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E-Energy - Internet der Energie im Fokus der HANNOVER MESSE

01.04.2010
- Sechs Modellregionen präsentieren intelligente Lösungen rund um eine flächendeckende, sichere und umweltfreundliche Energieversorgung
- Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie übernimmt Schirmherrschaft

E-Energy steht für die umfassende Optimierung und digitale Vernetzung des Energieversorgungssystems in jede mögliche Richtung - idealerweise in Form eines intelligenten Stromnetzes, eines Smart Grids. Das Konzept rund um Smart Metering, Smart Building und Energie-IKT stellt die herkömmliche Einbahnstraße vom Erzeuger zum Verbraucher auf den Kopf. Einen aktuellen Einblick in den Stand der Projekte bietet die HANNOVER MESSE 2010. Im Rahmen der Leitmesse Energy trifft sich die neue Generation der Energiewirtschaft auf dem E-Energy-Gemeinschaftsstand in Halle 13.

Das "Internet der Energie" muss nicht nur auf liberalisierten und damit weitgehend dezentralisierten Märkten wirtschaftlich funktionieren, sondern auch den Spagat zwischen steigender Nachfrage, sicherer Versorgung und Umweltverträglichkeit schaffen. Große Hoffnungen liegen auf der flächendeckenden Einbindung von Informations- und Kommunikationstechnologien. Sie sollen das System revolutionieren und alle Teilnehmer so vernetzen, dass Erzeugungsanlagen - auch solche auf Basis erneuerbarer Energien - mit den Einrichtungen der Stromnetze und den Verbrauchern bidirektional kommunizieren. Im so geschaffenen Smart Grid bekommt auch der Endkunde dank Visualisierung von Verbräuchen endlich die Möglichkeit, den Wandel vom passiven Kunden zum aktiven Teilnehmer zu vollziehen. Laut der Fraunhofer-Studie "E-Energy" ist auf diesem Wege allein in deutschen Haushalten eine Energieeinsparung von konservativ geschätzten 9,5 Terawattstunden pro Jahr realisierbar.

Die wegweisenden Aktivitäten in diesem Bereich werden in Deutschland unter dem Dach der Förderinitiative "E-Energy-IKT-basiertes Energiesystem der Zukunft" gebündelt. Sechs Projekte mit integralem Systemansatz - die energiewirtschaftliche Ebene muss ebenso berücksichtigt sein wie die technische - gingen aus dieser Initiative hervor. Diese ausgewählten Konsortien werden bis 2012 die erarbeiteten Vorschläge bis zur Marktreife entwickeln und ihre Marktfähigkeit anhand von Pilotprojekten testen.

Über die neuesten Projektfortschritte und einen Zwischenstand in den Modellregionen können sich Besucher am Gemeinschaftsstand E-Energy auf der HANNOVER MESSE informieren, für den das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die Schirmherrschaft übernommen hat. Dabei wird eine breite Themenpalette abgedeckt: Die Modellregion Aachen beispielsweise entwickelt im Projekt "Smart Watts" intelligente Stromzähler zu einer Energiezentrale im Haushalt. Das Ziel des Projekts "RegModHarz" ist eine effiziente Energieinfrastruktur mit einem optimalen Anteil regionaler regenerativer Energien - betrieben nach marktwirtschaftlichen Kriterien. Dafür werden verschiedene erneuerbare Energieerzeuger, steuerbare Verbraucher und Energiespeicher zu einem Virtuellen Kraftwerk (VK), dem "RegenerativKraftwerk" Harz" gekoppelt.

Auf die Energieversorgung städtischer Ballungsräume konzentriert sich das Projekt "Modellstadt Mannheim": Es unternimmt einen repräsentativen Großversuch zur Verbesserung von Energieeffizienz, Netzqualität und Integration erneuerbarer sowie dezentraler Energien. Verbrauchskomponenten werden dabei mittels Breitband-Powerline-Infrastruktur spartenübergreifend (Strom, Gas, Wärme, Wasser) vernetzt.

Das Forschungsvorhaben "MeRegio" (Minimum Emission Region) im Raume Karlsruhe/Stuttgart zielt auf den Einsatz von IKT zur direkten CO2-Minimierung durch die Entwicklung einer "Minimum Emission"-Zertifizierung. In der Modellregion Rhein-Ruhr wird an einer intelligenten Verbrauchssteuerung sowie einer zeitnahen Verbrauchsdatenerfassung und -bereitstellung gearbeitet. Und das Projekt "eTelligence" in Cuxhaven will künftig verstärkt Strom aus Windenergie wirtschaftlich in den regionalen Markt integrieren. Kern von eTelligence ist ein regionaler Strommarktplatz, der Erzeuger, Verbraucher mit verschiebbaren Lasten, Energiedienstleister und Netzbetreiber zusammenführt.

Neben den Modellregionen sind folgende Aussteller vertreten: Alcatel-Lucent, Bittner + Krull, devolo, Deutsche Telekom Technischer Service, ITF-EDV Fröschl, Kellendonk, Landis + Gyr, T-Systems Multimedia Solutions, Vodafone D2 und Wilken.

Brigitte Mahnken-Brandhorst | Deutsche Messe
Weitere Informationen:
http://www.messe.de
http://www.hannovermesse.de

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