Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

dip macht Speed – Fraunhofer IPK auf der Hannover Messe 2017

19.04.2017

Kundenindividuelle Produktion, so flott wie Serienfertigung? Kein Problem! Auf der Hannover Messe 2017 zeigt das Fraunhofer IPK, wie digital integrierte Produktion, kurz dip, Tempo in ­flexible Produktionsabläufe bringt. So bleiben die Kosten für personalisierte Produkte über­schaubar – Fertigung nach Kundenwunsch wird wirtschaftlich.

»Von der Stange« hat ausgedient. Mit jährlichen Wiederholraten von »eins Komma« ordern Kunden zum Beispiel Bauteile aus Werkstoffen, die der Hersteller sonst nicht verarbeitet oder benötigen Prüfzertifikate, die nicht Teil des Standard-Produktionsablaufs sind. Solche Spezialitäten kosten Zeit, das macht kundenindividuelles Produzieren teuer. Wie schafft man es da, flexible Fertigung so wirtschaftlich zu machen wie Serienfertigung?


Digital integrierte Produktion: Flotte Produktionsabläufe bei personalisierten Produkten

Fraunhofer IPK / Ismael Sanou

Industrie 4.0 oder digital integrierte Produktion bietet verschiedenste Ansatzpunkte für die Aufgabe »Tempo erhöhen, Kosten senken«. Das Spektrum reicht von punktuellen Anlagen- oder Ablauf­anpassungen – die Industrie 4.0 auch für KMU interessant machen – bis zu Gesamtstrategien, die das komplette Prozessnetz eines Unternehmens betreffen.

Die ideale Lösung für ein einzelnes Unternehmen liegt meist irgendwo zwischen diesen Extremen. Das Fraunhofer IPK zeigt auf der Hannover Messe 2017 an drei Beispielen, wie »irgendwo dazwischen« aussehen kann.

Besuchen Sie uns auf dem Gemeinschaftsstand des Fraunhofer-Verbunds Produktion:
Halle 17, Stand C18
24. bis 28. April 2017, täglich 9.00 bis 18.00 Uhr

Unsere Exponate:

Modulare Shopfloor IT: Komplexe IT-Architektur aus einfachen Bausteinen

Wünscht ein Kunde eine Abweichung vom Standard, müssen derzeit Produkt- und Prozessänderungen aufwendig in allen beteiligten Systemen angepasst werden. Das ist zeitaufwändig und fehler­anfällig. Die modulare Shopfloor IT erleichtert solche Änderungen enorm. Sie dockt an die Steuerung von Geräten an – etwa in der Fertigung – und öffnet sie für Zugriff von außen. So können sie in übergeordnete Systeme eingebunden werden. Änderungen werden dann mit den notwendigen Produktionsparametern direkt von der Auftragsannahme in die Fertigung übergeben. Die Software folgt dem Steckbaustein-Prinzip: Auch wenn der Maschinenpark einer Fertigung inhomogen ist, ähneln sich die Steuerungs- und Regelungsaufaben der einzelnen Einrichtungen. Daher können wenige Module die komplette Wertschöpfungskette eines Unternehmens abbilden.

Digitaler Zwilling: Änderungen virtuell absichern

Weicht bei einem Produkt die Fertigung vom Standard ab, müssen Produktentwickler Konflikte ausschließen. Das geht flott und unkompliziert in einem digitalen Zwilling, dem virtuellen Abbild einer Fertigungseinrichtung. Er spiegelt nicht nur Geometrie und Aufbau, sondern auch das Verhalten der Anlage. Auf der Messe zeigen wir einen digitalen Zwilling, der mit einer kleinen Demofabrik synchronisiert ist. Zahlreiche Sensoren, physisch und virtuell, geben laufend den Betriebsstatus der realen Fertigung an den Zwilling weiter. Er erlaubt es einerseits, die Fertigung von Produktvarianten virtuell durchzuspielen, ehe sie real hergestellt werden – oder zu prüfen, ob und wie neue Anlagen in die vorhandene Fertigung eingebunden werden können.

pICASSO: Robotersteuerung aus der Cloud

Stellvertretend für Einrichtungen in der flexiblen Produktion zeigen wir eine Roboterzelle. All ihre Komponenten sind als cyber-physische Systeme (CPS) ausgelegt – für Transportband, Kamera und Roboter existieren Dienste, die in einem öffentlichen Verzeichnis für Industrie 4.0-Dienste angemeldet und damit global auffindbar sind. Außerdem gibt es rein virtuelle Dienste – etwa eine Objekterkennung zur Greifpunktbestimmung. Hat das Transportband ein Bauteil angeliefert, wird die Kamera über ihren Dienst aufgefordert, ein Bild an den Objekterkennungsdienst zu schicken, der daraufhin den Roboter mit der Greifposition versorgt. Diese flexible Integration von Diensten macht die Vorteile cloudbasierter Lösungen deutlich: Sie sind preiswert, schnell und sicher.

Ihr Ansprechpartner:
Katharina Strohmeier | Tel.: +49 30 39006-140 | E-Mail: katharina.strohmeier@ipk.fraunhofer.de

Weitere Informationen:

http://www.ipk.fraunhofer.de/hm17

Steffen Pospischil | Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Metalle verbinden ohne Schweißen
23.04.2018 | Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

nachricht Technologien aus der Zukunft und wie das Fraunhofer INT diese identifiziert
23.04.2018 | Fraunhofer-Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen INT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Metalle verbinden ohne Schweißen

Kieler Prototyp für neue Verbindungstechnik wird auf Hannover Messe präsentiert

Schweißen ist noch immer die Standardtechnik, um Metalle miteinander zu verbinden. Doch das aufwändige Verfahren unter hohen Temperaturen ist nicht überall...

Im Focus: Software mit Grips

Ein computergestütztes Netzwerk zeigt, wie die Ionenkanäle in der Membran von Nervenzellen so verschiedenartige Fähigkeiten wie Kurzzeitgedächtnis und Hirnwellen steuern können

Nervenzellen, die auch dann aktiv sind, wenn der auslösende Reiz verstummt ist, sind die Grundlage für ein Kurzzeitgedächtnis. Durch rhythmisch aktive...

Im Focus: Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

Von einer einzigen Stammzelle zur Vielzahl hochdifferenzierter Körperzellen: Den vollständigen Stammbaum eines ausgewachsenen Organismus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und München in „Science“ publiziert. Entscheidend war der kombinierte Einsatz von RNA- und computerbasierten Technologien.

Wie werden aus einheitlichen Stammzellen komplexe Körperzellen mit sehr unterschiedlichen Funktionen? Die Differenzierung von Stammzellen in verschiedenste...

Im Focus: Spider silk key to new bone-fixing composite

University of Connecticut researchers have created a biodegradable composite made of silk fibers that can be used to repair broken load-bearing bones without the complications sometimes presented by other materials.

Repairing major load-bearing bones such as those in the leg can be a long and uncomfortable process.

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Metalle verbinden ohne Schweißen

23.04.2018 | HANNOVER MESSE

Revolutionär: Ein Algensaft deckt täglichen Vitamin-B12-Bedarf

23.04.2018 | Medizin Gesundheit

Wie zerfallen kleinste Bleiteilchen?

23.04.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics