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Mit neuen Technologien und der Umsetzung energiepolitischer Richtlinien in ein neues Energiezeitalter

24.04.2009
  • Konsens: Engere internationale Zusammenarbeit schafft stärkere Sicherheit der Energieversorgung
  • Korea will bis 2030 Energieeffizienz um mehr als 40 Prozent steigern
  • Europäischer Rechtsrahmen für eine nachhaltige und sichere Energieversorgung steht

Auf dem vierten WORLD ENERGY DIALOGUE (21. und 22. April) wurden Impulse zur globalen Energieversorgungssicherheit gesetzt. 627 Teilnehmer aus 21 Nationen nahmen an der internationalen Konferenz teil. Zu den Sprechern gehörten hochrangige internationale Energieexperten aus Politik und Wirtschaft.

Energiepolitische Perspektiven aus Korea, den USA, Afrika, Europa und Deutschland wurden dargestellt und diskutiert. Weitere Themen waren die intelligente Vernetzung der Energiesysteme, die Integration Erneuerbarer Energien in den Energie-Mix sowie aktuelle Kraftwerks- und Netzplanungen.

'Der diesjährige WORLD ENERGY DIALOGUE, der in das weltweit wichtigste Technologieereignis, die HANNOVER MESSE, integriert ist, hat die Notwendigkeit vernetzter Energiesysteme in den Mittelpunkt von Forschung und Entwicklungen gestellt. Dabei ist gerade die rasante Entwicklung von Energiespeichersystemen und intelligenten Stromnetzen besonders intensiv erörtert worden', sagte anerkennend der Chairman des WORLD ENERGY DIALOGUE, Prof. Dr. Klaus Töpfer. 'Dieser WORLD ENERGY DIALOGUE war ein hervorragender Marktplatz für den Austausch von Lösungen für die Energiemärkte. Die Einbindung afrikanischer Experten hat die Bedeutung der diesjährigen Veranstaltung weiter erhöht.'

Der koreanische Minister of Knowledge Economy, Youn-Ho Lee, präsentierte sein Programm für ein grünes Wachstum in Korea. Mit einer großen Herstellungsindustrie, die einen starken Energieverbrauch habe, sei das Thema Energieeffizienz besonders wichtig. Die Ressourcen- und Umweltkrise eröffne neue Chancen. Bis 2030 wolle Korea die Energieeffizienz um mehr als 40 Prozent steigern, unter anderem durch neue Vorschriften bei Kraftfahrzeugen, Kennzeichnung von elektronischen Geräten sowie dem sauberen Ausbau von Kohlekraft und Erneuerbarer Energie. Neue Technologien und die Stärkung des Marktes durch staatliche Subventionen seien geplant.

'Der russisch-ukrainische Gaskonflikt hat zwei Dinge deutlich gemacht: zum einen unsere Abhängigkeit von einzelnen Gaspipelines, zum anderen, wie schnell private Versorgungsunternehmen ohne staatliche Regulierung die Krise auf eine Weise bewältigen, dass niemand in Europa frieren muss. Spätestens seitdem ist das Thema Versorgungssicherheit wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Wir beim BDI hatten es immer im Fokus, denn Versorgungssicherheit ist auch ein zentrales Anliegen der Industrie: Nur mit sicherer Energieversorgung ist industrielle Produktion überhaupt möglich', erklärte Professor Dr.-Ing. Hans-Peter Keitel, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). 'Es ist nur konsequent, wenn wir das Thema Versorgungssicherheit heute auf eine internationale Bühne heben. Und mit unseren internationalen Partnern nach Antworten suchen, wie die Sicherheit der Energieversorgung gewährleistet werden kann - und zwar langfristig und global.'

EU-Energiekommissar Andris Piebalgs erklärte bei seinem Besuch auf der HANNOVER MESSE, dass die Zusammenarbeit innerhalb der EU ein grundlegender Faktor bei der Sicherheit der Energieversorgung sei. 'Europa hat den Rechtsrahmen geschaffen, um eine nachhaltige und sichere Energieversorgung zu erreichen', so Dr. Christof Schoser, Mitglied des Kabinetts von Andris Piebalgs, in seiner Rede auf dem WORLD ENERGY DIALOGUE 2009. 'Die EU hat ihre Energieversorgungssicherheit selbst in der Hand.'

Stephan Kohler, Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur (dena), betonte, dass deutsche Unternehmen ideale Partner seien, um weltweit Energieeffizienz und Erneuerbare Energien voranzubringen: 'Von knappen Ressourcen und Klimawandel sind alle betroffen. Während Industrieländer ihren Umgang mit Energie auf hohem Niveau umstrukturieren, wächst der Bedarf an energieabhängigen Produkten und Dienstleistungen insbesondere in Schwellenländern wie China und Indien rasant. Für deutsche Hersteller eröffnen sich dadurch weltweit große Marktchancen. Sie haben die Entwicklung von effizienten Kraftwerken, Maschinen und Anlagen sowie von Erneuerbare-Energien-Technologien entscheidend vorangetrieben. Und sie wissen aus langjähriger Exporterfahrung, wie diese Technologien im Ausland optimal eingesetzt werden.'

Fünf innovative Unternehmen erhielten zudem auf dem WORLD ENERGY DIALOGUE den internationalen 'Energy Efficiency Award' für beispielgebende Projekte zur Energieeffizienz-Steigerung. Diese Auszeichnung erfolgte durch die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) und Deutsche Messe Hannover in Zusammenarbeit mit der Initiative EnergieEffizienz. Die Unternehmen ebm-papst Mulfingen GmbH & Co. KG, die Brauerei Bosch GmbH & Co. KG und Evonik Industries AG erhielten den mit insgesamt 30 000 Euro dotierten Preis.

Catharina Daues | Deutsche Messe
Weitere Informationen:
http://www.hannovermesse.de

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