Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Massivumformung - Essenziell für die gesamte Industrie

17.02.2009
Internationale Unternehmen der Massivumformung präsentieren sich auf der Subcontracting

Aktive Zusammenarbeit mit der Wissenschaft gibt wichtige Impulse für die gesamte Industrie

Energieeffizientes Arbeiten und die Produktion für erneuerbare Energien unterstützen den Klimaschutz

Die Massivumformung hat ihren festen Platz in der Industrie. Gerade im Maschinenbau, wo es auf hochbelastbare Bauteile ankommt, die absolut zuverlässig funktionieren müssen, kann nicht auf geschmiedete Teile verzichtet werden.

Es gibt kein motorgetriebenes Fahrzeug, das fährt, fliegt oder schwimmt, in dem nicht mindestens ein geschmiedetes Bauteil zu finden ist. Wurde vormals der Schwerpunkt auf die Materialherstellung gelegt, verlassen heute mehr und mehr zerspante und einbaufertige Bauteile sowie auch Komponenten die Schmieden und Kaltmassivumformer. Diese Entwicklung hat den Industriezweig verändert, zusätzliches hochqualifiziertes Fachpersonal und kostenintensive Produktionsmaschinen erforderlich gemacht sowie weitere Anwendungsmöglichkeiten geschaffen.

Dem Produktionsvolumen nach ist Deutschland Marktführer in Europa, so eine Untersuchung des europäischen Branchenverbandes EUROFORGE, und kann weltweit den zweiten Platz nach China behaupten. Durch die beständige Weiterentwicklung, schnell aufeinanderfolgende Innovationen und ihrem Ruf, hervorragende Prozess- und Produktqualität zu liefern, können sich die deutschen Massivumformer von der internationalen Konkurrenz abheben.

Laut einer Veröffentlichung des Industrieverbandes Massivumformung sind die ungefähr 250 deutschen, überwiegend mittelständischen Unternehmen im Bereich der Massivumformung auf ihrem Gebiet Technologieführer in fast allen Produktbereichen, die auf Hochtechnologien basieren. Seit 1996 ist die Branche im Schnitt jährlich um über fünf Prozent gewachsen und bedient mit einer Exportquote von über 35 Prozent im großen Rahmen den internationalen Raum. Diverse Branchen sind von der Massivumformung abhängig. Dazu gehören der Fahrzeugbau, der zwei Drittel der Produktion abnimmt, der Maschinen­bau, auf den 20 Prozent fallen, sowie die Luft- und Raumfahrt, der Energiesektor, die Medizintechnik und der Schiffbau.

Konsequente Entwicklungs- und Forschungsarbeit stärken die Branche

Auf der Subcontracting, der führenden Leitmesse der Zulieferindustrie, wird es 2009 in Halle 4 den Gemeinschaftsstand des Industrieverbandes Massivumformung e.V. geben. Im Rahmen der HANNOVER MESSE stellen zahlreiche Unternehmen der Massivumformung Produkte, Prozesse und Innovationen vor. Kontakte können geknüpft und Fragen direkt von Experten beantwortet werden. Durch das Zusammentreffen aller Industriezweige lassen sich Ideen austauschen und Probleme sowie Lösungen gemeinsam und vor allem interdisziplinär angehen. Die Aussteller bieten ein umfangreiches Produktspektrum von Aluminium-Gesenkschmiedeteilen über Freiformschmiedestücke, gewalzte Ringe, Kaltfließpressteile und Präzisionsschmiedeteile bis hin zu Stauchteilen und Warmfließpressteilen.

"Trotz der wirtschaftlich angespannten Lage in Deutschland oder besser gesagt weltweit ist es für den Industrieverband Massivumformung selbstverständlich, auf der HANNOVER MESSE 2009 Flagge zu zeigen", sagt Olaf Szebsdat von der Infostelle Industrieverband Massiv­umformung e. V. "Diese Branche kann mit Recht stolz auf ihre technisch und wirtschaftlich konkurrenzfähigen Produkte und ihre qualifizierten Mitarbeiter sein. Anhand des Industriezweiges Massivumformung zeigt sich einmal mehr, dass konsequente Entwicklungs- und Forschungsarbeit eine ganze Branche auch in Zukunft weltweit wettbewerbsfähig halten. Überzeugen Sie sich davon selbst auf unserem Messestand in Halle 4, Stand E42."

Die Kooperation mit der Wissenschaft ist ein fester Bestandteil der deutschen Massivumformer. Diese Zusammenarbeit funktioniert in Form von Forschungsprojekten mit einheimischen Forschungsinstituten und Hochschulen. Der Industrieverband Massivumformung e. V. arbeitet mit 15 Forschungspartnern zusammen, die sich speziell mit der Massiv­umformung befassen. Hinzu kommen drei weitere Forschungspartner, die sich der Werkstoffentwicklung widmen.

Eine wichtige Entwicklung im Zusammenhang mit der computergestützten Bauteil- und Verfahrenstechnik ist die Simulations­technik, die es ermöglicht, alle Vorgänge eines Umformprozesses im Vorfeld zu analysieren und überprüfen, um so schneller effizientere Materialien und Prozesse zu entwickeln. Weitere Forschungsgebiete sind die Weiterentwicklung bei Stahl- und Aluminiumlegierungen sowei die Gewichtsreduzierung bei gleichzeitiger Erhöhung der Sicherheit und Kosteneinsparungen.

Energieeffizienz- und Klimaschutzmaßnahmen erfolgreich umsetzen

Gerade im Bereich der Energieeffizienz und des Klimaschutzes ist der Industriezweig Massivumformung weit vorn. Einsparungen werden erreicht durch konsequente Wärmerückgewinnung bei der Warm­umformung, effizientere Erwärmungsarten, Investitionen in neue Anlagen ohne Prozessunterbrechung und vorteilhaftere Arbeitsprozesse wie die Bearbeitung des Vormaterials aus dem Stahlwerk direkt nach der Schmelze. Deutschlands energieintensive Unternehmen haben ihre Energiekosten seit 2001 je nach Fertigungsart pro Tonne Stahl um bis zu 20 Prozent senken können.

Auf der anderen Seite wird eine Reduktion des Treibstoffverbrauches von Kraftfahrzeugen durch computerberechneten Leichtbau im Fahrzeugbau erreicht. Dies schlägt sich auch in erhöhter Fahrdynamik, mehr Agilität und besserem Abrollkomfort nieder. Durch geschmiedete Bauteile können hier bis zu 30 Prozent Gewicht eingespart werden. Auch regenerative Energieanlagen wie die Windenergie sind auf Schmiedeteile angewiesen. Eine Windenergieanlage benötigt beispielsweise Schmiede­teile für die Antriebsachse und das Getriebe sowie gewalzte Ringe für den Turmaufbau und die Rotorblatteinstellung. Durch ihre 13 Leitmessen wird auf der HANNOVER MESSE die Verwendung dieser Technologie direkt vor Ort erlebbar: So können beispielsweise auf der neuen Leitmesse Wind neueste Windkraftanlagen und damit die verwendeten Zuliefertechnologien in Augenschein genommen werden.

Katja Havemeister | Deutsche Messe AG
Weitere Informationen:
http://www.hannovermesse.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Rittal mit neuer Push-in-Leiteranschlussklemme - Kontakte im Handumdrehen
26.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Neuer Blue e+ Chiller von Rittal - Exakt regeln und effizient kühlen
25.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Im Focus: Quantensensoren entschlüsseln magnetische Ordnung in neuartigem Halbleitermaterial

Physiker konnte erstmals eine spiralförmige magnetische Ordnung in einem multiferroischen Material abbilden. Diese gelten als vielversprechende Kandidaten für zukünftige Datenspeicher. Der Nachweis gelang den Forschern mit selbst entwickelten Quantensensoren, die elektromagnetische Felder im Nanometerbereich analysieren können und an der Universität Basel entwickelt wurden. Die Ergebnisse von Wissenschaftlern des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel sowie der Universität Montpellier und Forschern der Universität Paris-Saclay wurden in der Zeitschrift «Nature» veröffentlicht.

Multiferroika sind Materialien, die gleichzeitig auf elektrische wie auch auf magnetische Felder reagieren. Die beiden Eigenschaften kommen für gewöhnlich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungen

Biowissenschaftler tauschen neue Erkenntnisse über molekulare Gen-Schalter aus

19.09.2017 | Veranstaltungen

Zwei Grad wärmer – und dann?

19.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zentraler Schalter der Immunabwehr gefunden

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Materialchemie für Hochleistungsbatterien

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie