Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Energieschub für Service-Roboter

05.04.2007
350 Watt Brennstoffzellensystem für netzunabhängige Stromversorgung

Mobile Service-Roboter sind ein Zukunftsmarkt. Autonome Staubsaugerroboter zum Beispiel sind bereits heute kommerziell erhältlich. Aber nicht nur als Haushaltshilfen oder Rasenmäher, sondern auch in medizinischen und sicherheitstechnischen Bereichen werden Service-Roboter Einzug halten. Eine wichtige Voraussetzung für deren zunehmenden Einsatz sind innovative Lösungen zur Deckung des hohen Energiebedarfs. Das Fraunhofer ISE hat gemeinsam mit dem Fraunhofer IAIS eine Stromversorgung auf Basis von Brennstoffzellen für den Einsatz in der Robotik entwickelt.

Diese und weitere Entwicklungen aus dem Geschäftsfeld Wasserstofftechnologie stellt das Institut auf der Hannover Messe vom 16. bis 20. April vor.

Leistungsfähige portable Stromversorgungssysteme im Bereich von einigen hundert Watt sind für die Entwicklung der Service-Robotik unabdingbar. Heutige Akku-Technologien können den Strombedarf solcher Anwendungen nicht zufriedenstellend decken. Eine neue Lösung stellen zwei Fraunhofer-Institute vor: Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE entwickelte ein mit Wasserstoff betriebenes 350 Wel-Brennstoffzellensystem für eine Robotik- Plattform, die vom Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS konzipiert wurde. Der energieeffiziente Betrieb sowie ein optimiertes Wärmemanagement standen dabei im Mittelpunkt.

Netzunabhängige Stromversorgungen mit langer Betriebsdauer sind nicht nur für die Service-Robotik, sondern auch für Telekommunikationsanlagen, Signalanlagen, Messstationen sowie elektrisch angetriebene Kleinfahrzeuge gefragt. Das Fraunhofer ISE entwickelt kompakte und automatisierte Brennstoffzellensysteme mit Leistungen zwischen 10 Wel und etwa 500 Wel. Der Fokus der Freiburger Forscher liegt dabei auf Membranbrennstoffzellen für den Betrieb mit Wasserstoff, Reformatgas, chemischen Hydriden, Methanol oder auch Ethanol. Die am Institut entwickelten Stackkonzepte sichern einen zuverlässigen Betrieb bei hoher Lebensdauer – die Systemtechnik erlaubt eine flexible Integration in unterschiedliche Applikationen.

Hannover Messe, 16. bis 20. April 2007 Fraunhofer-Gemeinschaftsstand »Energie« Halle 13, Stand E 27

Karin Schneider | Fraunhofer ISE
Weitere Informationen:
http://www.ise.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Prüfvorgänge servicefreundlich gestalten
20.04.2016 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

nachricht Modulare Steckverbinder in Snap-in-Rahmen
20.04.2016 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mikro-U-Boote für den Magen

24.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Echoortung - Lernen, den Raum zu hören

24.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

RWI/ISL-Containerumschlag-Index beendet das Jahr 2016 mit Rekordwert

24.01.2017 | Wirtschaft Finanzen