Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues Verfahren zur Vergasung von Biomasse

18.04.2006


Mit einem neuen Verfahren zur Vergasung von Biomasse ist die Universität Kassel auf der diesjährigen Hannover Messe vom 24. bis 28. April vertreten. Die Hochschule präsentiert sich auf dem hessischen Gemeinschaftsstand des TechnologieTransferNetzwerks Hessen (TTN-Hessen) in der Halle 2 "Research & Technology", Stand C 45.

Diese Entwicklung trägt dem Bedarf nach Anlagen zur Stromerzeugung aus nachwachsenden Rohstoffen Rechnung. Bisher musste bei solchen Vergasungsanlagen ein erheblicher technischer und wirtschaftlicher Aufwand getrieben werden, um das Gas aufzubereiten. Dieser neue Bio-massevergaser, eine Kombination aus herkömmlicher, erprobter Anlagentechnik, produziert ein hochwertiges, nahezu teerfreies Brenngas mit ca. 50 % Wasserstoff, welches zur direkten Stro-merzeugung in Motoren und Turbinen geeignet ist. Durch das Verfahren wird sowohl die Gas-reinigung minimiert, als auch der Anlagenaufbau wesentlich vereinfacht. Es können sämtliche nachwachsende Rohstoffe vergast werden, die in einer schüttfähigen Form vorliegen. Darüber hinaus sind aber auch tierische Abfälle, Klär- und Faulschlämme, pflanzliche- und tierische Fette einsetzbar. Das System ist somit von der notwendigen Qualität der Ausgangstoffe sehr an-spruchslos und zuverlässig. Das Verfahren stammt vom Fachbereich Maschinenbau, Institut für Thermische Energietechnik (Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Klose).

Die GINo Gesellschaft für Innovation Nordhessen mbH, die Patentverwertungsagentur der Uni-versität Kassel, präsentiert auf dem gleichen Stand eine neue Technologie zum Brückenbau. Es wurde im Fachbereich Bauingenieurwesen, Fachgebiet Werkstoffe des Bauwesens (Prof. Dr. Mi-chael Schmidt) entwickelt. Diese Brückenkonstruktion erlaubt insbesondere in Verbindung mit dem ebenfalls an der Uni Kassel entwickelten Ultrahochfestbeton eine schlanke, filigrane Bau-weise, wie bei einer Stahlbrücke. Des Weiteren können in dieser Kombination stützenfreie Über-spannungsweiten realisiert werden, die ca. achtmal länger sind als bei vergleichbaren her-kömmlichen Konstruktionen.

Beide Erfindungen sind zum Patent angemeldet worden. Die GINo mbH sucht nun im Auftrag der Universität Kassel weltweit nach Lizenznehmern, die die Technologie zur Marktreife führen und auf den Markt bringen wollen.

GINo, die Gesellschaft für Innovation Nordhessen mbH, ist eine Patentverwertungsagentur, die Erfindungen und Patente von Wissenschaftlern, aber auch von kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie Einzelerfindern zielgerichtet vermarktet.

Zu den Aufgaben des GINo-Teams gehört unter anderem die Unterstützung von Erfindern, die Bewertung ihrer Entwicklungen, die Ausarbeitung von Patentierungs- und Verwertungsstrategien, die Suche nach Lizenz-Nehmern.


Info: Universität Kassel
GINo - Gesellschaft für Innovation Nordhessen mbH
Dipl.-Ing. Frank Lehmann
Gottschalkstr. 22
34127 Kassel


tel (0561) 804 1985
fax (0561) 804 1986
e-mail lehmann@gino-innovativ.de

Anja Schreiber
Gottschalkstr. 22
34127 Kassel
tel (0561) 804 2290
fax (0561) 804 7472
e-mail anja_sch@uni-kassel.de

Frank Lehmann | Uni Kassel
Weitere Informationen:
http://www.gino-innovativ.de
http://www.uni-kassel.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Rittal mit neuer Push-in-Leiteranschlussklemme - Kontakte im Handumdrehen
26.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Neuer Blue e+ Chiller von Rittal - Exakt regeln und effizient kühlen
25.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wellen schlagen

Computerwissenschaftler verwenden die Theorie von Wellenpaketen, um realistische und detaillierte Simulationen von Wasserwellen in Echtzeit zu erstellen. Ihre Ergebnisse werden auf der diesjährigen SIGGRAPH Konferenz vorgestellt.

Denkt man an einen See, einen Fluss oder an das Meer, so sieht man vor sich, wie sich das Wasser kräuselt, wie Wellen gegen die Felsen schlagen, wie Bugwellen...

Im Focus: Making Waves

Computer scientists use wave packet theory to develop realistic, detailed water wave simulations in real time. Their results will be presented at this year’s SIGGRAPH conference.

Think about the last time you were at a lake, river, or the ocean. Remember the ripples of the water, the waves crashing against the rocks, the wake following...

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Maßgeschneiderte Nanopartikel gegen Krebs gesucht

29.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wolken über der Wetterküche: Die Azoren im Fokus eines internationalen Forschungsteams

29.06.2017 | Geowissenschaften

Wellen schlagen

29.06.2017 | Informationstechnologie