Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Maschinen und Werkstücke im Gespräch – Fraunhofer IPK auf der Hannover Messe 2012

16.04.2012
Vom 23. bis 27. April zeigt das Fraunhofer IPK in Hannover, wie die Fabrik von morgen durch selbstorganisierende Produktion und intelligentes Condition Monitoring nachhaltig und wettbewerbsfähig gestaltet werden kann. ­Besuchen Sie uns auf der Leitmesse »Industrial Automation«, Halle 15, Stand F29.

Automatisierungstechnologien für die Produktion müssen heute nicht mehr nur ökonomischen Erwägungen gerecht werden. Vor allem der effiziente Einsatz von Ressourcen und die Fähigkeit zur flexiblen Anpassung an individuelle Kundenbedürfnisse gewinnen immer stärker an Bedeutung.

Die aktuelle Produktionspraxis ist jedoch wenig geeignet, produzierende Betriebe auf diese Anforderungen einzustellen. Maschinenbelegungspläne werden zentral oder für einzelne Werksbereiche erstellt und veralten schnell. Ändern sich Kundentermine oder treten Störungen auf – etwa unvorhergesehene Maschinenausfälle – müssen neue Pläne erstellt oder einzelne Aufträge verschoben werden. Damit sinkt die Produktivität.

Auf der Hannover Messe zeigen wir in Kooperation mit dem Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb (IWF) der TU Berlin neuartige Technologien für intelligent vernetzte Produk­tion, mit denen Unternehmen diesen Schwierigkeiten begegnen können:
- SOPRO – Selbstorganisierende Produktion in der Fabrik von Übermorgen
- Intelligentes Condition Monitoring für Hochpräzisionsmaschinen

Die Vision: Zentrale Produktionsleitsysteme werden abgelöst durch eine dezentrale Prozesssteuerung und -überwachung. Im Projekt SOPRO werden Aufträge und Ressourcen selbst zu Akteuren im Produktionsprozess. Jedes Werkstück kennt seinen Zustand und »weiß«, wie es im nächsten Schritt bearbeitet werden muss. Innerhalb eines Fertigungsnetzwerks fragt es selbständig an, welche Fertigungsressource die notwendige Auslegung und freie Kapazitäten aufweist und organisiert seinen Transport dorthin.

Die Maschinen ihrerseits sind mit Informationssystemen ausgestattet, die ihre Einsatzbereitschaft überwachen, Wartungsbedarfe antizipieren und Wartungen organisieren. So können unerwartete Störungen nicht nur schneller behoben, sondern im Idealfall von vornherein ausgeschlossen werden. Entsprechende Condition-Monitoring-Systeme werden im Rahmen des Sonderforschungsbereichs Transregio 29 am IWF der TU Berlin entwickelt.

Das intelligente Zusammenspiel der Technologien macht es möglich, die Planung und Änderung von Produktionsprozessen erheblich zu erleichtern, zu beschleunigen und zu flexibilisieren. Erforderliche Bearbeitungsoperationen werden zeitgerecht ausgeführt. Fertigungsressourcen werden optimal ausgelastet; dadurch können Bestände reduziert werden. Liegezeiten werden weitgehend vermieden. Gleichzeitig wird die Störungsanfälligkeit von Produktionsnetzwerken als Ganzes signifikant reduziert.

Zusätzlich finden Sie das Fraunhofer IPK mit folgenden Themen auf weiteren Ständen:

- Halle 2, Stand C31 – Technische Universität Berlin: »Fertigung und Genauigkeit in Produktion und MRO«
- Halle 7, Stand B10 – Fraunhofer-Allianz Numerische Simulation: Simulation von Schweiß- und Zerspanprozessen und Trockeneisstrahlen
- Halle 25, Stand F24 – Gemeinschaftsstand Elektromobilität der Region Berlin-Brandenburg: Microcarrier – elektrisches Spezialfahrzeug zur Warendistribution in Städten

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Katharina Strohmeier
Telefon +49 30 39006-140
katharina.strohmeier@ipk.fraunhofer.de

Über das Fraunhofer IPK
Das Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK betreibt angewandte Forschung und Entwicklung für die gesamte Bandbreite industrieller Aufgaben – von der Produktentwicklung über den Produktionsprozess und die Wiederverwertung von Produkten bis hin zu Gestaltung und Management von Fabrikbetrieben. Die im Rahmen von Forschungsprojekten erzielten Basisinnovationen überführen unsere Fachleute gemeinsam mit Industriepartnern in funktionsfähige Anwendungen, deren Erprobung im Versuchsfeld des Produktionstechnischen Zentrums (PTZ) Berlin oder direkt vor Ort beim Kunden erfolgt.

Steffen Pospischil | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.ipk.fraunhofer.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Prüfvorgänge servicefreundlich gestalten
20.04.2016 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

nachricht Modulare Steckverbinder in Snap-in-Rahmen
20.04.2016 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einzelne Proteine bei der Arbeit beobachten

08.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Intelligente Filter für innovative Leichtbaukonstruktionen

08.12.2016 | Messenachrichten

Seminar: Ströme und Spannungen bedarfsgerecht schalten!

08.12.2016 | Seminare Workshops