Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Der Werkstoff macht’s: Nichtoxidkeramik eröffnet neue Perspektiven für den Chemie- und Anlagenbau

01.04.2015

Herausragende chemische, thermische und tribologische Eigenschaften prädestinieren siliziuminfiltriertes Siliziumcarbid für die Produktion großvolumiger keramischer Bauteile.

Ein neuartiges Verfahren überwindet nun verfahrenstechnischen Grenzen konventioneller Formgebungsmethoden. Dadurch können  Komponenten mit großen Wandstärkeunterschieden und anspruchsvollen Hinterschneidungen realisiert werden, die das Fraunhofer IKTS vom 13. bis 17. April auf der Hannover Messe präsentiert.


Keramisches Pumpenlaufrad

Extrem hart wie Diamant, schwindungsfrei in der Herstellung, beständig gegen Chemikalien, Verschleiß und Temperaturen bis 1300 °C: Siliziuminfiltriertes Siliziumcarbid (SiSiC) weist all diese Charakteristika gebündelt auf und ist damit der Schlüssel zum Wettbewerbsvorsprung im Maschinen- und Anlagenbau.

Mineralguss-Prinzip in keramischer Fertigung erweitert Möglichkeiten

Wissenschaftler am Fraunhofer IKTS in Dresden haben nun ein Verfahren entwickelt, mit welchem die Formgebung des Werkstoffs SiSiC hin zu komplexen Bauteilen kosteneffizient realisiert werden kann. Sie adaptierten das bewährte Produktionsverfahren für SiSiC-gefüllte Reaktionsharzbetone der Firma SICcast Mineralguss GmbH auf die keramische Fertigung.

Grobkörnige Partikel vermischt mit einem polymeren Binder werden hierfür drucklos in offene Formen gegossen und gehärtet. Dieses Verfahrensprinzip ermöglicht die Herstellung großer und komplexer Bauteile in nur einem Arbeitsschritt.

Standzeiten und Produktivität steigern, Kosten minimieren

Mit dem neuartigen Verfahren werden kostenintensive material-, maschinen- und personalaufwendige Modulbauweisen und Verfahrenskombinationen mit Garnierprozessen umgangen.

Die wirtschaftliche Fertigung ermöglicht im Chemie- und Anlagenbau, beispielsweise in der Pumpenindustrie, die Substitution konventioneller Materialien wie Metalle oder Kunststoffe. Mit dem Allround-Werkstoff Siliziumcarbid lassen sich Standzeiten von Maschinen um bis zu 100 % steigern.

Weitere potenzielle Anwendungen des Werkstoffs sind Komponenten von Düsen, Mühlen oder Brennern sowie Strukturbauteile für Hochpräzisionsanwendungen in der optischen Industrie.

Vom 13. bis 17. April treffen Sie die Forscher des IKTS in Halle 6 am Stand B16.

Weitere Informationen:

http://www.ikts.fraunhofer.de/content/dam/ikts/de/doc2/Messen/PI_Der%20Werkstoff...

Katrin Schwarz | Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Rittal mit neuer Push-in-Leiteranschlussklemme - Kontakte im Handumdrehen
26.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Neuer Blue e+ Chiller von Rittal - Exakt regeln und effizient kühlen
25.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Aufräumen? Nicht ohne Helfer

19.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Biotinte für den Druck gewebeähnlicher Strukturen

19.10.2017 | Materialwissenschaften

Forscher studieren molekulare Konversion auf einer Zeitskala von wenigen Femtosekunden

19.10.2017 | Physik Astronomie