Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innerbetriebliche Produktionsabwicklung 4.0

07.04.2015

FIR präsentiert Demonstrator auf der Hannover Messe 2015

Das FIR an der RWTH Aachen hat gemeinsam mit dem Werkzeugmaschinenlabor (WZL) der RWTH Aachen, der Demonstrationsfabrik Aachen (DFA) GmbH, der itelligence AG und der Ubisense AG einen Anwendungsfall (Demonstrator) entwickelt, der Wege zu mehr Effizienz in der innerbetrieblichen Fertigung aufzeigt.

Der Demonstrator „Ortungsbasierte Materialflusssteuerung und 3D-Montagevisualisierung“ wird vom 13. bis zum 17. April auf der Hannover Messe auf einem Gemeinschaftsstand des Softwareherstellers SAP (Stand D01 und D04) erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Die Forschungsarbeiten sind Bestandteil der Kooperation im Cluster Logistik auf dem RWTH Aachen Campus.

Der Demonstrator veranschaulicht am Beispiel der Montage des MAXeKarts, einem Kartfahrzeug, das über einen Pedelec-Motor betrieben wird, wie die Installation unterschiedlicher Bauteile im Unternehmen der Zukunft aussehen kann. Auf dem Stand wird dazu eine kleine Fertigungsstraße für Komponenten des Montagewagens zu sehen sein. Die Wagen werden mit einzelnen Bauteilen beladen und Fertigungsaufträge in SAP erzeugt.

„In dem Anwendungsfall haben wir die Montagewagen mit der RTLS (Real-Time Locating System)-Technologie ausgestattet, ortsbasierte Ereignisse sind direkt mit dem ERP-System verknüpft. Dies ermöglicht uns, den komplexen Materialfluss in Echtzeit nachzuvollziehen“, erklärt FIR-Wissenschaftler und Projektkoordinator Sebastian Schmitz.

Die in dem Demonstrator visualisierte Idee, eine Lokalisierungstechnologie direkt mit einem ERP-System zu verknüpfen, wurde bereits erfolgreich in der Demonstrationsfabrik (DFA), einer Referenzfabrik für das Thema Industrie 4.0, auf dem RWTH Aachen Campus, getestet. Während der Auftragsabwicklung in der Produktion durchläuft ein Montagewagen in der DFA dabei unterschiedliche Stationen. Jedem Montagewagen wird ein Auftrag zugeordnet.

Der Werksmitarbeiter kann so bereits im Lager über einen Tablet-PC aus dem ERP-System abrufen, welche Bauteile er für den jeweiligen Auftrag benötigt und auf den Wagen laden muss. Hat er den Montagewagen fertig beladen und das Lager verlassen, wird direkt mit dem RTLS-System erfasst, dass die Kommissionierung für den jeweiligen Auftrag abgeschlossen ist.

Gelangt der Mitarbeiter in einem nächsten Schritt mit dem beladenen Montagewagen in den eigentlichen Fertigungsbereich, kann er über seinen Tablet-PC entsprechende auf den Auftrag zugeschnittene Bauanleitungen aufrufen, um die einzelnen Bauteile zu montieren. Sobald die Montage erfolgt ist und das fertige Produkt die Produktion verlässt, wird dem System gemeldet, dass der Auftrag abgeschlossen ist.

Der Demonstrator veranschaulicht auf diese Weise Schritt für Schritt vollautomatisch die einzelnen Stationen in der Fertigung. Die gesamte Produktion wird zudem dreidimensional visualisiert. Mithilfe des Demonstrators verdeutlichen das FIR und seine Partner, dass die technischen Möglichkeiten, um Daten und Semantik auszutauschen, bereits heute vorhanden sind. Diese können zu mehr Transparenz und demnach weniger Fehlern in der Fertigung führen, sie erheblich beschleunigen und Kosten reduzieren.

Weitere Informationen über das Cluster „Smart Logistik“, daran beteiligte Unternehmen und den RWTH Aachen Campus sind im Internet auf der folgenden Seite des FIR abrufbar:

www.fir.rwth-aachen.de/campus  

Über das FIR an der RWTH Aachen
Das FIR ist eine gemeinnützige, branchenübergreifende Forschungseinrichtung an der RWTH Aachen auf dem Gebiet der Betriebsorganisation und Unternehmensentwicklung. Das Institut begleitet Unternehmen, forscht, qualifiziert und lehrt in den Bereichen Dienstleistungsmanagement, Business-Transformation, Informationsmanagement und Produktionsmanagement. Als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen fördert das FIR die Forschung und Entwicklung zugunsten kleiner, mittlerer und großer Unternehmen. Seit 2010 leitet der Geschäftsführer des FIR, Professor Volker Stich, zudem das Cluster Logistik auf dem RWTH Aachen Campus. Im Cluster Logistik ermöglicht das FIR eine bisher einzigartige Form der Zusammenarbeit zwischen Vertretern aus Forschung und Industrie. Bereits heute sind im Cluster Logistik namhafte Unternehmen immatrikuliert. Eine Übersicht der immatrikulierten Partner ist auf der Internetseite www.campus-cluster-logistik.de abrufbar.

Pressekontakt:
FIR e. V. an der RWTH Aachen
Campus-Boulevard 55
52074 Aachen

Astrid Walter, M. A., MSc., MBA
Leiterin Kommunikationsmanagement
Tel.: +49 241 47705 150
E-Mail: Astrid.Walter@fir.rwth-aachen.de

Caroline Kronenwerth, BSc
PR im Bereich Kommunikationsmanagement
Tel.: +49 241 47705 152
Fax: +49 241 47705 199
E-Mail: Caroline.Kronenwerth@fir.rwth-aachen.de

Astrid Walter | FIR e. V. an der RWTH Aachen

Weitere Berichte zu: DFA Demonstrator ERP-System FIR Fertigung Industrie Kommunikationsmanagement Logistik Produktion RWTH SAP

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Rittal mit neuer Push-in-Leiteranschlussklemme - Kontakte im Handumdrehen
26.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Neuer Blue e+ Chiller von Rittal - Exakt regeln und effizient kühlen
25.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie