Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Lastprofile ermöglichen präzise Vorhersagen zum künftigen Energiebedarf

19.03.2015

Das EWE-Forschungszentrum NEXT ENERGY befasst sich in einem thematischen Schwerpunkt mit der Entwicklung und Evaluierung detaillierter Messverfahren für die Erstellung von Referenzlastprofilen. Diese sind zum Beispiel erforderlich, um elektrische und thermische Energieflüsse in Wohngebäuden für die Auslegung der Heizungsanlage bereits vor der Installation zu berechnen. Wie sich diese Daten für einen effizienteren Energieeinsatz im Gebäude-Energiemanagement nutzen lassen, erläutern die Oldenburger Wissenschaftler vom 13. bis 17. April 2015 auf der Hannover Messe in Halle 27 an Stand 55 D.

Nachdem sich das Institut bereits einen Namen in der Messtechnik, speziell in der Erstellung von Zeitraffertests, gemacht hat, richtet sich der Fokus in den aktuellen Forschungsvorhaben vor allem auf die Erstellung und die Anwendung von Referenzlastprofilen für den Hausenergiebedarf.

Mit den Leistungsdaten und dem Abgleich dieser Profile für KWK-Anlagen sind die Wissenschaftler in der Lage, unter standardisierten Bedingungen Vergleiche zwischen verschiedenen Anlagen zu generieren. Auch lassen sich Aussagen über die erzielbare Laufzeit pro Jahr, über die Nutzungsgrade sowie über die Stromeigennutzungs-Anteile ableiten.

In erster Linie erstellt NEXT ENERGY Lastprofile für Ein- und Mehrfamilienhäuser, perspektivisch auch bis hin zu Quartierslösungen für die dezentrale Energieversorgung. Dabei werden gemäß der VDI-Richtlinie 4655 sowohl verschiedene Tageslastgänge und Klimaregionen als auch die Bedarfsdaten der Gebäude berücksichtigt.

Mit eigenentwickelten Methoden und Verfahren werden die erforderlichen spezifischen Tageslastgangprofile generiert und diese in Jahresprofile bzw. Zeitraffer überführt. Eigenentwickelte Methoden ermöglichen die Erstellung projektspezifischer Testprofile. So können zum Beispiel Betriebsweisen wie Nachtabsenkung der Raumtemperatur oder Sondernutzungszeiten wie Urlaube implementiert werden. Auf Basis der umfangreichen Messdaten konnten auch Szenarien entwickelt und validiert werden, welche die Stromerzeugung aus Photovoltaik mit berücksichtigen.

Weil die unter Standardbedingungen ermittelten Normnutzungsgrade jedoch zunehmend durch neue systemische und nutzerabhängige Parameter beeinflusst werden, ist eine Weiterentwicklung der Profile dringend erforderlich: „Die bisher vorgenommenen Berechnungen stützen sich zumeist auf Daten des Deutschen Wetterdienstes aus den Jahren 1961 bis 1990.

Eine Anpassung dieser Datensätze ist aufgrund klimatischer Veränderungen bereits in neue sogenannte Testreferenzjahre überführt. Diese berücksichtigen den Zeitraum von 1988 bis 2007, finden jedoch keine breite Anwendung“, erläutert Dr. Alexander Dyck, Bereichsleiter Brennstoffzellen bei NEXT ENERGY. „Zudem haben sich nicht nur die äußeren Einflüsse durch das Klima verändert, sondern auch die Gebäudetechnik. Deshalb wollen wir einen Beitrag zur Optimierung der Profile leisten, indem wir die thermischen und elektrischen Energieflüsse ermitteln, mit denen wir es im ‚Energiehaus 2020‘ zu tun haben“.

Neben der Anwendung für Wohngebäude befassen sich die Wissenschaftler auch mit der Leistungsbestimmung von Brennstoffzellen-Stacks für verschiedene weitere Anwendungen, zum Beispiel für den Automobil-Sektor. „Hier geht es zum einen um die erforderliche Batteriegröße für eine Hybridisierung mit einer Brennstoffzelle, zum anderen um den Energiebedarf auf längeren Strecken“, erklärt Dyck. „Dafür sind Leistungs- und Bewegungsprofile erforderlich, die bei uns auf den Betrieb im Teststand übertragen werden. Bei entsprechenden Fragestellungen stehen wir Herstellern als Kooperationspartner zur Verfügung.“

Bei NEXT ENERGY ist der Bereich Brennstoffzellen in ein breites Forschungsportfolio eingebunden. So wird auf der Hannover Messe die Materialforschung am Beispiel von Elektrokatalysatoren für alkalische Brennstoffzellen oder die Membran-Herstellung ebenso dargestellt wie Aspekte der Systemintegration. Am Messestand wird den Besuchern veranschaulicht, wie die einzelnen Forschungsdisziplinen im Bereich Brennstoffzellen bei NEXT ENERGY ineinandergreifen.

Am Vortragsprogramm der Hannover Messe 2015 beteiligt sich NEXT ENERGY mit folgenden Beiträgen:

Dienstag, 14. April 2015, 10.40 Uhr, Technical Forum:
Dr. Corinna Harms (Projektleiterin bei NEXT ENERGY):
“PEMFC Stack Testing Procedures in the EU Project StackTest”

Dienstag, 14. April 2015, 16.00 Uhr, Technical Forum:
Peter Wagner (Themenfeldleiter Charakterisierung im Bereich Brennstoffzellen bei NEXT ENERGY):
“European Project CISTEM – Construction of Improved HT-PEM MEAs and Stacks for Long Term Stable Modular CHP Units”

Mittwoch, 15. April 2015, 13.00 Uhr, Public Forum:
Dr. Alexander Dyck (Bereichsleiter Brennstoffzellen bei NEXT ENERGY):
“Fuel Cell System commercialisation – Research demand to ramp up”

Weitere Informationen:

http://www.next-energy.de/

Heinke Meinen | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Rittal mit neuer Push-in-Leiteranschlussklemme - Kontakte im Handumdrehen
26.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Neuer Blue e+ Chiller von Rittal - Exakt regeln und effizient kühlen
25.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik