Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hannover Messe 2014: Weichenstellung für die Produktion von Morgen

21.03.2014

Die technologischen Weichenstellungen auf dem Weg zur Produktion der Zukunft stehen im Mittelpunkt des Auftritts von Siemens auf der Hannover Messe 2014.

 „Fortschreitende Digitalisierung und Vernetzung sowie das Zusammenwachsen von virtueller und realer Welt sind entscheidende Treiber in der produzierenden Industrie. Unternehmen setzen immer stärker auf innovative und integrierte Technologien, um ihre Wettbewerbsfähigkeit weiter zu steigern“, sagte Anton S. Huber, CEO der Siemens-Division Industry Automation, bei der Pressekonferenz im Vorfeld der diesjährigen Hannover Messe.

„Mit der Digital Enterprise Platform arbeitet Siemens an einem übergreifenden Ansatz, der PLM-Software mit Engineering-Anwendungen und durchgängiger Automatisierung verbindet. Damit schaffen wir die Basis für Industrie 4.0.“

In Hannover wird Siemens neben neuen Produkten für sein integriertes Antriebssystem Integrated Drive Systems (IDS) und das durchgängige Automatisierungsportfolio Totally Integrated Automation (TIA) auch die neuen „Data-Driven Services“ vorstellen, die auf der Erfassung, Analyse und Auswertung von Daten aus der Produktion basieren. Zudem zeigt der Industrieausrüster mit Totally Integrated Power (TIP) Neuentwicklungen und Konzepte für die effiziente und sichere Stromverteilung und -versorgung von Fabriken und Industrieanlagen an seinem Stand in Halle 9.

Unter dem Motto „Making things right“ gibt der Siemens-Stand in Halle 9 auf 3500 Quadratmetern einen Überblick über das Portfolio für Kunden aus der Industrie. Der ganzheitliche Ansatz deckt den gesamten Produktentwicklungs- und Produktionsprozess von Industrieunternehmen ab. Entlang der fünf Schritte Design, Planning, Engineering sowie Execution und Services präsentiert Siemens den Besuchern in Hannover zahlreiche neue Produkte und Lösungen.

Jeder Schritt wird am Stand mit einem eigenen Highlight-Exponat in Szene gesetzt. Im „Future Forum“ – einem erweiterten Standbereich mit zusätzlicher Bühne und hochauflösendem, kreisrunden LED-Display mit acht Metern Durchmesser – inszeniert Siemens Forschungsthemen aus allen Bereichen des Konzerns und eröffnet den Besuchern gleichsam einen Blick in die Zukunft.

Zum Standkonzept auf der Hannover Messe 2014 sagte Anton S. Huber: „Siemens unterstützt den gesamten Wertschöpfungsprozess seiner Kunden durch integrierte Industriesoftware und durchgängige Technologien. Damit verbessern wir den Workflow und tragen zur Steigerung von Produktivität und Effizienz der Unternehmen bei.“ Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Verschmelzung von virtueller und realer Welt. Huber: „Mit dem Siegeszug der Digitalisierung in der Produktion steht uns ein Paradigmenwechsel für die nächste Produktivitätsstufe bevor. Die Integration der Produktentwicklungs- und Produktions-Lebenszyklen, also die idealerweise parallele Entwicklung von Produkt und Herstellungsumgebung, können die Time-to-Market um bis zu 50 Prozent reduzieren.“

Auch die Effizienzgewinne beim Engineering würden laut Anton S. Huber immer wichtiger. Mit steigendem Umfang und zunehmender Komplexität der Automatisierung wachsen auch die Kosten für das Engineering stark an. Mit dem TIA Portal können Anwender per intuitiver Benutzerführung und konsistenter Datenhaltung diese Aufwände  deutlich reduzieren. „Die Unterstützung der Engineering-Prozesse mit Software ist unverändert einer der wichtigste Produktivitätshebel für die Industrie“, sagte Huber. „Mit dem TIA Portal wandeln unsere Kunden die durch zusätzliche Automatisierung erzielbaren Produktivitätsgewinne in Kostenvorteile um.“ Das TIA Portal wurde in der zuletzt vorgestellten Version 13 in mehreren Funktionsbereichen verbessert – etwa im Diagnosekonzept, beim Know-how-Schutz und in der synchronisierten Zusammenarbeit bei grösseren Projekten im Team. Zudem wurden weitere Engineeringtools wie die Scada (Supervisory Control and Data Acquisition)-Software Simatic WinCC V13 in die einheitliche Arbeitsumgebung integriert sowie auf Antriebsseite die Umrichterfamilie Sinamics G110M für die Projektierung im TIA Portal erweitert.

Im Rahmen des im letzten Jahr auf der Hannover Messe erstmals präsentierten Konzepts „Integrated Drive Systems“ (IDS) stellt Siemens neue Komponenten wie den Frequenzumrichter Sinamics G110M vor, der in Verbindung mit Simogear Getriebemotoren für maximale Effizienz in der Applikation sorgt. Die Vorkonfiguration von Umrichter in Verbindung mit Motor sowie das intuitive Engineering im TIA Portal erleichtern und beschleunigen die Inbetriebnahme deutlich. „Unser Ansatz eines durchgängigen und für jede Anwendung optimal integrierten Antriebssystems bietet unseren Kunden aus unterschiedlichsten Branchen einen messbaren Kundennutzen. So können unsere Kunden durch das Engineering des Antriebssystems im TIA Portal ihre Entwicklungszeiten beispielsweise um 30 Prozent reduzieren. Die durchgängige Integration kann die Verfügbarkeit von Anwendungen und Anlagen auf bis zu 99 Prozent steigern und zugleich zu Einsparungen von Wartungskosten von bis zu 15 Prozent führen“, sagte Ralf-Michael Franke, CEO der Siemens-Division Drive Technologies.

Mit IDS geht Siemens auch in der Antriebstechnik den entscheidenden Schritt in Richtung Fertigung der Zukunft. Erst die optimale Dimensionierung aller Teilkomponenten des Antriebssystems sowie die durchgängige Vernetzung mit der Steuerungs- und Fertigungsebene ermöglichen intelligente, selbstoptimierende und autonome Fertigungsabläufe. Damit können weitere deutliche Steigerungen in Produktivität und Energieeffizienz sowie ein nachhaltiger und kostengünstiger Betrieb der jeweiligen Applikation über den gesamten Lebenszyklus erreicht werden.

Ein weiterer Messe-Schwerpunkt liegt auf dem Service-Geschäft. „Durch die wachsende Komplexität und zunehmende IT-Durchdringung der Produktion nimmt auch der Bedarf an Leistungen rund um die Analyse von Daten aus der Fertigung zu“, erläutert Dirk Hoke, CEO der Siemens-Division Customer Services. „In diesem Bereich erweitern wir insbesondere das Angebot an Fernwartungslösungen und Cloud-basierten Services“. So reichen die „Drive Train Condition Monitoring“-Services beispielsweise von der mobilen Überprüfung einzelner Komponenten wie Motor oder Getriebe bis hin zur kontinuierlichen Online-Überwachung des gesamten Antriebsstrangs. Zudem baut Siemens sein Angebot an sogenannten „Data-Driven Services“ weiter aus. Dabei werden zum Beispiel Prozess- und Produktionsdaten kontinuierlich in Echtzeit erfasst und analysiert. So können zukünftige Entwicklungen errechnet und daraus die richtigen Entscheidungen für die Produktion abgeleitet werden. Durch gezielte Datenerfassung und aussagekräftige Analysen ermöglicht etwa das Service-Angebot „Energy Analytics“ messbare Energieeinsparungen. Die Zustandsüberwachung laufender Systeme („Asset Analytics Services“) hilft wiederum, die Verfügbarkeit von Maschinen und Anlagen zu sichern. Durch die Erfassung und Analyse entsprechender Daten können Anwender frühzeitig mit geplanten vorbeugenden Wartungsmassnahmen auf Materialverschleiss und andere Störfaktoren reagieren. Kostspielige ungeplante Stillstände und grössere Schäden werden dadurch vermieden. Ein dritter Bereich sind ganzheitliche Sicherheitslösungen im Bereich der Industrial Security Services, die helfen, die gesamte Informations- und Kommunikationstechnologie industrieller Anlagen vor Cyberattacken von aussen sowie vor Störungen von innen zu schützen.

Fertigungsstrassen werden immer komplexer, vernetzter und kommunikativer. Die Prozesse werden schneller und ausgeklügelter. Mit der steigenden Komplexität steigen auch die Anforderungen an die sichere Stromverteilung. Zum einen muss der Strom immer verfügbar sein, zum anderen steigen die Anforderung an den Schutz und die Ausfallsicherheit. Stromunfälle bei Wartungsarbeiten müssen genauso vermieden werden wie kostspielige Stillstandzeiten. Ein Stromausfall von Sekunden könnte bereits den Ausfall einer gesamten Produktionscharge bedeuten. So sind nachhaltige Produktivität und effizienter Energieeinsatz in Industriebetrieben heute nur möglich, wenn auch die dazu eingesetzten Systeme und Geräte ausreichend gegen elektrisch bedingte Störungen geschützt sind. Durchgängige Schutzkonzepte für Industriebetriebe sind Teil des Siemens-Konzepts Totally Integrated Power (TIP), mit dem Siemens sein Portfolio für die Energieverteilung bündelt. „Hinter TIP steht unser umfassendes Spektrum von Produkten, Systemen und Lösungen für die Nieder- und Mittelspannung, das wir über den gesamten Lebenszyklus hinweg durch Support ergänzen – von der Planung mit eigenen Softwaretools, über die Installation bis hin zu Betrieb und Service“, sagte Ralf Christian, CEO der Siemens-Division Low and Medium Voltage. „Intelligente Schnittstellen ermöglichen die Anbindung an die Gebäude- oder Industrieautomatisierung und schöpfen damit das ganze Optimierungspotenzial einer durchgängigen Lösung aus.“ In Hannover stellt Siemens unter anderem seine neuen Kompaktleistungsschalter der Reihe 3VA für die Niederspannungs-Energieverteilung vor. Kompaktleistungsschalter zählen zu den wichtigsten Schutzkomponenten in der Niederspannungs-Energieverteilung: Mehr als 30 Millionen Stück werden schätzungsweise weltweit jährlich verbaut und in die unterschiedlichsten technischen Umgebungen integriert. Sie übernehmen auch immer mehr andere betriebsrelevante Aufgaben, zum Beispiel die Erfassung von Energiedaten.

Ansprechpartner
Nadine Paterlini
Tel. +41 (0)585 585 940
nadine.paterlini@siemens.com

Leseranfragen an:

Siemens Schweiz AG
Industry Sector
Freilagerstrasse 40
8047 Zürich
Telefon +41 848 822 844
industry.ch@siemens.com
www.siemens.ch/industry

Nadine Paterlini | Siemens Industry Sector

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Nachhaltige und innovative Lösungen
19.04.2018 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

nachricht TU Ilmenau präsentiert auf der Hannover Messe Technologie von morgen
19.04.2018 | Technische Universität Ilmenau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Im Focus: Gammastrahlungsblitze aus Plasmafäden

Neuartige hocheffiziente und brillante Quelle für Gammastrahlung: Anhand von Modellrechnungen haben Physiker des Heidelberger MPI für Kernphysik eine neue Methode für eine effiziente und brillante Gammastrahlungsquelle vorgeschlagen. Ein gigantischer Gammastrahlungsblitz wird hier durch die Wechselwirkung eines dichten ultra-relativistischen Elektronenstrahls mit einem dünnen leitenden Festkörper erzeugt. Die reichliche Produktion energetischer Gammastrahlen beruht auf der Aufspaltung des Elektronenstrahls in einzelne Filamente, während dieser den Festkörper durchquert. Die erreichbare Energie und Intensität der Gammastrahlung eröffnet neue und fundamentale Experimente in der Kernphysik.

Die typische Wellenlänge des Lichtes, die mit einem Objekt des Mikrokosmos wechselwirkt, ist umso kürzer, je kleiner dieses Objekt ist. Für Atome reicht dies...

Im Focus: Gamma-ray flashes from plasma filaments

Novel highly efficient and brilliant gamma-ray source: Based on model calculations, physicists of the Max PIanck Institute for Nuclear Physics in Heidelberg propose a novel method for an efficient high-brilliance gamma-ray source. A giant collimated gamma-ray pulse is generated from the interaction of a dense ultra-relativistic electron beam with a thin solid conductor. Energetic gamma-rays are copiously produced as the electron beam splits into filaments while propagating across the conductor. The resulting gamma-ray energy and flux enable novel experiments in nuclear and fundamental physics.

The typical wavelength of light interacting with an object of the microcosm scales with the size of this object. For atoms, this ranges from visible light to...

Im Focus: Wie schwingt ein Molekül, wenn es berührt wird?

Physiker aus Regensburg, Kanazawa und Kalmar untersuchen Einfluss eines äußeren Kraftfeldes

Physiker der Universität Regensburg (Deutschland), der Kanazawa University (Japan) und der Linnaeus University in Kalmar (Schweden) haben den Einfluss eines...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Nachhaltige und innovative Lösungen

19.04.2018 | HANNOVER MESSE

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Auf dem Weg zur optischen Kernuhr

19.04.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics