Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Highlights aus Produkte und Innovationen - Teil 2

17.03.2006


Java mit Echtzeit für eingebettete Systeme

Die Jamaica VM in der brandneuen Version 3.0 soll die mächtigen Features der bekannten Programmiersprache Java mit den hohen Anforderungen verbinden, die an echtzeitfähige und eingebettete Systeme gestellt werden. Wie es bei Aicas dazu heißt, mussten bisher vor allem Softwareentwickler von Flugzeug- und Industriesteuerungen auf die Sicherheit, Zuverlässigkeit und nicht zuletzt auch auf den Komfort der Sprache Java verzichten. Durch die echtzeitfähige, automatische Speicherverwaltung des neuen Systems gelingt es, Java sogar in zeitkritischen, harten Echtzeitsystemen zu etablieren, betont der Hersteller. In­dem sie Java einsetzen, könnten Programmierer eingebetteter Systeme Zeit und Geld sparen und dabei gleichzeitig noch die Sicherheit und Zuverlässigkeit ihrer Programme erhöhen.

Weitere Informationen:


Aicas GmbH
Haid-und-Neu-Straße 18, D-76131 Karlsruhe
Ansprechpartner: Martin Bender
Fon +49 (0) 721 / 663 968-46, Fax +49 (0) 721 / 663 968-99
E-Mail: bender@aicas.de, Internet: www.aicas.com
Halle 7, Stand C04

Prozessanalyse in der biotechnologischen Produktion

In den kommenden Jahren wird nach Einschätzung von Bayer Technology Servi­ces die Anzahl an Fermentationsanlagen weltweit drastisch steigen. Neue Mess-parameter wie Zellzahl oder Proteinkonzentrationen sollen über robuste Prozessanalysatoren zunehmend erschlossen werden. Dazu stellt das Unter­nehmen den Baychromat Cell-Count vor. Die Entwicklung einer innovativen, sterilen Probennahme, ein optimierter und automatisierter Probentransport sowie die Weiterentwicklung der Technologieplattform sollen durch zeitnahe Zellzahl-bestimmung die Prozesssteuerung in der biotechnologischen Pro­duktion bestimmen. Ein Prototyp wird auf dem Stand der Namur präsentiert.

Weitere Informationen:
Bayer Technology Services GmbH, Process Management Technology PAT
Gebäude G 23, D-41538 DormagenAnsprechpartner: Dr. Stefan Steigmiller
Fon +49 (0) 214 / 51-2 55 94, Fax +49 (0) 214 / 51-5 819
E-Mail: stefan.steigmiller@bayertechnology.com
Internet: www.bayertechnology.com
Halle 7, Stand E41

Elektronischer Beifahrer wählt Infos situationsgerecht aus

Ferchau Engineering entwickelt zurzeit mit seinem Kooperationspartner Ma Design ein innovatives Fahrerinformationssystem für Pkws. Das intern als "Co­pilot" bezeichnete Forschungsprojekt soll die Interaktion zwischen Fahrer und komplexer Bordelektronik auf neuartige Weise vereinfachen. Der elektronische Beifahrer führt bisher getrennte Funktionen der Bord- und Unterhaltungs­elektronik zusammen und bereitet diese situationsgerecht auf. So sollen dem Fahrer nur die für die jeweilige Situation notwendigen Informationen und Gerä­tefunktionen zur Verfügung gestellt werden. Die Unfallgefahr werde auf ein Minimum reduziert, heißt es. Das Fahrerinformationssystem wird erstmals auf der Hannover Messe vorgestellt.

Weitere Informationen:
FERCHAU Engineering GmbH
Schützenstraße 13, D-51643 Gummersbach
Ansprechpartnerin: Martina Gebhardt
Fon +49 (0) 2261 / 300 6-50, Fax +49 (0) 2261 / 300 6-88
E-Mail: martina.gebhardt@ferchau.de, Internet: www.ferchau.de
Halle 17, Stand D40

Wasserstoff aus Biomasse

Der Heatpipe-Reformer, eine patentierte Entwicklung der Technischen Universi­tät München, soll erstmalig die Vergasung von festen Brennstoffen im Klein­leistungsbereich unter 1 MW Wärmeleistung ermöglichen. Wie es bei Bioage dazu heißt, wird Biomasse in einem druckaufgeladenen Wirbelschichtvergaser mit Wasserdampf als Vergasungsmittel zu einem wasserstoffreichen Gas um­gesetzt. Dies eignet sich auch zur Synthese von Erdgas und Diesel (Sun Fuel). Die hierfür erforderliche Wärme werde auf neuartige Weise aus einer Wirbel­schichtverbrennung übertragen. Das heiße Produktgas wird direkt in einer Micro-Gasturbine eingesetzt, wodurch sich - ohne Teerprobleme - im Leistungs­bereich von 100 kW el. erstmalig Wärme und Strom gekoppelt erzeugen lassen. Als mögliche Brennstoffe eignen sich Holzpellets, Holzhackschnitzel und andere Biomasse. Die Technologie wurde an der TU München in mehreren Prototypen einschließlich der Verbindung mit einer Micro-Gasturbine zur technischen Reife entwickelt. Die Patente wurden Ende 2004 durch das Freisinger Unternehmen erworben. Die erste kommerzielle Anlage soll Mitte 2006 in Betrieb genommen werden. [Hinweis für die Redaktion: Fotomaterial kann zur Verfügung gestellt werden.]

Weitere Informationen:
BioAge GmbH
Jahnstraße 8, D-85356 Freising
Ansprechpartner: Dr. Thomas Steer
Fon +49 (0) 8161 / 979 6-11, Fax +49 (0) 8161 / 979 6-49
E-Mail: BioAge@hsenergie.de, Internet: www.bio-age.com
Halle 13, Stand E60

Gentoxizität im High Throughput Verfahren messen

Bislang war es nicht möglich, die Gentoxizität (Schädigung des Erbguts auf ver­schiedenen Ebenen) von Chemikalien im High Throughput Verfahren (Messver­fahren mit hohem Durchsatz) zu messen, erläutert das Institut für Biologie und Umweltwissenschaften der Universität Oldenburg. Zu den vergleichsweise schnellen Verfahren zählt der "Comet Assay" (Einzelzellgelelektrophorese), mit dem man innerhalb von zwei Tagen Ergebnisse erhält. Dieses Verfahren sei je­doch personalaufwändig, da die einzelnen Schritte der Methode für jede Probe separat durchgeführt werden müssen. Dem Oldenburger Institut ist es gelun­gen, den Comet Assay als High Throughput Verfahren zu entwickeln. Damit wird die untersuchte Probenzahl pro Tag um den Faktor 20 und mehr erhöht, heißt es. Kernstück dieser Entwicklung stellt eine modifizierte 96 Well Platte (Zellkulturplatte) mit abnehmbaren Wänden dar. Eine spezielle Beschichtung des Bodens der einzelnen Wells erlaubt sowohl das Anhaften von adherenten Zellen als auch - nach Abnahme der Wände - die Durchführung einer Elektrophorese. Damit können alle Arbeitsschritte für 96 Proben gleichzeitig durchgeführt werden. Die entwickelte 96-Well Platte ist zum Patent angemel­det. [Hinweis für die Redaktion: Fotomaterial kann zur Verfügung gestellt werden.]

Weitere Informationen:
Universität Oldenburg, Institut für Biologie und Umweltwissenschaften
Carl-von-Ossietzky-Straße 9-11, D-26111 Oldenburg
Ansprechpartnerin: Prof. Dr. Irene Witte
Fon +49 (0) 441 / 798-37 85, Fax +49 (0) 441 / 798-49 03
E-Mail: irene.witte@uni-oldenburg.de,
Internet: www.uni-oldenburg.de/biochemie
Halle 2, Stand A10

Supraleitendes Lager für industrielle Anwendungen

Zur Super Conducting City, einem Forum zur Supraleitung, werden Siemens und Nexans Super-Conductors gemeinsam das erste supraleitende Lager für in­dustrielle Anwendungen ausstellen. Es wurde im Rahmen eines 4-MVA-HTS-Generatorprojektes entwickelt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. HTS-Lager können eine Vielzahl neuer An­wendungen eröffnen oder bestehende Systeme verbessern, heißt es. Dazu ge­hören unter anderem schnell laufende Antriebe, Generatoren oder Turbinen. Das Lager kann am Siemens Stand im Betrieb beobachtet werden. NSC präsen­tiert ein geöffnetes Funktionsmodell, an dem sich alle Komponenten erkennen und erläutern lassen. [Hinweis für die Redaktion: Fotomaterial kann zur Verfügung gestellt werden.]

Weitere Informationen:
Nexans SuperConductors GmbH
Chemiepark Knapsack, D-50351 Hürth
Ansprechpartner: Heribert Walter
Fon: +49 (0) 2233 / 486 830, Fax +49 (0) 2233 / 486 847
E-Mail: heribert.walter@nexans.com, Interenet: www.nexans.com
Halle 2, Stand D26

Hochpräziser Digitalrecorder für Impulsmessungen

Der Bedarf an elektrischer Energie nimmt vor allem in Osteuropa, Russland und den asiatischen Ländern stark zu. Hierbei werden hohe Anforderungen an die Sicherheit der für die Übertragung benötigten Betriebsmittel gestellt, heißt es bei Dr. Strauss System-Elektronik. Vor allem die Leistungstransformatoren wer­den aufwändigen Tests mit hohen Impulsspannungen bis zu einigen 1 000 kV bei Strömen von einigen 1 000 A unterzogen. Aus den gemessenen Spannungs- und Stromverläufen lassen sich detaillierte Analysen über die Fertigungsquali­tät ableiten. Dafür werden qualitativ hochwertige und zugleich störsichere Messsysteme benötigt, die diese Signalverläufe möglichst detailgenau messen und darstellen. Der entwickelte Digitalrecorder, der auf der HANNOVER MESSE vorgestellt wird, ist mit einer Abtastrate von 200 MHz und mit einer für diese Abtastrate bisher nicht erreichten vertikalen Auflösung von 16 Bit ent­sprechend 65 535 Stufen weltweit einmalig, so das Gundelsheimer Unterneh­men. Er ermögliche die Erfassung und Analyse feinster Signaldifferenzen von bis zu 0,0015 Prozent. Als technologischer Nutzen sei eine Verbesserung der Diag­nosegenauigkeit und damit eine bessere Produktqualität und verringertes Ge­währleistungsrisiko zu erwarten. Wirtschaftlich sei der Digitalrecorder, weil ein im Prüffeld nicht entdeckter Fehler an einem 10 Mio Euro teuren Leistungs­transformator, der nach der Inbetriebnahme ausfällt, die Anschaffungskosten für den Digitalrecorder leicht um ein Vielfaches übersteigen. Dabei seien mög­liche Folgekosten einer unterbrochenen Energieversorgung noch nicht einmal berücksichtigt. [Hinweis für die Redaktion: Fotomaterial kann zur Verfügung gestellt werden.]

Weitere Informationen:
Dr. Strauss System-Elektronik GmbH
Bodenackerstraße 6, D-96163 Gundelsheim

Ansprechpartner: Werner Strauss
Fon +49 (0) 951 / 430 63, Fax +49 (0) 951 / 438 58
E-Mail: dr.strauss@t-online.de, Internet: www.strauss.de

Halle 2, Stand A54

Tanja Gerhardt | Deutsche Messe AG
Weitere Informationen:
http://www.hannovermesse.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017
30.03.2017 | Laser Zentrum Hannover e.V.

nachricht Schluss mit Ölwechsel auf Verdacht: Sensor warnt, wenn Öl im Blockheizkraftwerk schlecht wird
30.03.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE