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Neue Methoden der schonenden Gebäudesanierung

23.04.2012
Wie mit innovativen Betonrezepturen denkmalgerecht saniert werden kann und neue Analysemethoden bei der Entwicklung neuer Werkstoffe helfen, zeigen drei Professuren der Fakultät Bauingenieurwesen an der Bauhaus-Universität Weimar ab Montag, 23. April 2012, am Gemeinschaftsstand „Forschung für die Zukunft“.
Der seit mehr als 2000 Jahren verwendete Baustoff Beton ist mittlerweile ein hoch entwickeltes Baumaterial. So wird z. B. selbstverdichtender Beton (SCC - Self Compacting Concrete) für sehr filigrane Bauteile verwendet. Durch die Zugabe von kleinen Kunststoffpartikeln kann dieser Spezialbeton für eine Vielzahl weiterer, teilweise völlig neuer Aufgaben angepasst werden. Die Professur Polymere Werkstoffe stellt auf der Hannover Messe zwei davon vor.

Die Sanierung von Gebäuden beschränkt sich nicht nur auf historische Lehm- und Ziegelbauwerke, sondern betrifft auch Schäden an Beton. Auch in diesen Fällen besteht der Anspruch, denkmalgerecht zu sanieren und die ursprünglichen Merkmale, z. B. der originalen Schalungsstruktur und Farbigkeit, wiederherzustellen. Mit den bisherigen Verfahren der Betoninstandsetzung ist dies nicht machbar. Durch die spezielle Rezeptur des durch Polymere modifizierten selbstverdichtenden Betons (PSCC) werden jedoch die benötigten Eigenschaften wie verbesserte Haftung und gute Einfärbbarkeit erreicht. Außerdem ermöglicht PSCC, vergleichsweise dünne Schichten auch auf vertikale Oberflächen von Betonbauwerken aufzubringen, die die originalen Strukturen denkmalpflegerisch abbilden.

Im Maschinenbau bietet sich eine weitere für Beton neuartige Anwendung. Hier ermöglichen die speziellen Eigenschaften des PSCC die Fertigung präziser, ebener und integrierter Maschinengestelle. Durch spezielle Fertigungstechnologien ist es möglich, sehr kostengünstige Bauteile herzustellen. Diese Bauteile werden beispielsweise als Gestelle für Geräte in der Hochpräzisionsmesstechnik genutzt.

Ein weiteres Forschungsprojekt, das sich auf der Hannover Messe präsentiert, beschäftigt sich mit numerischen und experimentellen Methoden, um gefügte Bauteile zu analysieren. Gefügte Bauteile werden aus unterschiedlichen Werkstoffen hergestellt, die miteinander verbunden werden, wie z. B. zwei Quarz- bzw. Floatglasscheiben. Hintergrund dieses an der Juniorprofessur Simulation und Experiment sowie an der Professur Stahlbau angesiedelten Projekts ist, dass die Herstellung solcher Bauteile stets Risiken birgt. Um optimale Ergebnisse für die geforderte Anwendung zu entwickeln, können numerische Analysemethoden genutzt werden. Damit lässt sich prognostizieren, wie verschiedene Faktoren die Herstellung und die Eigenschaften des Bauteils beeinflussen. Damit helfen sie letztendlich Kosten zu sparen.

Hannover Messe 2012, Hannover
23. bis 27. April 2012
Gemeinschaftsstand „Forschung für die Zukunft“
Halle 002, Stand C37
www.hannovermesse.de

Kontakt:
Professur Polymere Werkstoffe, Prof. Andrea Dimmig-Osburg
E-Mail: andrea.dimmig-osburg@uni-weimar.de
Tel.: +49 (0) 36 43/58 47 13

Professur Stahlbau, Prof. Frank Werner
E-Mail: frank.werner@uni-weimar.de
Tel.: +49 (0) 36 43/58 44 45

Juniorprofessur Simulation und Experiment, Prof. Jörg Hildebrand
E-Mail: joerg.hildebrand@uni-weimar.de
Tel.: +49 (0) 36 43/58 44 42

Für Rückfragen können Sie sich gern an Claudia Goldammer, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Fakultät Bauingenieurwesen, unter +49 (0) 36 43/58 11 93 oder per Mail an claudia.goldammer@uni-weimar.de wenden.

Claudia Weinreich | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-weimar.de/bauingenieurwesen

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