Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Metropolitan Solutions – Aussteller präsentieren Technologien für urbane Infrastrukturen von morgen

18.02.2011
– Siemens mit umweltfreundlichen Lösungen für Städte
– Imtech zeigt Konzepte für dezentrale Energieversorgung
Jeder zweite Mensch lebt weltweit in einer Stadt, in Europa sind es über 70 Prozent. Urbane Zentren rund um den Globus sind für 75 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs verantwortlich. Der steigende Energie- und Ressourcenbedarf stellt die Infrastruktur vor Herausforde­rungen. Auf der HANNOVER MESSE 2011 werden im Rahmen der Sonder­ausstellung Metropolitan Solutions Lösungen für die kommenden Aufgaben präsentiert.

So können effizientere Transportsysteme den Verkehr in Innenstädten verringern. Moderne Verkehrsmanagementsysteme sind in der Lage, hohe Verkehrsaufkommen zu regeln. Metrosysteme werden durch Leichtbau­weisen umweltfreundlicher. Intelligente Gebäudeautomationssysteme erhöhen durch Überwachungs-, Steuer-, Regel- und Optimierungseinrich­tungen die Energieeffizienz von Häusern.

Seit Jahren werden auf der HANNOVER MESSE Entwicklungen der Industrie und von Forschungsinstituten zu den Themen Automation, Leichtbau­technologien oder Energie vorgestellt. Als Lösung für die Probleme von Megacities wurden solche Themen bisher selten präsentiert.

Siemens: Grüner Strom für London und sauberes Wasser für Singapur

Mit dem Ausstellungsbereich Metropolitan Solutions in Halle 8 ändert sich dies. So zeigt der Siemens-Konzern ausgewählte Projekte zur Strom­versorgung und Energiegewinnung sowie umweltfreundliche Lösungen aus der Gebäudetechnik, Mobilität und Wasserversorgung für Großstädte. Eines dieser Projekte ist „London Wind“, die Versorgung von zukünftig 750 000 Haushalten des Großraums der Metropole mit Strom aus erneu­erbaren Energiequellen. Dazu errichtet Siemens in der Themse-Mündung einen Offshore-Windpark mit 175 Windenergieanlagen, die eine Gesamtleistung von 630 Megawatt erzeugen können. Geplant ist, den Windpark bis auf eine Leistung von 1 000 Megawatt auszubauen. Damit wird der Offshore-Windpark „London Array“, den Siemens auch ans britische Stromversorgungsnetz anbinden wird, zum Zeitpunkt seiner Fertig­stellung 2012 der größte der Welt sein.

In Singapur, einer Stadt, die über kein eigenes Grundwasser zur Versor­gung der Bevölkerung verfügt, hat Siemens 2010 eine Membranbioreaktor(MBR)-Anlage in Betrieb genommen. Bereits zuvor lieferte der Konzern Aufbereitungstechnologien für das Wasserwerk Changi, wo kommunale Abwässer aufbereitet werden. Damit kann Singapur dem Wasserkreislauf bis zu zehn Millionen Liter Wasser pro Tag wieder zuführen. Im Schnitt durchfließen 288 000 Kubikmeter Wasser pro Tag das Wasserwerk Changi, in Spitzenzeiten kann die Anlage bis zu 316 000 Kubikmeter filtern. Da das Wasser mit geringem Druck durch die Filter fließt, hat die MBR-Anlage einen äußerst niedrigen Energieverbrauch.

Imtech: Energiegewinnung aus Abfall

Neben Siemens, dem Deutschen-Bahn-Konzern und zahlreichen weiteren Ausstellern präsentiert auch das Unternehmen Imtech technische Lösungen für Megacities. Die Thematik nimmt an Bedeutung ständig zu, sagt Klaus Betz, Geschäftsführer Imtech Deutschland: „Die drohenden Klimaverän­derungen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen können wir nur abwenden, wenn wir wesentlich effizienter mit Energie umgehen. Über die Technik und das Knowhow verfügen wir bereits heute, wir müssen beides nur intelligent und wirtschaftlich einsetzen.“

Imtech konzentriert sich im Ausstellungbereich Metropolitan Solutions auf der HANNOVER MESSE 2011 unter anderem auf die Themenbereiche Energieeffizienz für Gebäude, Kraftwerks- und Energietechnik, Energie-Contracting und Energiegewinnung aus Abfall.

Bei der Versorgung mit Strom findet nach den Worten von Klaus Betz schleichend ein Umbruch statt: Großkraftwerke, die weit weg von den Verbrauchern stehen, geben systembedingt große Mengen von Wärme an die Atmosphäre ab – damit bleibt ein wesentlicher Teil des Primärener­gieeinsatzes ungenutzt. Die dezentrale Energieversorgung von Städten und Gemeinden zum Beispiel durch Blockheizkraftwerke, Biomassekraft­werke oder die Nutzung von Geothermie liefert Strom und Wärme direkt am Ort der Gewinnung.

Über die HANNOVER MESSE

Das weltweit bedeutendste Technologieereignis wird vom 4. bis 8. April 2011 in Hannover ausgerichtet. Die HANNOVER MESSE 2011 vereint 13 Leitmessen an einem Ort: Industrial Automation, Motion, Drive & Auto­mation, Energy, Power Plant Technology, Wind, MobiliTec, Digital Factory, ComVac, Industrial Supply, CoilTechnica, SurfaceTechnology, MicroN­anoTec und Research & Technology. Die zentralen Themen der HANNOVER MESSE 2011 sind Industrieautomation, Energietechnologien, Antriebstechnik, industrielle Zulieferung und Dienstleistungen sowie Zu­kunftstechnologien. Frankreich ist das Partnerland der HANNOVER MESSE 2011.

Ansprechpartner für die Redaktion:
Christian Riedel
Tel.: +49 511 89-31019
E-Mail: christian.riedel@messe.de

Christian Riedel | Deutsche Messe AG
Weitere Informationen:
http://www.hannovermesse.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Hannover Messe Preview 2017: Industrie 4.0: Virtueller Zwilling steuert die Produktion
09.02.2017 | Fraunhofer-Gesellschaft

nachricht Hannover Messe Preview 2017: Bauteil mit Verantwortung
09.02.2017 | Fraunhofer-Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie