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Hannover Messe: Jülicher Rekord-Brennstoffzellen auf Energy 2012

19.04.2012
Jülicher Wissenschaftler stellen auf der Hannover Messe (23. - 27. April, Halle 27 / Stand C68) Brennstoffzellen vor, die weltweit Maßstäbe setzen und mehrere Weltrekorde aufgestellt haben.

Interessant für Nachwuchswissenschaftler: Am Messestand gibt es Informationen zum Berufseinstieg. In Halle 2 präsentiert sich die Jülich Aachen Research Alliance (JARA) mit einem eigenen Stand (C32).

Das Forschungszentrum zeigt auf der Messe verschiedene Beispiele von Brennstoffzellen, die in Jülich für den mobilen und stationären Einsatz erforscht und entwickelt werden. Direktmethanol-Brennstoffzellen (DMFC) wandeln flüssiges Methanol in elektrischen Strom um. Sie sind vor allem für kleine mobile Anwendungen oder für eine unterbrechungsfreie Stromversorgung
(USV) als Alternative für Bleibatterien interessant. Die Jülicher DMFC-Systeme liegen in der kW-Klasse und könnten künftig Lagerhilfsgeräte oder Elektroscooter antreiben sowie als Notstromaggregate dienen. Im Februar

2012 hat die Jülicher DMFC einen Dauertest von über zehntausend Betriebsstunden bestanden und damit einen neuen Weltrekord erzielt. Damit steht sie im Vergleich mit den derzeit eingesetzten Batteriesätzen schon sehr gut da. Sie hält bereits doppelt so lange wie ein herkömmlicher Bleiakku.

Auf der Messe präsentieren die Forscher weitere Typen und Komponenten für zukünftige Energiesysteme, die auf Brennstoffzellen basieren.
Festoxid-Brennstoffzellen (SOFC) arbeiten mit einer ganzen Bandbreite von verschiedenen Brennstoffen und können unter anderem direkt mit Erdgas betrieben werden. Wegen der hohen Betriebstemperaturen von über 600 bis

1.000 Grad Celsius eignen sie sich vor allem für fest installierte, dezentrale Anlagen mit der Möglichkeit zur gleichzeitigen Nutzung von Strom und Wärme. Die letzte Generation der in Jülich entwickelten planaren Zellen kam zuletzt auf den weltweit unerreichten Wert von 40.000 Betriebsstunden, was der für stationäre Anwendungen geforderten Betriebszeit von fünf Jahren entspricht.

Weiterhin werden am Jülicher Stand Systeme zur Brenngaserzeugung und Hochtemperatur-Polymerelektrolyt-Brennstoffzellen (HT-PEFC) ausgestellt.
Letztere arbeiten bei einer Betriebstemperatur von 160 bis 180 Grad Celsius.
Ein Forschungsschwerpunkt ist die Bordstromversorgung für luftfahrttechnische Anwendungen. Dazu werden unter anderem Entschwefelungsprozesse erforscht, die für kommerzielles Kerosin geeignet sind. In Tests über mehr als 5.000 Stunden konnten außerdem auch turbinentaugliche Biokraftstoffe (GtL) in ein wasserstoffreiches Brenngas für die HT-PEFC umgewandelt werden, ohne dass es zu alterungsbedingten Leistungseinbußen der Reformer kommt.
Auch für Nachwuchswissenschaftler lohnt sich der Besuch des Jülicher Messestands. Interessierte erhalten dort einen Überblick zu aktuell vakanten Positionen und können sich mit den anwesenden Mitarbeitern austauschen.

Darüber hinaus beantwortet ein Vertreter aus dem Personalbereich am Mittwoch, den 25. April 2012, Fragen zum Berufseinstieg.

Zum zweiten Mal präsentiert sich auch die Jülich Aachen Research Alliance
(JARA) auf der Messe. Am JARA-Stand (Halle 2, C 32) können sich Besucher auf rund 100 Quadratmetern Ausstellungsfläche über diese Kooperation zwischen dem Forschungszentrum Jülich und der RWTH Aachen informieren. Dort werden auch gemeinsame Arbeiten aus der nachhaltigen Energieforschung vorgestellt.
Bildmaterial finden Sie unter:
http://www.fz-juelich.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/UK/DE/
2012/12-04-19Hannovermesse2012.html
Weitere Informationen:
Mehr Informationen zum Stand Wasserstoff und Brennstoffzellen:
http://www.h2fc-fair.com/
Brennstoffzellenforschung am Institut für Energie- und Klimaforschung
(IEK-3):
http://www.fz-juelich.de/iek/iek-3/DE/Home/home_node.html
Pressemitteilung "Rekord für Jülicher Brennstoffzellen", 10.2.2012:
http://www.fz-juelich.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/UK/DE/2012/2012-02-10
DMFC.html
Pressemitteilung "Weltrekord: Jülicher Brennstoffzelle bricht 40.000-Stunden-Marke", 19.3.2012:
http://www.fz-juelich.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/UK/DE/2012/12-03-19Re
kord_SOFC.html
Ansprechpartner:
Dr. Bernd Emonts, Institut für Energie- und Klimaforschung (IEK-3)
Tel.: 02461 61-3525
b.emonts@fz-juelich.de
Henning Eggert, Personalentwicklung
Tel.: 02461 61-5809
h.eggert@fz-juelich.de
Pressekontakt:
Tobias Schlößer
Tel.: 02461 61-4771
t.schloesser@fz-juelich.de

Tobias Schlößer | Forschungszentrum Jülich
Weitere Informationen:
http://www.fz-juelich.de

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