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Die BAM auf der Hannover Messe - Sicherheit durch Schadensanalyse und durch Prozess-Kontrolle mit Ultraschall

17.04.2007
Der Untergang der Estonia, der Stromausfall im Münsterland waren Folgen auch von Materialversagen. Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) hat die Schäden analysiert.

Einige der Strommasten, deren Versagen den Stromausfall im Münsterland einleiteten, waren aus Thomasstahl gefertigt, dem Massenstahl des 20. Jahrhunderts. Auf dem Messestand sehen die Besucher unmittelbar an Teilen eines solchen Mastes, wie die primäre Schadensstelle entdeckt und die Ursache für Sprödbruch im Mikrogefüge analysiert wird. Sie erfahren, wie durch die Schadensanalyse Normen und Regelwerke verbessert und letztlich Schäden in technischen Systemen und wirtschaftliche Verluste vermieden werden.

High-Tech-Bauteile aus Kunststoff werden aus hochfesten Glas- oder Kohle-Fasern und flüssigem Harz bei Temperaturen zwischen 100 °C und 200 °C über eine chemische Reaktion hergestellt. Diese Bauteile werden wegen ihrer hohen mechanischen Belastbarkeit und ihres geringen Gewichts zunehmend im Luft- und Raumfahrtbereich sowie für den Automobilbau eingesetzt. Sie müssen sicher sein.

Mit einem in der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) entwickelten Ultraschall-Verfahren ist es jetzt möglich, den Aushärtevorgang on-line zu verfolgen und zu steuern. Das Risiko einer unzureichenden, d. h. zu kurzen oder zu langen Aushärtezeit wird damit vermieden.

Das Ultraschallverfahren nutzt die Änderung der Ausbreitungsgeschwindigkeit der Ultraschallwellen während der Aushärtung. Auch bei komplexen Bauteilen können der Füllvorgang in der Form und die anschließende Aushärtung des Harzes verfolgt und mit der in der BAM entwickelten Software in Diagrammen abgebildet werden. Auf dem Stand wird die Aushärtekontrolle real vorgeführt.

Hannover Messe
16. bis 20. April 2007, Hannover
Stand der BAM: Halle 2, Stand A24

Dr. Ulrike Rockland | idw
Weitere Informationen:
http://www.bam.de

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