Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Industrie 4.0: Fertigen für den Fortschritt

09.04.2013
Deloitte-Report zeigt Zukunftsperspektiven der produzierenden Industrie

Deloitte präsentiert auf der diesjährigen Hannover Messe "Manufacturing Renaissance - Perspektiven für eine wettbewerbsfähige Industrie": Der Report basiert auf der mit dem World Economic Forum und dem Council of Competitiveness erarbeiteten "The Future of Manufacturing Initiative - Davos 2012"/"Competitiveness Index" - der neue Report "Manufacturing for Growth" wird Anfang Mai vorgestellt werden. Die Mittelschicht wächst, vor allem in den aufstrebenden Ländern. Damit entstehen neue Nachfragezentren - und ein neuer Wettbewerb um Produktionsstandorte.

Hierbei spielen Faktoren wie die Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte, ein leistungsfähiges Bildungssystem, aber auch wirksame, zielgerichtete Einwanderungskriterien eine entscheidende Rolle. Deutschland wird in fünf Jahren das einzige europäische Land sein, das sich in den Top 15 der weltweit wettbewerbsfähigsten Länder behaupten kann. Abseits der Standortfrage müssen sich produzierende Unternehmen, die ganz vorne mithalten wollen, vor allem dem Gesamtnutzen, der Produktqualität und der Reaktionsfähigkeit beim Kundenservice stellen.

"Ist die produzierende Industrie noch wichtig? Trotz wachsender Dienstleistungssektoren in den Industriestaaten ist sie eindeutig mit 'Ja' zu beantworten. Ökonomisches Wachstum hängt direkt mit dem Entwicklungsstand der produzierenden Industrie zusammen", kommentiert Thomas Doebler, Partner und Leiter Manufacturing bei Deloitte.

Produktion ist Wachstumstreiber

Die produzierende Industrie ist und bleibt zentraler Treiber für Wachstum und Wohlstand - gerade in Ländern wie China, Thailand und Brasilien zeigt sich dieser Zusammenhang deutlich. Für die bisherigen Industriestaaten bedeutet das eine ernste Herausforderung, wenn sie ihren Status im Weltwirtschaftsgefüge halten wollen - insbesondere da auch in den aufstrebenden Ländern immer mehr hoch qualitative Produkte hergestellt werden.

Neue Mittelschicht schafft neue Nachfrage

Die Mittelschicht wächst weiter und deren Nachfrage bis 2030 von
21 auf 56 Milliarden USD, also auf mehr als das Doppelte. Rund 80 Prozent dieses Wachstums entstehen dabei in Asien. Daraus folgt ein hoher Veränderungsdruck auf die globalen Wettschöpfungsketten, denn die bisherige Aufteilung - in aufstrebenden Ländern wird für die Nachfrage in den traditionellen Industrienationen produziert - wird obsolet. Dafür spricht auch die Kaufkraftentwicklung der unterschiedlichen Regionen: Bis 2030 wird sie vor allem in China, Südkorea und Indien deutlich ansteigen.

Innovationskultur/Human Resources entscheiden

Bei den produzierenden Unternehmen wird sich eine deutliche Verschiebung der wettbewerbsfähigkeitsrelevanten Faktoren ergeben: So zählen heute neben Markenimage, Produktionstechnologien und Mitarbeiterproduktivität beispielsweise auch Ressourcen und Prozesse im Qualitätsmanagement und Finanzbereich zu den maßgeblichen Voraussetzungen. Künftiger Wettbewerbsfaktor #1 ist die mitarbeitergetriebene Innovation mit den Themen Innovationskultur, Forschungsressourcen sowie die Verfügbarkeit von Facharbeitern .

Kunden wollen hohen Nutzen und schnellen Service

Auch bei den Kundenanforderungen wird innerhalb der nächsten Jahre eine Verschiebung stattfinden. Wo heute beispielsweise einem breiten Produktportfolio große Bedeutung eingeräumt wird, erwarten die Kunden morgen vor allem einen tiefen Produktnutzen, eine hohe Liefergeschwindigkeit sowie einen reaktionsfähigen Service. Die Firmenreputation wird in jedem Fall weiter Priorität behalten.

Einwanderung ist Standortvorteil

Heute schon ein wichtiger Wettbewerbsfaktor sind die Mitarbeiter.
Künftig wird dieses Kriterium sogar noch maßgeblicher. Dazu gehören die Verfügbarkeit von Forschern, Ingenieuren und sonstigen Fachkräften, die Qualität von Schulen und Universitäten sowie zeitgemäße, klare und zielgerichtete Einwanderungsrichtlinien. Gerade letztgenannter Punkt kann in Staaten mit rückläufiger Bevölkerung entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit sein.

"Ein wettbewerbsfähiger Produktionsstandort ist das Ergebnis bestimmter Basisfaktoren. Dazu gehören Innovationsfähigkeit, Arbeits- und Energiekosten, Zulieferinfrastruktur, Attraktivität der lokalen Märkte, Steuersysteme, politische Rahmenbedingungen und das Gesundheitssystem. Aktuell steht Deutschland hier auf Platz zwei - wird jedoch innerhalb der nächsten fünf Jahre um zwei Plätze abrutschen", resümiert Thomas Doebler.

Den kompletten Report "The Future of Manufacturing Initiative - Davos 2012"/"Competitiveness Index" finden Sie unter http://ots.de/8At1y zum Download. Für den "Manufacturing for Growth"

können Sie sich unter http://ots.de/8At1y registrieren lassen.

Über Deloitte

Deloitte erbringt Dienstleistungen aus den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance für Unternehmen und Institutionen aus allen Wirtschaftszweigen. Mit einem weltweiten Netzwerk von Mitgliedsgesellschaften in mehr als 150 Ländern verbindet Deloitte herausragende Kompetenz mit erstklassigen Leistungen und steht Kunden so bei der Bewältigung ihrer komplexen unternehmerischen Herausforderungen zur Seite. "To be the Standard of Excellence" für rund 200.000 Mitarbeiter von Deloitte ist dies gemeinsame Vision und individueller Anspruch zugleich.

Die Mitarbeiter von Deloitte haben sich einer Unternehmenskultur verpflichtet, die auf vier Grundwerten basiert: erstklassige Leistung, gegenseitige Unterstützung, absolute Integrität und kreatives Zusammenwirken. Sie arbeiten in einem Umfeld, das herausfordernde Aufgaben und umfassende Entwicklungsmöglichkeiten bietet und in dem jeder Mitarbeiter aktiv und verantwortungsvoll dazu beiträgt, dem Vertrauen von Kunden und Öffentlichkeit gerecht zu werden.

Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited, eine "private company limited by guarantee" (Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach britischem Recht), und/oder ihr Netzwerk von Mitgliedsunternehmen. Jedes dieser Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig. Eine detaillierte Beschreibung der rechtlichen Struktur von Deloitte Touche Tohmatsu Limited und ihrer Mitgliedsunternehmen finden Sie auf www.deloitte.com/de/UeberUns.

© 2013 Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

Pressekontakt:
Isabel Milojevic
Leiterin Presse
Tel: +49 (0)89 29036 8825
imilojevic@deloitte.de

Isabel Milojevic | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.deloitte.com/de/UeberUns

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Prüfvorgänge servicefreundlich gestalten
20.04.2016 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

nachricht Modulare Steckverbinder in Snap-in-Rahmen
20.04.2016 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden «Krebssignatur» in Proteinen

05.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Wichtiger Prozess für Wolkenbildung aus Gasen entschlüsselt

05.12.2016 | Geowissenschaften

Frühwarnsignale für Seen halten nicht, was sie versprechen

05.12.2016 | Ökologie Umwelt- Naturschutz