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Partnerland Indien auf der HANNOVER MESSE 2006

02.05.2006


Strategischer Handelspartner mit technologischem Spitzen-Know-how



Indien ist ein Land zwischen Tradition und Moderne, das sich auf den Weg an die Spitze der weltweit wachstumsstärksten Nationen gemacht hat. Derzeit beträgt das jährliche Wachtum rund acht Prozent, wobei sich das Außenhandelsvolumen derzeit auf rund 360 Milliarden US-Dollar beläuft. Als Partnerland der HANNOVER MESSE 2006 zeigte sich Indien enthusiastisch und engagiert. Mit 343 Ausstellern - mehr als dreimal so viele wie im Vorjahr - präsentierte dieses Land auf mehr als 13 000 Quadratmetern einen kompletten Überblick über sein technisches Know-how.

Die indischen Unternehmen deckten alle wichtigen Themen der HANNOVER MESSE 2006 wie Energie oder Industrieautomation ab. Besonders stark vertreten war die Schmiedeindustrie und CNC-Bearbeitung von Fahrzeugteilen. Die Aussteller hatten vor allem einen Wunsch im Gepäck: Durch die starke Präsentation bilaterale Kontakte zu deutschen Unternehmen zu knüpfen, vorhandene Kontakte zu stärken und sich neue Märkte in Europa zu erschließen. Ein Großteil der indischen Firmen sah die Erwartungen bereits nach den ersten Messetagen erfüllt. "Die HANNOVER MESSE 2006 ist die internationale Plattform mit der einzigartigen Chance, die wichtigsten Partner im globalen Wettbewerb zu treffen," sagte Atul Sobti, Additional General Manager der Bharat Heavy Electricals Limited. Das Unternehmen gehört zu Indiens größten Herstellern von Stromanlagen und unterhält seit Jahren intensive Kontakte zu deutschen Konzernen.


Der gemeinsame Besuch des indischen Premierministers Manmohan Singh und der Kanzlerin Angela Merkel auf dem Gemeinschaftsstand Indiens in Halle 6 rückte Indien massiv in den Fokus. "Partnerland der Messe zu sein, hilft uns, der Welt klar zu machen, dass wir ein ernst zu nehmender und potenter Handelspartner in vielen technologischen Bereichen sind", hob P.K. Ray, Senior Manager von Thermax Limited, einem Anbieter weltweiter Lösungen in der Energie- und Umwelttechnik, hervor.

Hochkarätige Abkommen unterschrieben

Akzente für die verstärkten wirtschaftlichen Geschäftsbeziehungen zwischen Deutschland und Indien setzte bereits der erste Messetag, an dem beim "Indo-German Business Summit" von Entscheidungsträgern nicht nur wichtige Trends diskutiert wurden, sondern auch handfeste Verträge und ausschlaggebende Memoranden zustande kamen. So unterschrieb beispielsweise der Flugzeughersteller Airbus ein Abkommen mit der indischen Kingfisher Airline zum Verkauf von fünf Flugzeugen.

Europäischer Qualitätsstandard zu wettbewerbsfähigen Preisen

Deutschland ist einer der größten Handelspartner: "Die deutschen Unternehmen erkennen unsere Stärken", weiß K. Ramaswamy, Chairman der Roots Group, ein Automobil-Zulieferer. "Wir produzieren auf internationalem Standard, allerdings zu wettbewerbsfähigen Preisen." Mit diesen Erfahrungswerten ist auch die Hero Group aus Delhi erstmalig auf der HANNOVER MESSE angetreten. Der Konzern ist weltweit der größte Zweiradteileproduzent. "Deutschland ist ein großer Markt, den es zu erobern gilt", sagt Associate Vice President Rajeev Tandon. Stärkster Konkurrent sei in dieser Branche China. "Doch die Deutschen legen Wert auf gute Qualität und vernünftige Preise. Das ist nur mit hochqualifizierten Fachkräften in Kombination mit Niedriglöhnen zu leisten. Vielleicht liegen wir preislich ein wenig über dem chinesischen Niveau, dafür erfüllen wir auf jeden Fall die hohen europäischen Anforderungen."

Indiens Image als Handelspartner und industrieller Zulieferer wandelt sich zunehmend. Ajay Shinde, General Manager des Automobilzulieferers Ring Plus Aqua Ltd., sieht das so: "Unsere Wirtschaft öffnet sich, das Land zeigt, welchen Stellenwert es in der Weltwirtschaft einnehmen kann. 80 Prozent unserer Exporte gehen in die USA, dabei hat Deutschland ein ungeheuer hohes Potenzial an Abnehmern. Unser erster Auftritt auf der HANNOVER MESSE 2006 öffnet uns die Tür zu diesem Markt." Speziell kleine und mittelständische Unternehmen wurden von politischer Seite dazu ermutigt, sich an der HANNOVER MESSE 2006 zu beteiligen und zu zeigen, dass sich Indien nicht ausschließlich als Massenfabrikant profiliert.

Einblicke in einen der größten Wachstumsmärkte

Der geschäftliche Austausch beschränkte sich jedoch nicht nur auf den Ausstellerbereich. Neben dem deutsch-indischen Wirtschaftsgipfel bot das Partnerland zahlreiche Gelegenheiten, einen der größten Wachstumsmärkte über Seminare und Foren näher kennen zu lernen. So nahm der World Energy Dialogue auch für das Partnerland einen wichtigen Platz ein. "Energie und Brennstoffe sind beherrschende Themen, die alle Nationen beschäftigen," sagt A. Kochhar von der Oil and Natural Gas Corporation, Indiens größter Erdölgesellschaft. Das Unternehmen konzentriert sich zwar auf sein Kerngeschäft mit Öl und Gas, erobert aber gleichzeitig neue Geschäftsfelder mit alternativen Brennstoffen. "Die Welt rückt zusammen und Indien will sich mit all seinen Möglichkeiten, all seinem Wissen integrieren."

Martin Klein | Deutsche Messe AG
Weitere Informationen:
http://www.hannovermesse.de

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