Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Jülich präsentiert auf der Hannovermesse innovative Bionik und ausgereifte Brennstoffzellen

20.04.2009
Bionik: Grillen-Antenne als Vorbild für Sensorchips
Brennstoffzellen: von den Grundlagen zur Anwendung

Auf der diesjährigen Hannovermesse (20. - 24. April) präsentiert sich das Forschungszentrum Jülich an zwei prominenten Ständen: Am Stand des Landes NRW (Halle 2, C38) wird vorgeführt, wie man von der Natur lernen kann, bessere Sensoren zu bauen. Auf dem Forum Wasserstoff und Brennstoffzellen (Halle 13, G66) zeigt es seine neuen Entwicklungen und Methoden auf diesem Gebiet.

„Wie die Grille es schafft, selbst an windigen Tagen den Angriff einer Spinne von fallendem Laub zu unterscheiden, würden wir gern genauer verstehen“, sagt Andreas Offenhäuser, Direktor am Jülicher Institut für Bio- und Nanosysteme. „Denn solch ein kompaktes, leistungsfähiges Signalverarbeitungssystem wäre auch für technische Anwendungen interessant.“ Intelligente Schaltungen und Sensorgitter nach dem Vorbild der Grille könnten etwa in Hörgeräten oder Mobiltelefonen eine effiziente Unterdrückung von Störsignalen gewährleisten oder auf Flugzeugtragflächen Luftströmungen kontrollieren.

Neben den Härchen und Antennen der Grille spielt vor allem die Signalauswertung durch ihr Nervensystem eine zentrale Rolle. Im Verbund filtern wenige hundert Nervenzellen aus dem Rauschen der Haarbewegung die Informationen heraus, die bei der Grille lebensrettende Reflexe auslösen. Verglichen mit dieser Leistung, ist die aktuelle künstliche (Elektro-)Technik noch sehr primitiv und erzielt selbst mit mehr Bauteilen und Energie schlechtere Ergebnisse.

Die Jülicher Arbeitsgruppe mit ihren Partnern untersucht die Prinzipien der natürlichen Sensorsysteme außer bei Grillen auch bei Fischen und Käfern. Daraus könnten Sensoren entstehen, die auch in trüben Medien wie Blut sicher Verkalkungen aufspüren oder die die sehr schnell auf Wärme reagieren.

Sauberer Antrieb dank Jülicher Brennstoffzellen

„Mit unserer Forschung wollen wir nicht nur Grundlagen schaffen“, erklärt Prof. Detlef Stolten, Leiter des Jülicher Instituts für Energieforschung-Brennstoffzellen. „Mit der Methanol-Brennstoffzelle (DMFC) sind wir mit der Entwicklung eines Klima schonenden und effizienten Antriebes bereits weit fortgeschritten. Den Prototypen eines Elektrohubwagens gibt es schon. Aus dieser Marktnische heraus lassen sich immer leistungsfähigere Brennstoffzellen entwickeln, mit denen wir dann weitere Marktsegmente erschließen können.“

Das Jülicher Institut für Energieforschung betreibt Brennstoffzellen-Forschung aus einem Guss - von der Verbesserung der Kernkomponenten für Brennstoffzellen und den Brennstoffzellenstapeln (Stacks) bis zur Entwicklung einbaufähiger Gesamtsysteme. „Mit unserem breiten Ansatz behalten wir alle notwendigen Aspekte im Auge und gewährleisten optimal aufeinander abgestimmte Entwicklungsabläufe. Nur so lässt sich das zukunftsweisende System Brennstoffzelle wirtschaftlich machen“, erklärt Stolten.

Auf dem Stand in Halle 13 wird anhand von Exponaten und an Mikroskopen gezeigt, wie die Jülicher mit ihrem Know-how aus Materialforschung, Elektrochemie und Fertigungstechnik die Membran-Elektroden-Einheit, das Herzstück der Brennstoffzelle, stetig verbessern. Außerdem werden in Jülich Brennstoffzellensysteme bis hin zu Prototypen und zusammen mit der Industrie bis zur Serienreife weiterentwickelt, etwa zum Einsatz in Palettenhubwagen.

Weiter Informationen:

Jülicher Brennstoffzellenseite
http://www.fz-juelich.de/ief/ief-3//fuelcells-einstieg
Homepage des Cilia-Projekts
http://www.cilia-bionics.org/
Jülicher Bioelektronik
http://www.fz-juelich.de/ibn/ibn2_de/
Pressekontakt:
Erhard Lachmann, M. A., Tel. 02461 61-1841,
E-Mail: e.lachmann@fz-juelich.de
Das Forschungszentrum Jülich…
… betreibt interdisziplinäre Spitzenforschung zur Lösung großer gesellschaftlicher Herausforderungen in den Bereichen Gesundheit, Energie und Umwelt sowie Informationstechnologie.

Kombiniert mit den beiden Schlüsselkompetenzen Physik und Supercomputing werden in Jülich sowohl langfristige, grundlagenorientierte und fächerübergreifende Beiträge zu Naturwissenschaften und Technik erarbeitet als auch konkrete technologische Anwendungen. Mit rund 4 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehört Jülich, Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, zu den größten Forschungszentren Europas.

Erhard Lachmann | Forschungszentrum Jülich GmbH
Weitere Informationen:
http://www.fz-juelich.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Hohe Akzeptanz vor Markteinführung - Die Entwicklung des Großschranksystems VX25 von Rittal
24.04.2018 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Rittal digitalisiert Fertigung - Produktion weltweit nach Industrie 4.0
25.04.2018 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit Hilfe molekularer Schalter lassen sich künftig neuartige Bauelemente entwickeln

Einem Forscherteam unter Führung von Physikern der Technischen Universität München (TUM) ist es gelungen, spezielle Moleküle mit einer angelegten Spannung zwischen zwei strukturell unterschiedlichen Zuständen hin und her zu schalten. Derartige Nano-Schalter könnten Basis für neuartige Bauelemente sein, die auf Silizium basierende Komponenten durch organische Moleküle ersetzen.

Die Entwicklung neuer elektronischer Technologien fordert eine ständige Verkleinerung funktioneller Komponenten. Physikern der TU München ist es im Rahmen...

Im Focus: Molecular switch will facilitate the development of pioneering electro-optical devices

A research team led by physicists at the Technical University of Munich (TUM) has developed molecular nanoswitches that can be toggled between two structurally different states using an applied voltage. They can serve as the basis for a pioneering class of devices that could replace silicon-based components with organic molecules.

The development of new electronic technologies drives the incessant reduction of functional component sizes. In the context of an international collaborative...

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Im Focus: Faserlaser mit einstellbarer Wellenlänge

Faserlaser sind ein effizientes und robustes Werkzeug zum Schweißen und Schneiden von Metallen beispielsweise in der Automobilindustrie. Systeme bei denen die Wellenlänge des Laserlichts flexibel einstellbar ist, sind für spektroskopische Anwendungen und die Medizintechnik interessant. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) haben, im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „FlexTune“, ein neues Abstimmkonzept realisiert, das erstmals verschiedene Emissionswellenlängen voneinander unabhängig und zeitlich synchron erzeugt.

Faserlaser bieten im Vergleich zu herkömmlichen Lasern eine höhere Strahlqualität und Energieeffizienz. Integriert in einen vollständig faserbasierten...

Im Focus: LZH zeigt Lasermaterialbearbeitung von morgen auf der LASYS 2018

Auf der LASYS 2018 zeigt das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) vom 5. bis zum 7. Juni Prozesse für die Lasermaterialbearbeitung von morgen in Halle 4 an Stand 4E75. Mit gesprengten Bombenhüllen präsentiert das LZH in Stuttgart zudem erste Ergebnisse aus einem Forschungsprojekt zur zivilen Sicherheit.

Auf der diesjährigen LASYS stellt das LZH lichtbasierte Prozesse wie Schneiden, Schweißen, Abtragen und Strukturieren sowie die additive Fertigung für Metalle,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Größter Astronomie-Kongress kommt nach Wien

24.05.2018 | Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Was einen guten Katalysator ausmacht

24.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Superkondensatoren aus Holzbestandteilen

24.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Neue Schaltschrank-Plattform für die Energiewelt

24.05.2018 | Messenachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics