Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Energieforscher als Entwicklungspartner für Brennstoffzellen-Systeme

24.03.2016

Die Qualität eines Systems resultiert nicht einfach nur aus der Summe seiner Bausteine. Es lässt sich optimieren, indem einzelne Komponenten aufeinander abgestimmt werden. Wirklich effizient arbeitet ein Gesamtsystem jedoch erst, wenn es speziell auf die Anforderungen des Nutzers ausgerichtet ist. In der Brennstoffzellen-Technologie verfügt das EWE-Forschungszentrum NEXT ENERGY über ein vielschichtiges Know-how von der Materialforschung bis hin zur Systembewertung. Wie die Oldenburger Wissenschaftler diese Kompetenzen als Projekt- und Entwicklungspartner in der Brennstoffzellen-Technologie einsetzen, erläutern sie vom 25. bis 29. April 2016 auf der Hannover Messe in Halle 27 an Stand D 57.

Zu den wesentlichen Leistungsmerkmalen einer Technologie zählt die Lebensdauer eines Produkts. Obwohl für den kommerziellen Erfolg von großer Bedeutung, werden Parameter wie dieser häufig erst in der Begleitforschung während der Markteinführungsphase ermittelt.


An den NEXT ENERGY-Testständen können verschiedene Kraft-Wärme-Kopplungs-Technologien installiert werden. Die Effizienzwerte lassen sich anhand genormter Verbrauchsszenarien überprüfen.

NEXT ENERGY

„Ein aktuelles Beispiel sind Brennstoffzellen-Heizgeräte im Kraft-Wärme-Kopplungs-Bereich. Erwartet wird, dass sie mindestens 15 Jahre oder 80.000 Betriebsstunden halten“, sagt Dr. Alexander Dyck, Bereichsleiter Brennstoffzellen bei NEXT ENERGY. „Um solche Zeiträume nachweisen zu können, haben wir beschleunigte Alterungstests entwickelt, bei denen die Lebensdauer von Brennstoffzellen über die Untersuchung der Degradation abgeschätzt werden kann.“

Hochaufgelöste Lastprofile

Für die Markteinführung ist es ebenfalls erforderlich, dass die vom Hersteller zugesagte Effizienz einer Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage im Laborversuch belegt wird. Bei NEXT ENERGY sind dafür Laborumgebungen für Installationen verschiedener Technologien im Einsatz. Mit ihnen lassen sich völlig unabhängig von milden Wintern oder dem individuellen Verhalten des Verbrauchers vergleichbare Ergebnisse von Systemen ermitteln.

Zudem ermittelt NEXT ENERGY Daten aktueller Verbrauchsszenarien von modernen Gebäuden und Ihren Bewohnern, um Architekten und Wissenschaftlern neue hochaufgelöste Planungswerte an die Hand zu geben. Diese Szenarien für Wohnfläche, Familienstatus und Klimazone werden auch als Datenmaterial für andere Energiespeichersysteme genutzt, wie sie NEXT ENERGY auf der Hannover Messe zum Beispiel mit dem „ResiFlow“-Heimenergiespeicher in Halle 2 an Stand A 08 präsentiert.

Schwachstellen früh erkennen

Welchen Einfluss einzelne Komponenten auf ein Brennstoffzellen-System haben, erprobt NEXT ENERGY bereits in der Entwicklungsphase in unterschiedlichsten Konfigurationen. Hierbei lassen sich Schwachstellen frühzeitig erkennen. „Bedeutsam ist das insbesondere für unsere neuen Technologie-Ansätze mit der HT-PEMFC, die wir derzeit im europäisch geförderten Projekt ‚CISTEM‘ erforschen“, erläutert Projektkoordinator Peter Wagner. „Hier standen wir vor der Aufgabe, wesentliche Bestandteile des Systems an die erhöhten Temperaturbedingungen anzupassen und ihre höheren Qualitätsanforderungen zu definieren.“

Für die Evaluierung sollen die einzelnen Komponenten zwar im System als Bausteine nahtlos ineinandergreifen, müssen jedoch über den gesamten Assemblierungs- und Lebenszyklus des Produktes rückverfolgbar bleiben. Die dafür erforderlichen Definitionen begleitet NEXT ENERGY mit Industriepartnern in mehreren Forschungsprojekten. So werden zum Beispiel messtechnische Herausforderungen wie die Wiederholbarkeit von Ergebnissen erforscht. Zunehmend wird auch die Wartung der Systeme ein bedeutendes Thema, das mit der Marktdurchdringung einhergeht. So wird derzeit im von der Europäischen Union geförderten Projekt „D2Service“ Schulungsmaterial für die Wartung visualisiert. Zudem wird untersucht, wie sich durch die Vereinfachung der Systeme Kosten reduzieren lassen.

Öffentlicher Vortrag

Vorgestellt wird das Projekt „D2Service“ auf der Hannover Messe am Dienstag, 26. April 2016, ab 12:00 Uhr von Projektleiter Tobias Thomsen (NEXT ENERGY) auf dem „Technical Forum“ in Halle 27 im Ausstellungsbereich „Wasserstoff und Brennstoffzellen“.

Weitere Informationen:

http://www.next-energy.de

Heinke Meinen | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Prüfvorgänge servicefreundlich gestalten
20.04.2016 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

nachricht Modulare Steckverbinder in Snap-in-Rahmen
20.04.2016 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Im Focus: Studying fundamental particles in materials

Laser-driving of semimetals allows creating novel quasiparticle states within condensed matter systems and switching between different states on ultrafast time scales

Studying properties of fundamental particles in condensed matter systems is a promising approach to quantum field theory. Quasiparticles offer the opportunity...

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Intelligente Haustechnik hört auf „LISTEN“

17.01.2017 | Architektur Bauwesen

Satellitengestützte Lasermesstechnik gegen den Klimawandel

17.01.2017 | Maschinenbau