Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Magnetismus-Netzwerk bietet Unternehmen technologische Lösungen

24.03.2015

Magnetische Phänomene sind im Alltag heute allgegenwärtig: Sie treiben Elektromotoren an, verhindern, dass Reifen blockieren, stecken hinter Computerfestplatten und medizinischen Diagnoseverfahren. Und sie können helfen, solche Techniken weiter zu verbessern.

Forschungsergebnisse des Magnetismus-Netzwerks der Großregion machen Motoren leistungsfähiger, Bauteile kleiner, Materialprüfung zuverlässiger und Produktionskosten geringer. Hieran arbeiten an den Universitäten des Saarlandes, Nancy und Kaiserslautern mehrere Forschungsgruppen auf internationalem Niveau. Im Netzwerk geben sie ihr Know-how kostenlos an Unternehmen weiter, verbessern Produkte und Produktion, bilden Ingenieure fort.


Professor Uwe Hartmann, hier bei der Analyse einer Materialprobe, leitet das Magnetismus-Netzwerk. Durch das Netzwerk verfügen die Forscher über zahlreiche, teils weltweit einzigartige Spezialgeräte.

Foto: Oliver Dietze

Auf der Hannover Messe informieren die Forscher vom 13. bis 17. April am saarländischen Forschungsstand (Halle 2, Stand B 46) über ihr Dienstleistungsangebot.

Mit den Ergebnissen der Forscher bringen Elektromotoren volle Leistung ohne Energie zu verlieren, Speichermedien speichern immer größere Mengen Daten in kürzerer Zeit, medizinische Diagnosen werden genauer, Sensoren durch Nano-Beschichtung empfindlicher.

„Unsere Arbeitsgruppen entwickeln völlig neuartige Materialien und Bauelemente, mit unseren Verfahren können wir Produkte und Produktion verbessern. Das kann Unternehmen entscheidende Wettbewerbsvorteile bringen“, sagt der Experimentalphysiker Professor Uwe Hartmann von der Universität des Saarlandes, der das Magnetismus-Netzwerk der Großregion koordiniert und leitet. „Viele Branchen können von unseren Neuentwicklungen, Technologien und Mikroskopie-Verfahren profitieren, darunter Automobilzulieferer, metallerzeugende und verarbeitende Industrie, Messtechnik- und Sensorikhersteller, Maschinenbauer, Medizintechniker, Verkehrsleittechnik- oder Sicherheitsfirmen.“

Durch das Netzwerk verfügen die Forscher über zahlreiche, teils weltweit einzigartige Spezialgeräte, etwa um Materialproben zu analysieren. „Unsere Region ist ein starkes Zentrum der angewandten Magnetismus-Forschung. Das können Unternehmen, vor allem auch kleinere und mittlere Firmen nutzen, um im internationalen Wettbewerb sichtbar und zukunftsfähig zu arbeiten. Sie können sich kostenlos mit ihren Ideen, Vorhaben oder Problemstellungen an Experten unseres Netzwerks wenden, die individuelle Lösungen entwickeln und auch beraten und schulen“, erklärt Hartmann.

Das grenzüberschreitende „Greater Region Magnetism Network“ wird im Rahmen des INTERREG-Programms von der Europäischen Union gefördert und wurde bereits während seiner Laufzeit verlängert. Das Netzwerk bündelt Arbeitsgruppen an den Universitäten des Saarlandes, Kaiserslautern und Lothringen, die sich in Forschung, Lehre und Weiterbildung austauschen und zusammenarbeiten.

Insbesondere der Technologietransfer soll unterstützt werden. „Ziel ist es, dass Ergebnisse aus der Grundlagenforschung schneller in die Industrie gelangen, hierzu bieten wir auch Fortbildung von Ingenieuren und Veranstaltungen an, bei denen wir unsere Verfahren und Ergebnisse vorstellen“, sagt Hartmann. So auch auf der Hannover Messe: Hier informieren die Forscher über das Netzwerk als Dienstleister, demonstrieren magnetische Effekte und stellen ihre Verfahren vor.

Das Netzwerk ist eingebunden in den Hochschulverbund „Universität der Großregion“, der grenzüberschreitend mehrere Universitäten in Deutschland, Luxemburg, Frankreich und Belgien in Forschung und Lehre vernetzt.

http://www.greater-magnetism.eu

Kontakt: Prof. Dr. Uwe Hartmann, Lehrstuhl für Nanostrukturforschung und Nanotechnologie der Universität des Saarlandes,
Tel.: (0681) 302-3799 oder -3798; E-Mail: u.hartmann@mx.uni-saarland.de
Dr. Haibin Gao Tel: (0681) 302-3654; E-Mail: h.gao@mx.uni-saarland.de

Der saarländische Forschungsstand ist während der Hannover Messe erreichbar unter Tel.: 0681-302-68500

Hintergrund:
Der saarländische Forschungsstand wird organisiert von der Kontaktstelle für Wissens- und Technologietransfer der Universität des Saarlandes (KWT). Sie ist zentraler Ansprechpartner für Unternehmen und initiiert unter anderem Kooperationen mit Saarbrücker Forschern. http://www.uni-saarland.de/kwt

Claudia Ehrlich | Universität des Saarlandes

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Praxisnah: Rittal zeigt umfassende Lösungskompetenz für Industrie und IT
24.03.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Key Enabling Technologies auf der HANNOVER MESSE 2017
08.03.2017 | IVAM Fachverband für Mikrotechnik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise