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Makroporöse Werkstoffe erobern neue Märkte

28.03.2013
Die Technologie-Lizenz-Büro (TLB) GmbH stellt innovative poröse Keramiken vor.

Feinste poröse Materialien sind für die Industrie als Mikrofilter ebenso interessant wie als Katalysatorträger, Barriereschichten oder Medizin-Implantate. Bisher waren jedoch viele Anwendungen aufgrund von zu teuren Herstellungsverfahren und der mangelhaften Materialqualitäten nicht möglich.

Ein neues Herstellungsverfahren schafft hier Abhilfe und erweitert die Einsatzmöglichkeiten solcher Werkstoffe. Auf dem Gemeinschaftsstand Baden-Württemberg International der Hannover Messe zeigt TLB Exponate von makroporösen Werkstoffen aus Keramik und Polymeren. TLB bietet die patentierte Technologie zur Lizenznahme an und ist erster Ansprechpartner für Produzenten. Entwickelt wurde das Verfahren am Institut für Mechanische Verfahrenstechnik und Mechanik des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).

Die Technologie-Lizenz-Büro (TLB) GmbH zeigt, wie die makroporösen Werkstoffe und Formteile einfach und kostengünstig aus Kapillarsuspensionen hergestellt werden können. Die gesinterten Produkte zeichnen sich durch eine definierte und offene Porenstruktur aus. „Durch das enorme Einsparpotential wird das Herstellungsverfahren wirtschaftlich erstmals auch für die industrielle Fertigung interessant. Auf der Hannover Messe sprechen wir daher insbesondere Vertreter der Chemie- und Keramik-Industrie sowie der Mikrofiltration und Verfahrenstechnik als potentielle Lizenznehmer für die Erfindung an“, so die TLB-Innovationsmanagerin Dr. Iris Kräuter.

„Hochporöse Werkstoffe mit Porengrößen im Bereich von 0,5 bis 70 Mikrometer waren bisher mit herkömmlichen Verfahren nur schlecht oder nur unter vergleichsweise hohem Kostenaufwand herstellbar. Mit unserer Erfindung lassen sich jetzt die Porengröße und die Porenverteilung erstmals auch in diesen Größenbereichen gezielt einstellen, wodurch neue Märkte erschlossen werden können“, so Prof. Dr. Norbert Willenbacher, Erfinder und Leiter des Instituts für Mechanische Verfahrenstechnik und Mechanik des KIT.

Bei dem neuen Herstellungsverfahren werden Kapillareffekte ausgenutzt, die in einer dreiphasigen Suspension aus nano- bis mikropartikulären Feststoffpartikeln wirken und die makroporöse Struktur des gesinterten Werkstoffs prägen. Die Kapillarsuspension ist mit herkömmlichen Formgebungsverfahren einfach in Form zu bringen, sodass auch Bauteile mit komplizierter Geometrie kostengünstig in Serie hergestellt werden können.
Besuchen Sie uns auf der Hannover Messe:
Halle 2 am Stand C19
8.–12. April 2013, täglich 09:00 – 18:00 Uhr

Dr. Regina Kratt | idw
Weitere Informationen:
http://www.tlb.de

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