Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Helmholtz-Gründer präsentieren marktreife Ideen auf der Hannover Messe

08.04.2015

Eine künstliche Haut, die Roboter feinfühliger macht, ein Leichtbau-Fahrrad nach dem Vorbild der Natur, ein Greifer, der speziell für den Transport von tiefgekühlten Proben entwickelt wurde: Das sind drei von insgesamt neun aktuellen Entwicklungen, mit denen sich Ausgründungen aus der Helmholtz-Gemeinschaft beschäftigen. Die jungen Unternehmen, die mit diesen und weiteren Ideen den Schritt auf den Markt wagen, stellen sich ab kommendem Montag auf der Hannover Messe vor.

Mit dabei in Hannover ist auch eine Kompaktanlage, die aus Gasen Kraftstoffe produziert. Das junge Unternehmen IneraTec vom Karlsruher Institut für Technologie hat sie entwickelt. Die besondere Innovation der Karlsruher besteht in chemischen Reaktoren, die in Containeranlagen integriert werden.

Diese erzeugen zwischen 80 und 600 Liter Kraftstoff am Tag. So kann das kostbare Gut unabhängig vom Förderland des Gases, also dort, wo man es benötigt, hergestellt werden. Zudem ermöglichen die Anlagen eine enorme Kohlendioxid-Ersparnis, wenn Biogas verwendet wird.

Das IneraTec-Team besteht aus einem Wirtschafts- und drei Chemieingenieuren. Ihr Ziel: ein weltweites Netz von IneraTec-Anlagen, die hochwertige, regenerative Kraftstoffe herstellen.

In den vergangenen zehn Jahren sind aus den Helmholtz-Zentren insgesamt 118 Spin-offs hervorgegangen. Allein im vergangenen Jahr hat es 19 Ausgründungen gegeben. „Auf die zuletzt stark gewachsene Anzahl sind wir stolz“, sagt Rolf Zettl, der Geschäftsführer der Helmholtz-Gemeinschaft. „Denn Gründungen sind ein besonders wichtiger Kanal des Technologietransfers.“

Über die jungen Unternehmen kämen die Ergebnisse der Forschung auf schnellstem Weg aus den Laboren in die tägliche Anwendung. Zudem würden mit ihnen meist weitere positive regionale Wirkungen einhergehen, etwa die Schaffung neuer Arbeitsplätze.

Fünf der neun auf der Hannover Messe vertretenen Ausgründungen wurden von Helmholtz durch das Förderinstrument „Helmholtz Enterprise“ oder den Helmholtz-Validierungsfonds gefördert. Beide Instrumente werden aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds finanziert, der es ermöglicht, schnell und flexibel dort Impulse zu setzen, wo strategische Ziele rasch erreicht werden sollen.

„Für ihren Weg an den Markt können die Gründer darüber hinaus das wissenschaftliche Netzwerk der Helmholtz-Gemeinschaft nutzen, die hervorragende Forschungsinfrastruktur und das Renommee unserer Zentren“, sagt Rolf Zettl.

Auf der Hannover Messe (13. – 17.04.2015) haben sie nun die Möglichkeit, sich an einem Gemeinschaftsstand (tech transfer, Halle 2) potenziellen Kunden zu präsentieren:

ELiSE, Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI)
Biconex GmbH, Helmholtz-Zentrum Dresden Rossendorf (HZDR)
DLR Solarforschung, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
OPV Engineering, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Arsolux, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ)
tacterion, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
ArtiMinds, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
inera Tec, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Suna-precision GmbH, Deutsches Elektronen-Synchrotron (DESY)

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie sowie Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit fast 37.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 18 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 3,8 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

Ansprechpartner für die Medien:

Janine Tychsen
Stellvertretende Leiterin Kommunikation und Medien
Tel.: 030 206 329-24
janine.tychsen@helmholtz.de

Dr.-Ing. Jörn Krupa
Stabsstelle Technologietransfer
Tel.: 030 206 329-72
joern.krupa@helmholtz.de

Kommunikation und Medien
Büro Berlin
Anna-Louisa-Karsch-Str. 2
10178 Berlin

Weitere Informationen:

http://www.helmholtz.de
http://www.helmholtz.de/socialmedia

Jan-Martin Wiarda | Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Rittal digitalisiert Fertigung - Produktion weltweit nach Industrie 4.0
25.04.2018 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Silizium als neues Speichermaterial für die Akkus der Zukunft
25.04.2018 | Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Why we need erasable MRI scans

New technology could allow an MRI contrast agent to 'blink off,' helping doctors diagnose disease

Magnetic resonance imaging, or MRI, is a widely used medical tool for taking pictures of the insides of our body. One way to make MRI scans easier to read is...

Im Focus: Fraunhofer ISE und teamtechnik bringen leitfähiges Kleben für Siliciumsolarzellen zu Industriereife

Das Kleben der Zellverbinder von Hocheffizienz-Solarzellen im industriellen Maßstab ist laut dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und dem Anlagenhersteller teamtechnik marktreif. Als Ergebnis des gemeinsamen Forschungsprojekts »KleVer« ist die Klebetechnologie inzwischen so weit ausgereift, dass sie als alternative Verschaltungstechnologie zum weit verbreiteten Weichlöten angewendet werden kann. Durch die im Vergleich zum Löten wesentlich niedrigeren Prozesstemperaturen können vor allem temperatursensitive Hocheffizienzzellen schonend und materialsparend verschaltet werden.

Dabei ist der Durchsatz in der industriellen Produktion nur geringfügig niedriger als beim Verlöten der Zellen. Die Zuverlässigkeit der Klebeverbindung wurde...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: Innovatives 3D-Druckverfahren für die Raumfahrt

Auf der Hannover Messe 2018 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), wie Astronauten in Zukunft Werkzeug oder Ersatzteile per 3D-Druck in der Schwerelosigkeit selbst herstellen können. So können Gewicht und damit auch Transportkosten für Weltraummissionen deutlich reduziert werden. Besucherinnen und Besucher können das innovative additive Fertigungsverfahren auf der Messe live erleben.

Pulverbasierte additive Fertigung unter Schwerelosigkeit heißt das Projekt, bei dem ein Bauteil durch Aufbringen von Pulverschichten und selektivem...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: innovative 3D printing method for space flight

At the Hannover Messe 2018, the Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung (BAM) will show how, in the future, astronauts could produce their own tools or spare parts in zero gravity using 3D printing. This will reduce, weight and transport costs for space missions. Visitors can experience the innovative additive manufacturing process live at the fair.

Powder-based additive manufacturing in zero gravity is the name of the project in which a component is produced by applying metallic powder layers and then...

Im Focus: IWS-Ingenieure formen moderne Alu-Bauteile für zukünftige Flugzeuge

Mit Unterdruck zum Leichtbau-Flugzeug

Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden haben in Kooperation mit Industriepartnern ein innovatives Verfahren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Konferenz »Encoding Cultures. Leben mit intelligenten Maschinen« | 27. & 28.04.2018 ZKM | Karlsruhe

26.04.2018 | Veranstaltungen

Konferenz zur Marktentwicklung von Gigabitnetzen in Deutschland

26.04.2018 | Veranstaltungen

infernum-Tag 2018: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

24.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Weltrekord an der Uni Paderborn: Optische Datenübertragung mit 128 Gigabits pro Sekunde

26.04.2018 | Informationstechnologie

Multifunktionaler Mikroschwimmer transportiert Fracht und zerstört sich selbst

26.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Berner Mars-Kamera liefert erste farbige Bilder vom Mars

26.04.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics