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Hannover Messe: Magnetismus-Netzwerk stellt sich als Ansprechpartner für Unternehmen vor

20.03.2013
Magnetismus kann Produktionsprozesse kostengünstig vereinfachen, Bauteile kleiner und billiger machen, Produktionskosten senken und so Produkte auf dem internationalen Markt konkurrenzfähig machen.

Das will das Magnetismus-Netzwerk der Großregion Saarland, Westpfalz und Lothringen auf dem saarländischen Forschungsstand der Hannover Messe (Halle 2, Stand C 40) beweisen. Als kostenlose Ansprechpartner für Unternehmen empfehlen sich Forschergruppen an den Universitäten des Saarlandes, Kaiserslautern und Lothringen, die sich in dem Netzwerk zusammengeschlossen haben. Die EU fördert das 1,8 Millionen schwere grenzüberschreitende Zentrum für angewandte Magnetismusforschung mit rund 900.000 Euro.

Kompass, Küchenmagnet, Magnetverschluss – solche Anwendungen von Magnetismus kennt jeder. Aber Magnetismus kann viel mehr. In den meisten Fällen steckt die unsichtbare Kraft verborgen im Detail. Ob im winzigen intelligenten Sensor für Verkehrsleit- oder Sicherheitssysteme, in medizinischen Diagnoseverfahren, in der Technik im Auto vom ABS-System bis hin zum Fensterheber-Motor, in Computerfestplatten oder in Bauteilen der Elektro-, Antriebs-, Mess- oder Regelungstechnik. An der Universität des Saarlandes, der Technischen Universität Kaiserslautern und der Université de Lorraine (Nancy) erforschen verschiedene Arbeitsgruppen magnetische Phänomene und entwickeln neuartige Anwendungen. Ihre Ergebnisse sind international anerkannt – und sollen nun verstärkt Impulse in die Wirtschaft geben: Unternehmen können sich kostenlos an die Experten wenden, die beraten, schulen und individuelle Lösungen entwickeln.

„Wir wollen die Großregion als Zentrum für Hightech-Magnetismus sichtbar machen“, sagt Experimentalphysiker Professor Uwe Hartmann von der Saar-Universität, der das Magnetismusnetzwerk der Großregion (Greater Region Magnetism Network, GRMN) koordiniert und im Namen aller Partner auf der Hannover Messe vorstellt. „Die Arbeitsgruppen haben sich zusammengeschlossen, um den Technologietransfer zu verstärken und dazu beizutragen, dass Ergebnisse aus der Grundlagenforschung in die Industrie gelangen. Wir wollen unsere verschiedenen Aktivitäten bündeln, Synergien nutzen – also etwa Spezialgeräte gemeinsam einsetzen – und nicht zuletzt auch einen engen Austausch in Lehre und Weiterbildung pflegen“, erklärt Uwe Hartmann. Das Magnetismus-Zentrum hat ein Budget von knapp 1,8 Millionen Euro, die Hälfte davon wird im Rahmen des Interreg-Programms von der Europäischen Union finanziert. Das Projekt ist eingebunden in den Hochschulverbund „Universität der Großregion“, der grenzüberschreitend Universitäten in Forschung und Lehre vernetzt. „Alle im Projekt angebotenen Dienstleistungen sind für Unternehmen und Ausbildungsstätten kostenfrei. Unternehmen können auch aktiv teilnehmen, indem sie etwa dem Firmenbeirat beitreten“, erläutert Hartmann.

Auf der Hannover Messe zeigt das Magnetismus-Netzwerk verschiedene Exponate, darunter eine schwebende Modelleisenbahn – und ein Modellauto (Pressefoto): Magnetische Sensoren und Messgeräte bewahren es sicher vorm Absturz von der Tischkante und speichern seine Fahrstrecke, so dass es diesen Weg wie von Geisterhand gesteuert fährt. „Wir wollen mit diesen auf den ersten Blick spielerischen Anwendungen zeigen, welche Möglichkeiten im Magnetismus stecken und wie vielfältig diese einsetzbar sind“, erklärt Professor Hartmann.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Uwe Hartmann, Lehrstuhl für Nanostrukturforschung und Nanotechnologie der Universität des Saarlandes

Tel. (0681) 302-3799 oder -3798; E-Mail: u.hartmann@mx.uni-saarland.de

http://www.greater-magnetism.eu

Pressefotos für den kostenlosen Gebrauch finden Sie unter http://www.uni-saarland.de/pressefotos. Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen.

Hinweis für Hörfunk-Journalisten: Sie können Telefoninterviews in Studioqualität mit Wissenschaftlern der Universität des Saarlandes führen, über Rundfunk-Codec (IP-Verbindung mit Direktanwahl oder über ARD-Sternpunkt 106813020001). Interviewwünsche bitte an die Pressestelle (0681/302-3610).

Der saarländische Forschungsstand (Halle 2, Stand C 40) wird von der Kontaktstelle für Wissens- und Technologietransfer der Universität des Saarlandes (KWT) betreut. Sie ist zentraler Ansprechpartner für Unternehmen und initiiert unter anderem Kooperationen mit Saarbrücker Forschern. http://www.uni-saarland.de/kwt

Claudia Ehrlich | Universität des Saarlandes
Weitere Informationen:
http://www.greater-magnetism.eu/
http://www.uni-saarland.de/kwt

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