Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Intelligente Roboter auf der Hannover Messe TEIL I - Hightech für den Rummelplatz

04.04.2007
Seit über 60 Jahren lockt die Hannover Messe Technikinteressierte aus der ganzen Welt nach Niedersachsen. Auch 2007 ist die Universität Duisburg-Essen (UDE) mit Projekten aus den Fachbereichen Ingenieurwissenschaften sowie Kunst und Design (Industrial-Design) auf dem Messegelände vertreten.

Der Lehrstuhl Steuerung, Regelung und Systemdynamik und der Lehrstuhl für Mechanik und Robotik werden ihre Ausstellungsstücke vom 16. bis zum 20. April am Gemeinschaftsstand Innovationsland Nordrhein-Westfalen (Stand C 36, Halle 2) zeigen.

Atemberaubende Talfahrten und Doppelloopings gehören längst zur Standardausrüstung moderner Achterbahnen. Damit Kirmesfreunde vor Aufregung und nicht vor Angst kreischen, ist ein komplizierter und langwieriger Entwurf der Fahrgeschäfte nötig. Auf der Hannover Messe präsentiert der Lehrstuhl für Mechanik und Robotik der UDE eine Software, die die Entwicklung von Achterbahnen erleichtert.

Dank eines ausgeklügelten Systems für Mehrkörpersimulationen werden dynamische Eigenschaften des Fahrgeschäfts und räumliche Bewegungen von Achterbahnbesuchern in allen Entwicklungsstadien einkalkuliert. Auf diese Weise reduziert sich der Arbeitsaufwand von einer ersten Entwurfsidee bis zur fertigen Konstruktion einschließlich der realistischen Visualisierung durch das "Stereo-Projektionssystem" ganz erheblich. Mit Hilfe dieser Technik laden der Lehrstuhl von Professor Andrés Kecskeméthy und die Firma Maurer Söhne GmbH & Co. KG Besucher zu einem virtuellen Abstecher auf den Rummelplatz ein.

Intelligente Roboter, die selbständig zu fernen Planeten fliegen, im Unterwasserbergbau arbeiten oder uns das Autofahren beibringen, gibt es nicht mehr ausschließlich in Science-Fiction-Filmen. Am Gemeinschaftsstand präsentiert der Lehrstuhl Steuerung, Regelung und Systemdynamik die Prototypen ALRob und ÜAut.

Beide Ausstellungsstücke funktionieren auf Basis der Beschreibungssprache Situation-Operator-Modell (SOM), die unter der Leitung von Professor Dirk Söffker entwickelt worden ist. Durch diese Technik sind Maschinen in der Lage, auf wechselnde Umweltbedingungen flexibel zu reagieren und aus Fehlern zu lernen. Deshalb kann der Roboter ALRob an Orten arbeiten, an denen Nachdenken und flexibles Reaktionsvermögen gefragt sind, Menschen aber nicht dauerhaft überleben würden. Einsatzmöglichkeiten wären zum Beispiel Aufgaben in der Raumfahrt oder die Wartung von Unterwasserpipelines.

Der intelligente Beifahrer von Morgen heißt ÜAut. Das System kann die Logik menschlicher Handlungen im Straßenverkehr erfassen und bewerten. In kritischen Situationen macht ÜAut mit Warnhinweisen auf die Gefahr aufmerksam. Reagiert der Fahrer nicht, steuert das System selbständig den Straßenrand an. "Wir haben ÜAut zunächst als Fahrassistenten programmiert. Der Automat könnte jedoch auch die Handlungslogik eines Konditors beim Kuchenbacken überwachen und bewerten.", erklärt Professor Söffker.

Redaktion: Annika Bingmann, Tel. 0203/379-2461

Weitere Informationen: Prof. Dr. Andrés Kecskeméthy, Tel. 0203-379-3344 (Achterbahn),

Prof. Dr. Dirk Söffker, Tel. 0203/379-3429 (ÜAut und ALRob)

Ulrike Bohnsack | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-duisburg-essen.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Die GFOS stellt auf der HMI aus: Mit gfos.MES in Richtung Industrie 4.0
20.02.2018 | GFOS mbH

nachricht Hannover Messe 2018: Wasserschwert statt Laserschwert
01.02.2018 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics