Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mehr Fahrsicherheit für Motorräder und Quads

09.04.2009
FH Osnabrück präsentiert neue Fahrzeug-Prüfsysteme auf der Hannover Messe

Der Laborbereich Fahrzeugtechnik der Fachhochschule Osnabrück ist vom 20. bis 24. April mit einem innovativen Projekt auf der Hannover Messe vertreten. Prof. Dr. Norbert Austerhoff und Prof. Dr. Viktor Prediger stellen die von ihnen entwickelte Prüfanlage zur Bestimmung der Betriebsfestigkeit kleinerer Straßenfahrzeuge vor.

Diese Prüftechnologien wurden an der FH Osnabrück in Kooperation mit der TÜV Nord Mobilitäts-GmbH entwickelt und kommen bei Motorrädern und Quads zum Einsatz.

"Für diese Fahrzeugtypen fehlte es in der Industrie bislang an allgemein zugänglichen Verfahren zur Bestimmung der Betriebsfestigkeit", erklärt Prof. Austerhoff. Problematisch sei dies gerade für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die bei der Entwicklung von Bauteilen für kleinere Fahrzeuge in der Vergangenheit nur auf ihren eigenen - häufig begrenzten - Erfahrungsschatz zurückgreifen konnten. Die in der Fahrzeugindustrie gängigen Methoden zur Bestimmung der Betriebsfestigkeit eines Kleinfahrzeugs sind zeit- und kostenaufwändig. Zudem fallen diese Techniken bei vielen Großunternehmen unter das Betriebsgeheimnis, so dass sie kleineren Herstellern nicht zugänglich sind. Auch fehlen gesetzliche Vorschriften zur Durchführung der Betriebsfestigkeitsuntersuchungen an Motorrädern und Quads, die in Kleinserien gebaut werden.

"Unsere Prüfsysteme bedeuten besonders für KMUs einen Fortschritt in punkto Entwicklung und Fahrsicherheit, da sie einem Kleinserienhersteller von Fahrzeugen und Motorrädern eine Betriebsfestigkeitsprüfung von Bauteilen mit einem begrenzten Zeit- und Kostenaufwand ermöglichen", so Prof. Prediger. Im Vorfeld des Projekts führten die Verantwortlichen Online-Befragungen unter Motorradfahrern sowie Testfahrten durch, um genaue Messdaten zum Fahrverhalten sowie zum Spannungszustand eines Motorrades zu ermitteln.

Nach einer mehrjährigen Entwicklungsphase hat das Projekt-Team um die beiden Professoren nun eine einheitliche Methode entwickelt, die es ermöglicht, die im Fahrbetrieb eines Motorrads oder Quads auftretenden Belastungen zu bestimmen und auf einem Prüfstand zum Testen von Fahrzeugen einzusetzen. Hierzu kommen unter anderem umfangreiche Messtechnik und komplizierte mathematische Datenverarbeitungsmethoden zum Einsatz. Auf dem neuentwickelten Prüfstand wird nun die Betriebsfestigkeit der tragenden Komponenten eines Motorrads oder Quads in einer kurzen Testprüfung untersucht. Das Verfahren prüft die Auswirkungen der Belastungen auf die einzelnen Fahrzeugbauteile innerhalb von etwa 72 Stunden am Stück - und das über eine virtuelle Strecke von rund 100.000 Kilometern.

Inzwischen erhalten die Projektleiter der FH Osnabrück jeden Monat mehrere Anfragen von Unternehmen zur Durchführung der Betriebsfestigkeitsuntersuchungen. "Wir nehmen gern weitere Aufträge an", so Prof. Prediger. Er und sein Kollege sind für Interessenten unter Tel.: 0541/969-2960 oder -2135 zu erreichen.

Das Projekt der Fachhochschule Osnabrück wird am Gemeinschaftsstand der niedersächsischen Hochschulen (Stand A10) in Halle 2 vorgestellt. Die Hannover Messe zählt zu den bedeutendsten Technologieveranstaltungen weltweit und steht dieses Jahr unter dem Leitthema "Energieeffizienz in industriellen Prozessen".

Miriam Riemann | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-osnabrueck.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Rittal mit neuer Push-in-Leiteranschlussklemme - Kontakte im Handumdrehen
26.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Neuer Blue e+ Chiller von Rittal - Exakt regeln und effizient kühlen
25.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

17.10.2017 | Informationstechnologie

Pflanzen gegen Staunässe schützen

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Trends der Umweltbranche auf der Spur

17.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz