Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erzeugen von Brechzahlgradienten in anorganischen Gläsern

17.04.2009
Fachhochschule Jena mit neuer optischer Technologie auf Hannover Messe 2009

Herkömmliche optische Linsen bestehen meist aus homogenen optischen Medien mit konstanter Brechzahl. Ihre Funktionseigenschaften werden durch kompliziert geformte, so genannte sphärische bzw. asphärische Oberflächen erzeugt.

Mit Einsatz von Gradienten-Index-Linsen (GRIN-Linsen) kann die aufwendige Formgebung entfallen, da bei ihnen die Linsenwirkung durch einen sich kontinuierlich ändernden Brechzahlgradienten im Material hervorgerufen wird und somit lediglich plane Oberflächen erforderlich sind. In der Optik werden solche Bauelemente zum Beispiel zur Verbesserung der Abbildungsleistung, zur besseren Korrektur der Aberration (Abbildungsfehler), sowie zum Kollimieren bzw. Fokussieren von Laserstrahlen genutzt.

Die Fachhochschule Jena und das Unternehmen Feinoptik Meyer Berlin stellen in der kommenden Woche auf der Hannover Messe gemeinsam eine neue kostengünstige Methode vor, welche die Erzeugung von kontinuierlichen Brechzahlgradienten mit linearer und rotationssymmetrischer Verteilung in anorganischen Gläsern über das gesamte Volumen erlaubt.

Das von Prof. Dr. Jens Bliedtner (Fachbereich SciTec der FH Jena) und seiner Arbeitsgruppe vorgestellte Verfahren soll eine Alternative zur derzeit sehr komplizierten und teuren Herstellung von GRIN-Optiken bieten. In einer speziell dafür neu entwickelten Apparatur wurden ausgewählte homogene Gläser bei unterschiedlichen Bedingungen prozessiert. Durch die gesteuerte Einwirkung von Zentrifugalkräften können Ionen in Abhängigkeit von Viskosität, Molmasse und Bindungsstärke im Netzwerk gezielt im Glas umgelagert werden.

Im Ergebnis des Forschungsprojektes konnten erstmalig kontinuierliche Brechzahlgradienten mit linearem oder rotationssymmetrischem Verlauf über das gesamte Glasvolumen mit dieser neuen Methode erzeugt und bestimmt werden. Im Gegensatz dazu ist die Dimension der erreichbaren Gradientenverläufe bei herkömmlichen Verfahren begrenzt.

Das Exponat der Fachhochschule Jena, "Erzeugen von Brechzahlgradienten in anorganischen Gläsern", kann am Gemeinschaftsstand "Forschung für die Zukunft", Halle 2 Stand C 37, besucht werden. Das Forschungsprojekt wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) Förderkennzeichen: KF 0445701FK6 gefördert.

Kontakt:
Prof. Dr. Jens Bliedtner
jens.bliedtner@fh-jena.de

Sigrid Neef | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-jena.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Prüfvorgänge servicefreundlich gestalten
20.04.2016 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

nachricht Modulare Steckverbinder in Snap-in-Rahmen
20.04.2016 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie