Anleitungen können diese Fehler dann vermieden werden. Dadurch profitieren die Prozess- und Produktqualität.“ Hinzu kommt, dass Industriearbeiterinnen und -arbeiter das Gerät leicht mit Anleitungen für neue Werkstücke ausstatten können, ohne es programmieren zu müssen.

Eine Kamera zeichnet dafür Schritt für Schritt auf, welche Handgriffe bei der Montage zu berücksichtigen sind. Die Anleitung geht per E-Mail an einen Produktmanager, der die neue Instruktion dann nachbearbeitet und freigibt. „Weil das Gerät mit Projektionen arbeitet, ist es auch für feuchte Umgebungen geeignet“, sagt Stefan Rüther vom CoR-Lab. Der Ingenieur ist einer der Entwickler des Systems.

Der Forschungsprototyp PROMIMO wird im „it's OWL“-Querschnittprojekt Mensch-Maschine Interaktion gemäß den Anforderungen von „Industrie 4.0“ entwickelt. Das Forschungsinstitut CoR-Lab treibt die Weiterentwicklung des Systems in Zusammenarbeit mit Industriepartnern voran.

Mit ihrer Forschung ist die Universität Bielefeld auch auf anderen prominenten Ständen vertreten. CoR-Lab präsentiert das Projekt „FlexiMon“ zu einfach anpassbaren Produktionssystemen. Dabei handelt es sich um ein Innovationsprojekt des Spitzenclusters it’s OWL. Zu sehen ist es auf dem Stand des Wirtschaftspartners HARTING Technologiegruppe in Halle 11, Stand C13.

Die Fakultät für Physik der Universität Bielefeld zeigt ihre Forschung zu neuartigen elektronischen Bauteilen, den Memristoren, auf dem Gemeinschaftsstand des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen in Halle 2, Stand Nr. C32. Dort wird eine nervenähnlich aufgebaute Schaltung mit Memristoren demonstriert, die in Zusammenarbeit mit Bielefelder Biologen entstanden ist.

Kontakt:
Alicia Weirich, Universität Bielefeld
Forschungsinstitut für Kognition und Robotik (CoR-Lab)
Telefon: 0521 106-67108
E-Mail: aweirich@cor-lab.uni-bielefeld.de

Jörg Heeren, Universität Bielefeld
Exzellenzcluster Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC)
Telefon: 0521 106-6562
E-Mail: jheeren@cit-ec.uni-bielefeld.de

Jörg Heeren | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.uni-bielefeld.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Rittal mit neuer Push-in-Leiteranschlussklemme - Kontakte im Handumdrehen
26.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Neuer Blue e+ Chiller von Rittal - Exakt regeln und effizient kühlen
25.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Neptun regnet es Diamanten: Forscherteam enthüllt Innenleben kosmischer Eisgiganten

21.08.2017 | Physik Astronomie

Ein Holodeck für Fliegen, Fische und Mäuse

21.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Institut für Lufttransportsysteme der TUHH nimmt neuen Cockpitsimulator in Betrieb

21.08.2017 | Verkehr Logistik