Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erfolgreiche Verbindung

19.04.2006


Frühzeitige Kooperation als Erfolgsfaktor - Nachweisbare Kostenreduktion über die Wertschöpfungskette - Qualitätsgewinn durch höhere Prozesssicherheit



Preise resultieren aus Kosten - auf dieser simplem Formel basiert die Unternehmensphilosophie des Industrieunternehmens Ubrig & Söhne aus Heiligenhaus, sich nicht nur selbst schon frühzeitig beim Auftraggeber in den Entwicklungsprozess eines Produktes einbinden zu lassen. Vielmehr werden vom Projektstart an gemeinsam mit den eigenen Zulieferern ganzheitliche Lösungsansätze entwickelt. Das Ergebnis gibt dem Traditionsunternehmen Recht, langjähriges Vertrauen in die Kompetenz der Partner zahlt sich aus. Bislang hat man es bei Ubrig & Söhne stets verstanden, durch enge Zusammenarbeit mit erfahrenen Lieferanten auch unter extremem Kostendruck keine Kompromisse in der Qualität eingehen zu müssen.

"In den vergangenen 15 Jahren unserer Zusammenarbeit waren wir stets vom Projektstart einer neue Entwicklung dabei", bestätigt Mario Metzger, Produktmanager beim Forchtenberger Schraubenspezialisten Arnold Umformtechnik GmbH und langjähriger Entwicklungspartner von Ubrig & Söhne die Umsetzung der Philosophie. Seit Anfang der 90-er Jahre setzt Ubrig & Söhne bei der Verbindungstechnologie auf gewindefurchende Schrauben vom Typ Remform der Firma Arnold. Zu diesem Zeitpunkt begann Ubrig, die Baugruppenmontage und damit klassische Verschraubungen in größerem Maße durchzuführen. Die Entscheidung für Remform fiel schnell. Die selbstfurchenden Gewindeschrauben überzeugen durch niedrige Einschraub- und hohe Überdrehmomente. Sie erfüllen in vollem Umfang das Anforderungsprofil des Lastenheftes. Gleichzeitig sind sie deutlich günstiger, als die Verbindung metrische Schraube/Mutter. "Wir führen heute rund 80 Prozent der Verschraubungen mit Remform-Produkten der Firma Arnold durch," unterstreicht Peter Langer aus dem Ubrig Industrial Engineering.


Kunststoff auf dem Siegeszug Gemeinsam mit der Arnold Umformtechnik hat Ubrig & Söhne den Prozess zur Direktverbindung im Kunststoffbereich entscheidend geprägt. Schon frühzeitig hatten beide Unternehmen in der Zusammenarbeit erkannt, daß Kunststoff sich als Werkstoff in der Automobilindustrie durchsetzt. Formbarkeit, Gewicht und Recyclingfähigkeit sind die entscheidenden Argumente für den Einsatz der synthetischen Materialien. "Der vergleichsweise flexible Werkstoff bietet sich speziell für Direktverschraubungen an," kommentiert Langer die Entscheidung für die Verbindungselemente aus Forchtenberg. "Vor allem bei Applikationen mit vorgegossenem Kernloch spielen die gewindefurchenden Schrauben ihre Vorteile aus."

In enger Zusammenarbeit mit den Entwicklungsspezialisten von Arnold erkannte man bei Ubrig & Söhne sehr schnell, daß besonders Remform-Verbindungselemente die Kostensituation positiv beeinflussen. Materialkosten für Inserts entfallen genauso wie der Aufwand für Einlegearbeiten. Die gefordert hohe Einschraubgeschwindigkeit sowie das vollautomatische Abspritzen von Bauteilen ermöglicht kurze Zykluszeiten. Auslastung und Produktivität der Anlage werden nachhaltig gesteigert. "Die Kostenreduktion beläuft sich auf über 60 Prozent gegenüber der klassischen Verbindung," bilanziert Langer die Entscheidung für diese Form der Verbindungstechnologie.

Neue Qualitäten Die Effekte resultieren aus der speziellen Eigenschaft der Remformschrauben, sich das Gewinde selbstständig zu furchen. Die asymetrische Gewindegeometrie der Remformschrauben eröffnet dieser Produktlinie auch bei Ubrig & Söhne ständig neue Einsatzfelder. Die patentierte Formgebung reduziert die Ringspannungen, die während der Gewindeformung entstehen. Die zur Gewindespitze abnehmenden Flankenwinkel sorgen dafür, dass radiale Spannungen vermindert werden. Die Risiken einer Sprengung des Einschraubdomes werden dadurch deutlich reduziert. Gleichzeitig steigern die Remform-Schrauben die Sicherheit der Verbindung. Die vom Schraubenkopf abgewandte Gewindeflanke ist mit einem Radius versehen. Die dem Kopf zugewandte steile Seite fängt den Kunststoff ab und erhöht die Gewindeflankenüberdeckung. Damit sind hohe Ausreißkräfte bei Zugkraft und Drehmoment gewährleistet. Ergänzend sorgt die steile Flanke dafür, dass die Angriffskräfte in die axiale und damit richtige Richtung geleitet werden. Im Vergleich zu 30-Grad Flachwinkelschrauben konnten die Ingenieure von Ubrig & Söhne nachweisen, dass die Messergebnisse bei Ausreißlast und Differenz zwischen minimalen Überdrehmoment und maximalem Einschraubmoment bis weit über 30 Prozent liegen können.

"Insgesamt verzeichnen wir einen Anteil von rund 80 Prozent Direktverschraubungen in Kunststoff - mit steigender Tendenz," führt Ubrig & Söhne-Prozessplaner Peter Langer aus. "Diese Entwicklung wird sich weiter fortsetzen. Gemeinsam mit den Spezialisten von Arnold sind wir in der Lage, die von den Herstellern geforderten Qualitätsparameter auch unter hohem Kostendruck zu erfüllen."

Ihr Ansprechpartner:
Arnold Umformtechnik GmbH & Co. KG
Dipl. - Betriebswirt (FH) Michael Pult
Leiter Marketing & Communications
Tel.: 0049-(0)7947-821-170
Fax: 0049-(0)7947-821-111
Mail: michael.pult@arnold-umformtechnik.de

Michael Pult | Deutsche Messe AG
Weitere Informationen:
http://www.arnold-umformtechnik.de
http://www.hannovermesse.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Rittal mit neuer Push-in-Leiteranschlussklemme - Kontakte im Handumdrehen
26.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Neuer Blue e+ Chiller von Rittal - Exakt regeln und effizient kühlen
25.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Im Focus: Forscher entschlüsseln erstmals intaktes Virus atomgenau mit Röntgenlaser

Bahnbrechende Untersuchungsmethode beschleunigt Proteinanalyse um ein Vielfaches

Ein internationales Forscherteam hat erstmals mit einem Röntgenlaser die atomgenaue Struktur eines intakten Viruspartikels entschlüsselt. Die verwendete...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

Forschung zu Stressbewältigung wird diskutiert

21.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Individualisierte Faserkomponenten für den Weltmarkt

22.06.2017 | Physik Astronomie

Evolutionsbiologie: Wie die Zellen zu ihren Kraftwerken kamen

22.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Spinflüssigkeiten – zurück zu den Anfängen

22.06.2017 | Physik Astronomie