Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gentoxizitätsmessung und Mikroroboter für die Nanowelt

18.04.2006


Die Messung von Gentoxizität im Schnellverfahren sowie Mikroroboter für die Mikrosystemtechnik und Nanotechnologie - mit diesen beiden Projekten wird die Universität Oldenburg vom 24. bis 28. April 2006 auf der Hannover Messe vertreten sein. Die Entwicklungen des Instituts für Biologie- und Umweltwissenschaften sowie des Departments für Informatik werden am Gemeinschaftsstand des Landes Niedersachsen, "Innovationsland Niedersachsen", vorgestellt (Halle 2, Stand A 10).



Die Messung von Gentoxizität im Schnellverfahren sowie Mikroroboter für die Mikrosystemtechnik und Nanotechnologie - mit diesen beiden Projekten wird die Universität Oldenburg vom 24. bis 28. April 2006 auf der Hannover Messe vertreten sein. Die Entwicklungen des Instituts für Biologie- und Umweltwissenschaften sowie des Departments für Informatik werden am Gemeinschaftsstand des Landes Niedersachsen, "Innovationsland Niedersachsen", vorgestellt (Halle 2, Stand A 10).

Die Arbeitsgruppe Biochemie/Umwelttoxikologie (Leitung: Prof. Dr. Irene Witte) am Institut für Biologie und Umweltwissenschaften stellt auf der Messe ein Verfahren zur Erfassung krebserregender Substanzen vor, bei dem wesentlich mehr Proben in kürzerer Zeit als bislang bearbeitet werden können. Grundlage der Neuerung bildet eine vorhandene, vergleichsweise einfache Methode zur Bestimmung gentoxischer Effekte von krebserzeugenden Substanzen, der so genannte "Comet Assay". Wurden bislang 12 Proben in 70 Schritten im konventionellen Verfahren bearbeitet, so erlaubt die Neuentwicklung in der gleichen Zeit eine Analyse von bis zu 400 Proben in nur 20 Schritten. Kernstück der Entwicklung ist eine Mikrotiterplatte-Platte mit spezieller Bodenbeschichtung und abnehmbaren Wänden, die eine gemeinsame Elektrophorese von 96 Proben ermöglicht.


Das Verfahren ist zum Patent angemeldet. Es kann überall dort zum Einsatz kommen, wo hohe Probenzahlen anfallen. Hierzu zählen die Umweltüberwachung, die Entwicklung von Pharmaka, Kosmetika, Pestiziden und anderen Chemikalien. Geplant ist auch, die Durchführung von Messungen der Gentoxizität als Dienstleistung anzubieten.

Die Abteilung für Mikrorobotik und Regelungstechnik (AMiR, Leitung: Prof. Dr. Sergej Fatikow) am Institut für komplexe integrierte Systeme und Mikrosensorik (KISUM) der Universität Oldenburg präsentiert auf der Messe Mikroroboter, die Objekte mit einer Genauigkeit im Nanometerbereich handhaben können. Mittlerweile ist Mikro- und Nanorobotik zu einem etablierten und sich rasant entwickelnden Zweig der Robotertechnologie geworden. Besonders ihr Einsatz in einem Rasterelektronenmikroskop (REM) ist für eine Reihe von Anwendungen der Nanotechnologie von großer Bedeutung. Seit es Roboter gibt, die mit einer Positioniergenauigkeit im Nanometerbereich agieren können und klein genug sind, um in der Vakuumkammer eines solchen Mikroskops untergebracht zu werden, ergeben sich für das REM völlig neue Anwendungsmöglichkeiten, vor allem in der Mikroproduktion, Messtechnik, Materialforschung, Medizintechnik und Biotechnologie. Liegen Präzisionsanforderungen der Anwendung im Nanometerbereich, dann ist die Handhabung im REM oft der einzig mögliche Weg, um Bewegungen von wenigen Nanometern sichtbar und kontrollierbar zu machen, da die Lichtmikroskopie bei diesen Auflösungen an ihre natürlichen Grenzen stößt.

Kontakt: Prof. Dr. Irene Witte, Tel.: 0441 / 798-3785, E-Mail: irene.witte@uni-oldenburg.de,
Prof. Dr. Sergej Fatikow, Tel.: 0441/798-4260 oder -4291, E-Mail: fatikow@uni-oldenburg.de

Gerhard Harms | idw
Weitere Informationen:
http://www. hannovermesse.com/
http://www.uni-oldenburg.de/biochemie/4648.html
http://www.amir.uni-oldenburg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017
30.03.2017 | Laser Zentrum Hannover e.V.

nachricht Schluss mit Ölwechsel auf Verdacht: Sensor warnt, wenn Öl im Blockheizkraftwerk schlecht wird
30.03.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE